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Hauptseite Himmelsgaben Band 1 HIM1-40 Eintrag

Himmelsgaben Band 1


Die innere Leibesgestaltung der Tauben und andern Vögel. – 23. August 1840, von 10 Uhr vormittags bis 1/2 1 Uhr nachmittags


--. Fortsetzung der Kundgabe vom 16. August 1840. – Schreibende: Andr. H., S. und D.

1. Was da die innere Einrichtung einer Taube und das Fliegen derselben betrifft, so ist alles dieses gleich wie bei jedem anderen Bewohner der Luft.

2. Ihr Äusseres ist bedeckt mit Flaum und kleineren und grösseren Federn. – Ihr Inneres aber besteht in einem menschenähnlichen Herzen, in einem eigentümlichen Magen, in den Gedärmen wie auch in einer ziemlich weiten Lunge und Leber, welche Eingeweide durch die notwendigen leichten Glieder von der oberen Seite und, zur Hälfte, am unteren Teile, nur durch eine weiche Haut eingeschlossen sind.

3. Das Herz hat in natürlicher Hinsicht dieselbe Verrichtung wie das Herz des Menschen und alles warmblütigen Getiers, ebenso auch die Lunge. Jedoch was den Magen und die Leber betrifft, so besteht da ein grosser Unterschied zwischen denen der Taube und denen des Menschen sowie des anderen warmblütigen Getiers.

4. Was die übrige Fleischmasse eines Vogels betrifft, so besteht das Fleisch meistens aus weichen, leichten und weisslichen Fasern, welche durch ein feines, nervenartiges Gewebe miteinander verbunden sind, vermöge welcher Verbindung es einer grösseren Ausdehnung und Zusammenziehung fähig ist als das Fleisch der anderen Tiere.

5. An dem Leibe der Vögel sitzt, meistens auf einem langen Halse, ein kleiner Kopf, versehen mit ausserordentlich scharfen Sinnen. Denn da sieht ein Adler, wie auch fast jeder Vogel, mit seinem Auge besser, als ihr durch ein gutes Fernrohr. Ebenso übertrifft sein Gehör das eurige bei weitem. Seine Geruchsorgane sind schärfer als die Organe des besten Spürhundes. Denn damit nimmt ein Adler ein mehrere Tagreisen weit liegendes Aas wahr und weiss genau die Richtung, von welcher Seite die stinkenden Dünste der Verwesung an seine Geruchsnerven gelangen. Desgleichen ist auch sein Geschmack so stark, dass er sogar die Würze und das ihm zusagende Salz in den festesten Steinen wahrnimmt.

6. Eben wie seine Organe in den Sinnen mit der höchsten Reizbarkeit ausgerüstet sind, in einem ebenso hohen Grade ist auch sein Gehirn reizbar und voll Tätigkeit. Und es ist in selbem mehr Intelligenz als in allen übrigen Tieren, selbst den grossen Elefanten nicht ausgenommen. Aus diesem Grunde besitzt auch manche Vogelgattung vor allen übrigen Tieren ein Gedächtnis von ganz besonderer Stärke, was ihr auch daraus überzeugend entnehmen könnet, dass mancher Vogel sogar geregelte menschliche Gesangsweisen wie auch Worte und oft auch ganze Sätze nachahmen kann, was keinem andern, noch so gelehrigen Tiere möglich ist. Daraus könnet ihr auch füglich schliessen, dass dieses Geschlecht euch näher steht als das andere, welches sich, wie ihr, mit seinen Füssen mühsam auf der Erde bewegt.

7. Dieses alles rührt daher, weil ein Vogel vermöge seiner inneren Einrichtung so gestellt ist, dass er für die Eindrücke der Aussenwelt die höchste Empfänglichkeit besitzt und in seinem sehr reizbaren Gehirne sich schon eine gewisse geregelte Vorstellung machen kann von dem, was er durch die Sinne aufgenommen hat – aus welcher Ursache schon im natürlichen Zustande eines Vogels seine Stimme oft recht wohl artikuliert erscheint.

8. Nun fragt sich: Wie geschieht die Fortpflanzung der Vögel? – Die Antwort liegt in deren Zeugung und in den Eiern verhüllt.

9. Das Weibchen hat nach Meinem Willen die Fähigkeit, durch die ihr unbewusst innewohnende Intelligenz aus der aufgenommenen Nahrung sich selbst auf dem sogenannten Eierstocke bläschenartig zu reproduzieren – was auf folgende Art geschieht:

10. Es gehen nämlich von ihrem Herzen ganz ausserordentlich feine Organe, durch welche ein weisser Stoff geleitet wird. Alldort, wo die Organe auslaufen, bildet sich aus diesem Safte ein netzartiges Gewebe, welches gleich uranfänglich zu bestehen beginnt. Hat nun dieses Gewebe seine gehörige Form erhalten, wobei es aussieht, als wenn lauter kleine, etwas unförmliche Trichterchen aneinandergereiht wären, dann wird dieses Gewebe an dem Rückgrate durch die es bildenden Organe angebunden. Ist nun dieses vor sich gegangen, dann reissen diese Organe ab und richten ihre Mündungen in diese Trichterchen.

