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Hauptseite Himmelsgaben Band 1 HIM1-46 Eintrag

Himmelsgaben Band 1


Die Choralpe. – 13. September 1840, nachmittags von 3/4 5 Uhr bis 1/4 9 Uhr


--. J. L., S., Andr. und Ans. H. bestiegen am 9. September 1840 den zur Choralpe gehörigen Speikkogel an der steirisch-kärntnerischen Grenze. – Am 13. September 1840 sprach der Herr über diese Gebirgsreise durch den Mund seines Knechtes J. L. das Folgende. – Schreibende: K. G. L. – S. – D. – Andr. und Ans. H.

1. Die schon seit längerer Zeit bedungene Reise auf die von hier etwas entlegene sogenannte Choralpe ist von euch nun bewerkstelligt worden. Dabei werdet ihr bei genauerer Beobachtung dieser Gebirgshöhe auf so manchen Zweifel gestossen sein, und zwar vorzüglich aus folgender Ursache:

2. Ihr habt nämlich gesehen, dass das Hauptgestein, vom Fusse bis zu dieses Berges höchstem Scheitel, in einer fast beständig gleichförmigen Plattenformierung sich befindet, welche Platten jedoch nicht immer in ihrer Lage eine und dieselbe Richtung einnehmen. Denn ihr werdet bemerkt haben, dass da eine solche Plattenrichtung sich bald gegen Osten, bald wieder nach Westen erhöht, und bald wieder die Blätter senkrecht in die Erde sich schieben. Ja ihr werdet gesehen haben, dass sogar verschiedene solche Blätter bald einzeln, bald gruppenweise hin und her auf der Oberfläche des Berges liegen. Und so habt ihr auch – wie bei dem euch wohlbekannten Bauernhause und auch auf dem Rücken der Alpe selbst – ganz grosse Blöcke frei auf der Oberfläche liegen sehen, welche gegen Westen ganz frei und nur gegen Osten hie und da ein wenig mit Erde bedeckt waren.

3. Und als ihr ganz in die Nähe des eigentlichen sogenannten „Speikkogels“ gekommen seid und erstaunt eure Blicke hingerichtet habt auf seine kahlen Felsenplattungen, so habt ihr wieder nichts anderes als ähnliche Plattsteine entdeckt. Und so war auch seine höchste Spitze mit solchen Steinen übersäet.

4. Nun sehet, dies alles habt ihr mehr oder weniger wahrgenommen und hattet auch verschiedene Mutmassungen darüber in euch aufkommen lassen. Allein Ich sage, da seid ihr mit keiner der Wahrheit nahegekommen. Daher ist es vorerst nötig, euch die Ursache solcher Bildung zu zeigen und dann erst euch dasjenige Gestein zu nennen, welches vor 6000 Jahren einer andern Welt angehört hatte.

5. Die Bildung dieser Alpe und die Entstehungsart derselben war folgende: Wie euch schon ehedem einmal bekanntgegeben wurde, dass nicht nur dieses Land, sondern der ganze Boden Europas unter den Fluten des Meeres begraben war, so war auch diese Stelle, allwo jetzt schon durch viele tausend Jahre diese Alpe steht, nichts als flacher, hie und da durch die Unterstufen des Meeres etwas unebener Grund.

6. Ihr werdet an den Blättern (Gesteinsplatten) bemerkt haben, dass sie aus nichts als aus Sandglimmer, mit Kalk verbunden, bestehen. Die Bildung dieser Schiefer war also keine andere, als dass sich eine solche Sandschichte über die andere gelagert hatte, und das zwar bei Gelegenheit der periodisch eintretenden, sogenannten Äquinoktialstürme. Über die Sandschichte bildete sich dann bei ruhigem Stande des Wassers ein Art schleimige Haut, über welche bei einem nächsten Äquinoktialsturm wieder eine andere Sandschichte lagerte – und das so auf diese Art lange Zeiten fort und fort, bis endlich mehr als 26000 solcher Blätter übereinanderzuliegen gekommen sind.

7. Ihr werdet vielleicht fragen, woher die Fluten immer diesen Sand genommen haben mögen, da immer eine Schichte um die andere durch den oben erwähnten Kalkschleim gewisserart eingepanzert wurde, von welcher Einpanzerung die Fluten natürlich nicht viel Sandkörner abzulösen vermochten.

