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Himmelsgaben Band 1


Vulkanische Erdvorgänge. – Nachtrag zu „Choralpe“. – 20. September 1840, von 1/2 11 Uhr vormittags bis 3/4 1 Uhr nachmittags


--. J. L. spricht. – Andr. und Ans. H. schreiben

1. Da ist noch eine kurze Hinzugabe, als ein kleines Flämmchen, zu erleuchten so manche wirren Gestrüppe und Geklüfte dieser von euch besuchten „Choralpe“!

2. Was die Perioden der Bildung dieser Gebirgsgruppe betrifft, so treten diese erst nach Adam bis auf eure Zeit in stets bewirkten und noch wirkenden Vorschein und ist die Art, deren in der früheren Mitteilung erwähnt wurde, die eigentliche und die richtigste.

3. Die eigentliche deswegen, weil von Mir alles, was da ist, in den ersten Uranfängen gemacht wurde, so wird auch stets nur von Mir bewirkt, dass an der Stelle, da Ich es will, entweder ein Berg, eine Quelle, ein Baum oder ein sonstiges Gewächs hervortritt. Und weil Ich noch dazu, Meiner ewigen Ordnung gemäss, allezeit das tauglichste Mittel wähle, um was immer ins Dasein zu rufen, und weil dieses Mittel allezeit von Meinem höchsteigenen und freiesten Willen abhängt, so ist auch die erwähnte Art der Entstehung dieser Alpe die eigentlichste. – Und sie ist auch die richtigste aus dem Grunde, weil nur Ich, als die Ewige Liebe und Weisheit, jede Meiner Handlungen so zu beginnen, durchzuführen und zu vollenden weiss, dass dadurch in allen Dingen Meiner Heiligkeit volle Genüge geleistet werden muss, und weil dabei nie auch nur um ein Haarbreit ein Fehlzug möglich ist.

4. Wenn da gemeldet wurde von der Plattsteinform dieser Alpe und dabei angegeben wurden viele tausend Blätter, welche scheinbar mit dem Zeitraume seit Adam in Widerspruch stehen, so müsst ihr dabei nicht denken, dass solche Ablagerungen nur von Äquinoctium zu Äquinoctium geschahen. Solche Plattungen von Äquinoctium zu Äquinoctium sind nur diejenigen, welche mit einer krystallartigen, bräunlichen Urkalkschichte getrennt sind. Die anderen Blätter, die oft kaum ein oder zwei Zoll dick sind, wurden bewirkt durch das Vollwerden des Lichtes am Monde. Und hättet ihr von solch einer Urkalkschichte die Blätter gezählt, so hättet ihr recht gut den Lichtwechsel des Mondes von Äquinoctium zu Äquinoctium und noch besser von Jahr zu Jahr entdeckt.

5. Ferner ist wohl zu verstehen, dass solche Plattungen nicht vor Adam schon bestanden haben. Denn das Gestein der Erde vor Adam war hier allenthalben fest und sah aus wie ein Kies und liess das Licht, fast eurem Glase ähnlich, durchpassieren. Und wo die Wellen des Meeres Teile von diesem Gesteine auflösten, da bildeten sich (es versteht sich von selbst nach Meinem Willen) kleine Körner. Und zwischen diesen Körnern bildete sich dann durch die Ruhe des eingedrungenen Wassers eine klebrige Substanz und verband auf diese Art solche Körner zu einem Ganzen. Und so wurde dann dieses Ganze ebenfalls wieder fest und ward auf diese Art zum Steine, und zwar zu jenem Steine, den ihr Granit nennet.

6. Auf diese Weise, wie der Granit gebildet wurde, wurden in den späteren Zeiten durch allerlei Elementar-Eruptionen noch andere ähnliche Steine gebildet. Solche Steine werdet ihr überall finden, ihr dürft nur z.B. eure Mühlsteine ansehen, in welchen allerlei Gestein durch die erwähnte Schleimmasse zu einem Ganzen verbunden ist.

7. Aber solche Steine, wie sie z.B. euer Schlossberg, der Schöckel, der Plavutsch und noch viele andere benachbarte Berge und Hügel aufzuweisen haben, sind schon vor Adam als Steine in der Erde bestanden und wurden durch lang anhaltende, sogenannte vulkanische Eruptionen aus dem Innern der Erde herausgetrieben, und zwar an solchen Stellen, an denen keine Plattenformation – wegen beständiger Wasserstürme aus dem Innern – hatte stattfinden können.

