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Himmelsgaben Band 1

(AUDIO/VIDEO)

Kreuz, Krone und – Liebe. – 24. April 1840, Freitag


1. Der, die Freude hat an Meiner „Haut“ und da heisset M. S. und in hohen Ehren hält das Holz des Kreuzes und das Eisen der Nägel gleichachtet den Händen, die durchbohrt wurden, und das Kreuz gleich dem Gekreuzigten – und die schon viel gelitten hat wegen ihrer Doppelliebe, der sage, was Ich ihr sagen lasse, ihrer Gesundheit und ihres Heiles willen.

2. Sie soll das Kreuz nicht mehr lieben denn Mich und die Nägel nicht mehr denn das gekrönte Haupt! Denn die so tun, müssen viel leiden aus dieser ihrer verkehrten Liebe. Wer das Kreuz liebt, dem gebe Ich es gerne, und so die Nägel, so die Krone. Und wer aus Liebe zu Mir das Kreuz, die Nägel und die Krone liebt, der wird gekreuziget gleich Mir. Wer Mich aber so liebt, des Kreuzes, der Nägel und der Krone wegen, der liebt Meine „Haut“, da sie ist voll Blutstropfen, Schlägen und Wundmalen, und gleichet dadurch jenen Kindern, die ihre Eltern erst dann zu lieben anfangen, wenn diese, von vielen Leiden gebückt, weinen vor der Türe ihrer Kinder.

3. Wer Mich aber recht lieben will, der halte Meine Gebote und liebe Mich aus Meiner Liebe, die Ich jedem, ohne Kreuz, Nägel und Krone, ganz rein, wie Ich es bin, gegeben habe. Sage ihr: Wer mich in solcher Weise wahrhaft liebt, der liebt Mich auch ohne Kreuz, Nägel und Krone. Wessen Liebe aber zweifelhaft ist, dem werde Ich schon zukommen lassen entweder das Kreuz, die Nägel oder die Krone – damit seine Liebe befestiget werde zu Mir, da er sehen wird, dass leiden schwerer ist als lieben und dass Ich nicht Freude habe an den Leiden Meiner Kinder, sondern nur ein trauriges Herz.

4. Denn sehet, Mein Joch ist sanft und Meine Bürde ist leicht. Nur die Kinder der Welt müssen Meinem Reiche „Gewalt“ antun, wenn sie es an sich reissen wollen. Meine Kinder dagegen sollen nicht eigenwillig ins Feld ziehen für Mich und sich ohne Not verwunden lassen von Meinem Feinde – für sie werde schon Ich kämpfen. Denn die Liebe steht höher als aller eigenmächtige Kampf.

5. Wer aber selber kämpfen will und Freude hat am Kampfe, der muss sich schon auch auf allerlei Wunden gefasst machen und sehe zu, dass er nicht unterliege im Gefechte. Der Sieger aber steht nicht über der reinen Liebe, sondern ist unter derselben, solange er nicht die Siegerkrone in die Flamme der Liebe wirft.

6. Daher: die Mich lieben, für die werde Ich kämpfen und siegen, und ihre Liebe wird Mir die schönste Siegeskrone sein. Die aber eigenmächtig mitkämpfen wollen, die werde ich verteilen auf ihre Posten. Und sie werden kämpfen müssen mit ihrer Kraft in grosser Angst und Hitze, und es wird ihnen der Sieg oft sehr sauer werden und teuer zu stehen kommen, und dereinst werden sie viel Rechnung zu legen haben.

7. Eines noch muss hinzugesetzt werden, nämlich: So jemand ein Haus kaufet, der begnüget sich nicht mit der Beschauung der schönen Aussenseite, welche blendet; sondern er gehe zum Verkäufer und sage: „Lass mich erforschen die Grundfesten, die Mauern der Wände, die Böden und das Dach.“ Und hat er das Haus fest befunden, so kaufe er es um jeden Preis, da es ein gutes Haus ist. Ist es aber nicht so, dann lasse man es, wie es ist, und handle nicht darum mit dem arglistigen Kaufmann, selbst wenn dieser auch sagen würde, das Haus stehe schon so oder so lange – wenn ein Erdbeben kommen wird, so wird es doch zusammenstürzen. – So jemand aber wohnt in einem alten Hause, der halte sich beständig reisefertig an der Türschwelle; und wenn er gewahr wird Schwebens und Wankens, dann ist es hohe Zeit, sich schnell zu entfernen.

8. Das sagt der gute Hirte einem zahmen Lamme auf der harten Weide der Knechte. – Amen. – Ich, Jesus-Jehova. Amen!


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