8. Seht, da sage Ich euch, die Erde ist so eingerichtet, dass fürs erste beinahe vom Mittelpunkt des Erdkörpers aus eine zahllose Menge von verschiedenartigsten Quellen und Adern nach allen Richtungen zur Oberfläche führen. Ihr müsst aber nicht denken, dass etwa durch diese Quellen und Adern pur Wasser strömt; sondern da gibt es vorzüglich Feuerquellen, durch welche ein unterirdisches Feuer elektrischer Art unablässig nach allen Richtungen strömt, und zwar vorzüglich gegen die Pole der Erde. Dann gibt es mineralische Quellen, durch welche Metalle und Erze in flüssiger Gestalt heraufquellen. Ferner gibt es Fettquellen, durch welche das sogenannte Erdöl nach allen Richtungen strömt. Es gibt ferner noch vorzüglich sehr viele Schwefelquellen, dann Erdpechquellen und dergleichen, nebst den Wasserquellen – eine zahllose Menge aller erdenklichen Arten.

9. Seht, wenn nun diese Quellen zur Oberfläche der Erde gelangen, getrieben durch die innere Macht der Geister und des ihnen zu Gebote stehenden Feuers, so werden sie dann ebenfalls fester und fester, das heisst, wenn sie vollends die Oberfläche der Erdrinde erreicht haben und in die Masse des Meeres übergehen. – Dass dieses so ist, würde euch jeder Materienscheider, oder bei euch Chemiker genannt, sachtätig erweisen.

10. Nun seht, daher also dieser Zuwachs des Sandes und allerlei anderen mineralischen Konglomerates. Und nun wisset ihr und kennet auch die Vorratskammer des vorerwähnten Glimmer- Schiefers und Kernsandes wie auch des dasselbe verbindenden Kalkes.

11. Nun fragt es sich – da wir nun auf diese Art eine mehr als zweitausend Klafter dicke Blätter-Rinde gebildet sehen – wie ist denn aber nun diese Alpe entstanden mit allen ihren Nebenverzweigungen?

12. Höret, vor mehreren tausend Jahren (eine bestimmte Zahl ist hier aus dem Grunde nicht nötig, da der Bildungsprozess einer solchen Alpe an und für sich schon mehrere tausend Jahre angedauert hat) wurde von Mir über sechzehntausend Klafter tief unter der Erde ein kleiner Funke Meiner Barmliebe gelegt, und dieser hob nach Meinen Willen vollkräftig diese Rinde, das Gestein nach allen Seiten sprengend, in die Höhe, gerade so, als wenn ihr unter einer Decke wäret und hebet dieselbe mit dem Finger über euren Körper empor. Und zwar wurde diese Blätterrinde von Osten nach Westen gehoben und blieb da in einer horizontalen Richtung ruhen, da sie alsogleich durch andere, aus dem Innern der Erde getriebene Massen unterstützt wurde.

13. Die auf solche Weise emporgetriebene Platte hatte ungefähr die Gestalt eines sehr grossen Erdschwammes und wuchs durch die Triebkraft des Feuers gleichsam beständig höher und höher über dem Meeresspiegel empor und bildete endlich eine bedeutende Insel über der Oberfläche des Meeres. Und wie diese Hauptplatte, so wurden auch mehrere kleinere Platten auf diese Weise horizontal emporgetrieben, jedoch nicht alle gleich hoch, und bildeten auf diese Weise einen grossartigen Erdschwammwald. Endlich aber wurden die massiven, solche Platten unterstützenden Stiele durch die Fluten abgewaschen und abgenützt. Dadurch geschah es dann, dass eine solche Platte das Gleichgewicht verlor, umstürzte und auf ihrem Stiele sich anlehnte. Dadurch nahm eine solche Platte eine schiefe Lage an, wie ihr die Plattenform auf dem sogenannten Speikkogel selbst bemerkt habt. Und da gab's denn zur Bildung dieser „Choralpe“ wohl mehrere hundert grössere und kleinere Platten, welche notwendigerweise dasselbe Schicksal erlitten haben. Nur von einigen wenigen sind noch Spuren da, aber keine ganzen mehr.