8. Ihr werdet fragen, wie geht denn das naturmässig zu, dass sich in grosser Tiefe der Erde ein Feuer bilde und das den Stein umgebende Wasser in Dämpfe auflöse und durch die grosse Macht solcher Dämpfe so grosse und feste Massen aus dem Innern der Erde oft meilen- und meilenweit zur Oberfläche derselben treibe? – Da gebe Ich euch folgende Erklärung:

9. In dem inneren Gesteine der Erde befinden sich viele hohle Klüfte; mit der Zeit dringt Wasser wie auch Luft durch die Poren dahin. Nach und nach sammelt sich in solchen Klüften das Wasser so sehr an, dass es alle Räume dicht ausfüllt. Nun, da aber eine Wasserschichte auf die andere, vermöge der natürlich innewohnenden Schwere, einen grossen und, je tiefer, immer grösseren Druck ausübt, so wird nun ein solches Wasser, welches in einem solchen festen Raume eingeschlossen ist, gewisserart von allen Seiten zusammengepresst. Durch solches Zusammenpressen des Wassers geschieht in seinen Teilen eine immer grössere und grössere Reibung. Da aber nun, wie ihr wisst, auch in dem Wasser durch die ganze Erde Geister verschlossen sind, so empfinden diese gar wohl einen solchen zunehmenden Druck, zersprengen die Wasserhülschen, treten dann aus ihren Kerkern, vereinigen sich in der Gestalt eines erbitterten Feuers, lösen das Wasser in Dunst auf und zerreissen dann mit Leichtigkeit eine solche Steinkluft und treiben alles, was sie hindern könnte, mit herauf zur Oberfläche der Erde.

10. Und da auf solche Weise bei dem Durchtriebe auch in anderen Schichten der Erde wieder neue Klüfte und dadurch auch gewaltige Bedrückungen des Wassers geschehen, welche dann wieder zu einer ähnlichen Eruption genötigt werden, so geschieht es denn, dass solche vulkanische Ausbrüche oft länger oder kürzer dauern und auf diese Art die höchsten Berge und Gebirgszüge bilden. Und wenn die Füsse solcher Berge Plattensteine, wie auf der Choralpe, aufweisen, so geschieht es dadurch, dass Aufbrüche unter der Plattform stattfinden, die Platten zerbrechen und dieselben nebst dem andern Gestein mit herauf zur Oberfläche treiben, wovon euch der nahe liegende Schöckel einen augenscheinlichen Beweis liefern kann.

11. Wenn solches Feuer aus dem Innern hervorbricht, so zerschmilzt es durch seine Heftigkeit die Steine, die ihm nahe liegen, mit grosser Leichtigkeit. Und wenn es in seinem Durchzuge auch noch, wie es bei Neapel und Sizilien der Fall ist, auf die schon bekannten Erdöl- und Erdharzquellen kommt, so entzündet es dieselben. Diese brennen dann viele Jahre, hie und da fast ununterbrochen fort. Und wenn irgend noch mineralische Quellen bei solcher Tätigkeit hinzukommen, die besonders Schwefel aus dem Allinnersten der Erde heraufführen, so dringen dann diese Schwefelquellen in alle Klüfte solcher Berge, bilden da grosse Schwefelablagerungen, welche, mit dem Erdharz und Erdöl geschwängert, dann unterirdisch fast unablässig brennen und rauchen.

12. Geschieht es dann, dass nach Meinem Willen eine solche hauptvulkanische Mündung verstopft und das Wasser nach und nach abgetrieben wird von einer solchen Gegend, so erlischt dann auch das Feuer, die vulkanischen Eruptionen hören auf und ein solcher Berg wird dann stille und ruhig und fördert das in seinem leeren Geklüften sich ansammelnde Wasser durch seine früheren Feueradern ans Tageslicht.