14. Wenn ihr nun einen Blick auf den sogenannten „Kumpfkogel“ geworfen hättet, alldort hättet ihr noch eine horizontal liegende Platte entdeckt, welche jedoch schon sehr verwittert und nach allen Seiten abgefallen und zerbröckelt ist. Vielfach aber habt ihr droben noch ein solches Geschiebe nach Westen gerichtet gesehen, auf welches ihr von Morgen her recht leicht hinaufgelangen konntet. Jedoch gegen Westen war es wie abgebrochen (wie der Fall auch wirklich ist). Denn vorzüglich an den Stellen, wo ihr solche überstehenden Platten gesehen habt, da ragten diese noch vor tausend Jahren, einem Halbdache ähnlich, zu hundert, fünfzig, dreissig und zehn Klafter über die anderen Gebirgsschichten herüber. Durch Erdbeben aber, gewaltige Stürme und starke Blitze wurden sie abgebrochen und fielen auf die westliche Seite, was ihr dadurch leicht entnehmen könnt, dass diejenige Steinmasse, die sich am westlichen Abhange befindet, eine ganz entgegengesetzte Blattwende zeigt.

15. Was das Weiche (die lockeren Teile) solcher Alpen betrifft, so ist es nichts als Anschwemmung, teils von Sand, teils aber auch von zerbröckelten Blättern, die jünger und daher auch noch weicher waren, weil sie von den letzten Bildungen herrührten.

16. Seht, solch eine Alpe hat nicht eigentlich eine vulkanische Entstehung, wohl aber ist sie durch ein unterirdisches Feuer auf die schon bekanntgegebene Art emporgehoben worden.

17. Nun sehet, das ist also die Bildungs- und Entstehungsart dieser Alpe! – Hie und da werdet ihr auch unregelmässige weisse Steine herumliegen sehen haben, von denen auch einige mehr braun und grau und einige ganz weiss wie der Schnee sind. Diese Steine sind nicht auf diesem Grund und Boden gewachsen, noch auch auf die Alpe gefallen, sondern ins Meer, mit Ausnahme der ganz weissen. In der letzten Periode nämlich, als von Mir die Bildung dieser Alpe angefangen wurde, wurden bei Erhebung jener Platten auch diese Steine emporgehoben. Und zwar solche, welche vorzüglich zur Zeit Adams bei einer allgemeinen (Natur-)Revolution dahin gefallen sind und ein mehr bräunliches Aussehen haben, und endlich solche, welche bei der nachherigen Zerstörung eines grösseren Planeten, welcher sich zwischen dem Mars und dem Jupiter befand, auf die schon gebildete Alpe geschleudert wurden, und zwar aus der Ursache, weil zur Zeit der Zerstörung dieses Planeten die Erde gerade in einer Linie unter ihm gegen die Sonne sich befand. Dieses geschah nach eurer Rechnung um die Zeiten fünfhundert Jahre und etwas darüber vor Abraham. Daher rühren nun diese ganz weissen Blöcke her, welche ihr hie und da gerade auf der Oberfläche dieser Alpe habt liegen sehen.

18. Ihr werdet zwar fragen, warum Ich einen solchen Weltkörper zerstört habe? – Seht, zerstört habe Ich ihn eigentlich gerade nicht, sondern ihn nur ob einer daselbst unter den Bewohnern entstandenen grossen Zwietracht wegen in vier kleinere Welten geteilt. Und seht, wie bei euch das Gold, Silber und Diamanten, so waren auf diesem Planeten diese weissen Steine wahre Steine des Anstosses. Denn um einen solchen Stein, den ihr da nutzlos habt liegen sehen, haben sich diese Bewohner zu Tausenden und Tausenden erwürgt und haben sich abgeteilt in vier Hauptstämme, die sich gegenseitig solcher Steine wegen auf das hartnäckigste verfolgten. Denn sie bildeten sich untereinander ein, dass wer keinen solchen Stein besitze, nicht verständig sein könne und nur ein unverständiges Tier sei. Daher sammelten die Mächtigeren solches Gestein haufenweise, ja bergweise zusammen und liessen den Schwächeren davon nichts zukommen, damit sie dieselben desto leichter tyrannisieren konnten. Und so ging diese Betrügerei und Habsucht so weit, dass sich solche Steininhaber für Götter ansahen und sich als solche dem andern Volke aufdrangen.

19. Unter solchen „Göttern“ wollte aber einer über dem andern sein. Daher wühlte ein jeder, soweit es nur möglich war, in den Eingeweiden dieses Weltkörpers herum, um seinen Steinhaufen möglichst zum grössten zu machen und dadurch sein Göttertum zu beweisen. – Was geschah dann? Solche Götter misshandelten das Volk auf das grausamste und liessen es Tag und Nacht in den Eingeweiden dieses Planeten wühlen. Andere wieder mussten sich in grossen Rotten sammeln, um einem andern „Gott“ seinen Steinhaufen mit Gewalt zu verringern. Und so ging das soweit, dass diese „Götter“, deren es da zu Hunderten gab, sich gegenseitig bis auf vier aufgerieben haben. Diese vier liessen nun durch ihre Völker solche Steine von allen Weltgegenden zusammentragen und errichteten förmliche, weit ausgedehnte Berge mit diesen Steinen.

20. Durch solche Steinkultur blieb nun die andere Kultur des Landes im Hintergrund und die Völker samt ihren Göttern waren auf dem Sprunge zu verhungern. Da haben nun diese vier Götter ein gar schönes Gesetz herausgegeben. Nämlich die Völker des einen Gottes durften die Völker des andern Gottes fangen und sie, wie ihr das Wildbret, verzehren! Seht, das war der Zeitpunkt, wo sich diese Götter des Guten zu viel erlaubt haben. Bei einer solchen Rechnung musste Ich denn doch auch einen gewaltigen Strich durchziehen.

21. Ein Wink von Mir, und ein Engel riss den ganzen Weltkörper in vier Teile auseinander und bildete so vier abgesonderte kleinere Weltkörper. Alle diese Steine aber wurden mit einem Male in den weiten Weltraum hinausgeschleudert, von denen sodann einige nach Meinem geheimen Willen zur Erde, einige in den Mond, sehr viele in die Sonne gefallen sind. Die meisten jedoch sind noch bis auf den gegenwärtigen Zeitpunkt auf dem Fall im unendlichen Raume begriffen. – Seht, das ist die kurze, wohlbegründete Ursache des Aufsturzes solcher Steine in grösseren und kleineren Quantitäten auf euren Erdkörper, von denen sich hie und da ein ganzer Gebirgszug auf der Erde gebildet hat.

22. Ich habe euch auch einst erwähnt, dass ihr allda auf einem solchen Steine noch sehr zerstörte und verwitterte kleine „Wohnungen“ antreffen dürfte. Allein dieses ist nicht so wörtlich zu nehmen, sondern nur entsprechend. Und da zeigt die „Wohnung“ soviel als eine Schrift, gleich den Hieroglyphen Ägyptens, welche Schrift ausser Mir schwerlich auf dieser Erde jemand würde lesen können, ausser durch Meine Gnade.

23. Jedoch dort, wo sich ein solcher Stein befindet, der mit einigen solchen Insignien versehen ist, seid ihr nicht hingekommen. Denn dieser befindet sich fast eine Stunde nordwestlich vom sogenannten: „Kumpfkogel“. Allein ihr hattet zu viel Furcht vor Wind und Regen, und euer Verstand war mehr beschäftigt als die Liebe zu Mir. Auch waret ihr für den Magen zu sehr besorgt; aus welchem Grunde Ich euch auch nicht überall hinführen konnte, wo Ich euch hätte haben mögen, da Ich noch nicht der Herr eures Willens bin! – Ich habe euch mit grosser, leserlicher Schrift durch die Trübung des Morgens und Heiterung des Westens anzeigen wollen, dass eure Liebe schwach und trübe war, aber desto grösser eure Esslust. Daher liess Ich euch auch dann und wann durch einen kalten Luftzug sagen, wie es um eure Liebe steht. Ja endlich, als ihr schon im Nachhauseeilen begriffen waret, liess Ich sogar durch einen kleinen Eisregen euch, doch gewiss handgreiflich, merken, dass Ich mit eurer Geschäftsreise nicht ganz zufrieden war. Denn sehet, wie hätte Ich es auch sein können? Ihr seid nur dahingegangen, um recht gewaltig zu essen und zu trinken! Was aber Meine Sache war, das habt ihr nur so leicht mitgenommen. Auch habt ihr eure Augen weit hinausgerichtet, aber um das, was euch vor den Augen lag, habt ihr euch nicht gar so sehr bekümmert.