13. So ist es jedoch nicht bei der euch bekannten „Choralpe“; sondern da entstand auch zwar ein Feuer in der Tiefe der Erde auf ähnliche Weise, hob aber nach Meinem Willen, wie schon bekannt, nur Platten in die Höhe, schob unter dieselben verschiedenartige andere Massen von Steinen, Erde, Kalk und dergleichen mehreres und hob alles samt den Platten in die Höhe. Dadurch nun entstand ebenfalls ein grosser leerer Raum unter einer solchen Alpe, in welchen alsbald Wasser durch die Klüfte hineindrang. Und auf diese Art kam gleichsam eine ganze solche erhobene Schichte teilweise auf die Fläche des eingedrungenen Wassers zu ruhen und ruht noch bis auf die heutige Stunde – wodurch es geschieht, dass durch den Druck, welchen solche Massen auf die Oberfläche des Wassers ausüben, dasselbe durch die verschiedenen Klüfte und Adern und kleinen Spalten oft bis zu der grössten Höhe getrieben wird.

14. Daher rühren auch all die Wässer einer Alpe, wie die ist, die ihr bestiegen habt. Und sie sind frisch und kalt, da sie nicht durch vormalige Feuerquellen getrieben werden. – Wohingegen Quellen auf anderen Bergen, welche auf vulkanische Weise entstanden sind, oft noch ganz heiss zur Oberfläche gelangen, da sie in ihrem Zuge vielfältig im Innern solcher Berge noch glühende Stellen passieren müssen.

15. Seht, das ist nun das Wesentlichste, was euch noch bezüglich der Bildung der Berge zu wissen nötig war. Es wäre demnach nur noch zu berühren, wie die grauen und braunen Steine zwischen die Plattenschichten dieser Alpe gekommen sind. Sehet, diese Steine sind die eigentlichen Ursteine der Erde. Sie sind teils bei der Zeit Adams auf vielen Stellen der Erde mehr zur Oberfläche gekommen und wurden dann bei der Plattenbildung nach und nach unter dem Wasser selbst mit eingepanzert. – Die Noahischen aber, die, wie ihr schon wisst, weissgraulich aussehen, wurden erst unterwässerlich gebildet von Adam bis Noah und wurden zuerst durch eine vorsintflutliche, partielle Feuer-Eruption zerbrochen und nach allen Richtungen geschleudert, allwie sie noch jetzt häufig auf solchen Alpen in grösseren und kleineren Stücken und Massen anzutreffen sind.

16. Was endlich die ganz weissen, überweltlichen Trümmer betrifft, so hat dieses seine Bewandtnis in dem schon Gesagten.

17. Und somit ist nun die ganze Bildung der Alpe wohlerläuternd gegeben, und es wird nie ein Weltgelehrter eine andere ausfindig machen. Denn da weiss niemand das Wie, Wann, Woher, Warum und Wodurch, als Ich allein und der, dem Ich es mitteile, damit er glaube, dass Ich es bin, der alles dieses angeordnet und gemacht hat. Denn würde jemand nur achttausend Klafter tief in die Erde graben, so würde er sich alsbald überzeugen, dass es nur so ist, wie Ich es euch gezeigt und gesagt habe. Aber zugleich wird er auch erfahren, dass solche eigenmächtige Untersuchungen wider Meinen Willen sind und dass Ich dieselben gewiss allezeit mit dem zeitlichen, wo nicht sogar mit dem ewigen Tode bestrafe.

18. Daher, wer da am Brunnen göttlicher Offenbarungen ist und dürstet, der trinke das Wasser des Lebens in vollen Zügen! Aber die Frucht vom Baume der Erkenntnis soll er erst dann essen, wenn Ich den Baum für ihn gesegnet habe. Dann wird er sich sättigen zum ewigen Leben von der Frucht, die reichlich am grossen Baume Meiner Schöpfung hängt, aber wohlgemerkt, nicht eher, als bis Ich den Baum ihm gesegnet habe, wie Ich es jetzt eben vor euren Augen für euch tue.

19. In diesem Falle werdet ihr auch den Segen des Lebens empfinden und seid vergnügt und zufrieden dabei, da euch gegeben wird mehr, als ihr je hättet verlangen können. Der eigenmächtige Naturgelehrte dagegen frisst wie ein Ochse im saftigen Kleefelde, bläht sich dann auf und geht zugrunde, da er ass die für ihn ungesegnete Frucht. Ich sage, solche Gelehrte sind Mir ein Greuel; denn sie suchen nicht Meine, sondern ihre Ehre unter den Zweigen dieses Baumes.

20. Euch aber gebe Ich es in aller Wahrheit und Liebe, damit ihr die grosse Herrlichkeit eures heiligen Vaters erkennen möget, wie sie war, ist und ewig sein wird. – Das sage Ich, der Ich wahrhaftig und getreu bin in jeglichem Meiner Worte. – Amen.


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