24. Seht, aus dieser Ursache habe Ich euch auch die zwei grössten Merkwürdigkeiten vorenthalten, nämlich die des erwähnten Steines und die des Sphärengetönes unter dem sogenannten „Speikkogel“, von welchem Getöne Ich euch erst dann etwas Ferneres, für euch jetzt noch Unbegreifliches, mitteilen werde, wenn einer oder der andere von euch aus Liebe zu Mir den erwähnten Fehler durch einen Neubesuch dieser Gegend gutmachen wird.

25. Denn seht, dieses lässt sich nicht von Grund aus begreifen, wenn jemand nicht vorerst einen Scharfblick auf die Materie gewendet und dieselbe in ihrem verschiedenen Gebilde genau beachtet hat. Da ist für ihn – besonders wenn er noch nicht geistig vollwach ist – eine nähere Erlärung gerade so, als wenn man einem den himmlischen Sinn aus dem Worte gäbe, während er das Wort im Buchstaben-Sinne noch nie gesehen hat.

26. Seht, die Natur oder die Welt an und für sich ist ein grosses Buch, voll beschrieben von der Tiefe Meiner Weisheit und Liebe! Wer diese recht erfassen will, der muss sich aus Liebe zu Mir schon manchmal gefallen lassen, ein wenig in diesem Buche herumzublättern – freilich aber nur soviel, als Ich aus Liebe es anrate. Denn Ich allein weiss das rechte Ziel und Mass und weiss, was ein jeder vertragen kann, und auch, wieviel es nottut, um ihn zu wecken.

27. Wer einmal geistig geweckt ist, der braucht freilich nicht mehr zu reisen, aber wer noch schläfrig ist in seiner Liebe, für den weiss Ich die besten Mittel, die ihn vor dem ewigen Schlafe bewahren werden, wenn er sie nur aus Liebe und willigem Gehorsam gegen Meine Anordnungen ergreift und an sich anwendet.

28. Kommen da auch oft kleine Prüfungen, so soll ein jeder dieselben nur mutig im festen Vertrauen auf Mich bestehen. Denn ehe er sich's versieht, wird die Sonne da, wo das Gewölk am dichtesten war, erwärmend und belebend durchbrechen. Auch dieses habe Ich euch alldort zu wiederholten Malen sinnbildlich angezeigt. Allein wo das Herz noch unverständig ist, da gehen dergleichen Andeutungen freilich unverrichteterdinge vorüber.

29. Dieses sage Ich euch darum, dass ihr für die Zukunft voll Liebe und Vertrauen sein sollet. Denn alles, was da geschieht in der Aussenwelt, geschieht unmöglich anders als nur einzig und allein durch Meinen Willen. Ich aber bin ein verständiger Gott, und daher fällt auch kein Lüftchen auf die Häupter der Blümchen, ohne einen grossen Tiefsinn Meiner endlosen Weisheit. Und jedes Wölkchen, jeder Tropfen, der aus dem Himmel fällt, wie auch jedes Steinchen, das nach einem schroffen Gebirgsabhange rollt – das alles sind grosse und inhaltsschwere Buchstaben Meiner allerbarmenden Liebe- und Gnadenschrift!

30. Sehet, also mit diesen Augen sollet ihr in Zukunft die Dinge, die euch vorbenannt wurden, in Augenschein nehmen, und ihr werdet daraus in grosser Klarheit ersehen, dass Ich überall alles in allem bin. Denn ihr werdet da sehen das grosse Walten Meiner Göttlichkeit, Macht und ewigen Heiligkeit und daneben auch gar wohl erkennen Meine unbegrenzte Liebe, Gnade und Weisheit. Ihr werdet dadurch, gleich den Bienen, auf der grossen Blumenwiese der Natur den Honig Meiner Liebe und das Wachs Meiner Gnade sammeln zur ewigen Nahrung eures Geistes und werdet immer mehr und mehr erkennen, dass Ich allezeit und überall euer guter, heiliger Vater bin und sein will ewig. Amen.


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