11. Wenn nun dieses so geordnet ist, dann werden auch in gleicher Weise Gefässe, vom Magen ausgehend, durch die Leber eben auch in die Mündungen dieser Trichterchen geleitet. Endlich, wenn alle die Gefässe dadurch aus dem Herzen etwas erweitert worden sind, so wächst in einem jeden solchen Gefässe noch ein Gefäss und richtet ebenfalls seine Mündung in je ein solches Trichterchen. Wenn nun dieser ganze Organismus in der Zeit, welche der Natur und der Grösse des Vogels angemessen ist, vollkommen ausgebildet wurde, alsdann wird aus den Säften des Magens zuerst ein zähes Tröpfchen abgesetzt, so zwar, dass die Mündung der beiden ineinandergeschobenen Organe in die Mitte dieses Tröpfchens hineinragt.

12. Ist nun auch dieses vor sich gegangen, dann beginnen zuerst ganz wasserweisse Säfte aus dem Herzen sich durch das äussere Organ zu ziehen, treiben dadurch das äussere, vom Magen herrührende Tröpfchen gleich einer Seifenblase auseinander und füllen dasselbe bis zur Grösse eines Hanfkörnchens, auch gleich einer Haselnuss oder gar eines Apfels, je nach der Grösse und Beschaffenheit des Vogels. Alsdann fangen die Säfte, unmittelbar aus dem Blute herrührend, an, in dieses weisse Knäuelchen zu dringen und bilden den sogenannten Dotter.

13. Während solcher Bildung entwickeln sich durch den Darmkanal ebenfalls gewisse ausserordentlich feine Organe, welche da diese neue Frucht gewisserart durchbohren. Und nun wohlgemerkt:

14. Die Henne, d.h. das Weibchen, hat zwei Ableitungskanäle, einen zur Ableitung des Kotes und einen zur Ableitung des zeitiggewordenen Eies. Jedoch vereinigt sich dieser zweite Kanal vor der Mündung des Kotkanals mit demselben durch eben die vorerwähnten, aus dem Darmkanal ausgehenden Organe. Diese bilden aneinandergereiht eine weite Röhre, welche sich beim Eierstocke in ebensoviele Arme teilt, als es da Trichterchen gibt.

15. Und durch diese Röhre wird bei dem Akte der Begattung ein ätherisch-geistiger Stoff mit grosser Schnelligkeit in das Zentrum des Dotters geführt. Dieser Stoff aber ist das, was Ich schon vorher von der Vereinigung des tierischen Lebens aus den Wassern wie auch von der Erde erwähnt habe.

16. Wenn nun dieses vor sich gegangen ist, so wächst dann das mittlere Organ aus dem Herzen zu einem ausserordentlich feinen Gewebe um diesen neuen Gast des Lebens, und zwar in der primitiven Gestalt eines ausserordentlich kleinen, ganz nackten Vogels, zieht sich dann von seinem Zentrum aus nach allen Richtungen des Eies und öffnet somit demselben die Wege der Nahrung.

17. Wenn nun dieses vor sich gegangen ist, so schwitzt das Organ aus dem Magen – und zwar aus den aufgelösten Steinchen – eine kalkartige Masse, welche alsobald durch die innere Wärme um das weiche Ei zu einer festen Schale erhärtet. – Nun ist da Ei vollendet und zeitig!

18. Dieses Zeitigwerden des Eies kann zwar auch ohne die Begattung vor sich gehen; allein da ist es dann nicht lebensfähig. – Wenn es aber nun lebensfähig ist, so wird die Frucht durch die vegetative Wärme der brütenden Vogelmutter vollkommen zeitig. Und nachdem sie zu ihrer Ausbildung allen Vorrat im Ei verzehrt hat, bricht sie die Schale durch und geht in die Aussenwelt als vollkommener Vogel, welcher zwar noch eine kurze Zeit von seinen Eltern gepflegt werden muss, dann aber auch schon mit allen Fähigkeiten seiner Eltern begabt ist. – Nun, das ist also die Bildung eines Vogels!

19. Da wir aber schon früher seinen Magen erwähnt haben, so wisset, dass der Magen eines Vogels aus ganz stumpfen, muskelartigen, dicken Blättern besteht.

20. Dieser Magen ist nicht zugleich Vorratskammer und Verdauungswerkstätte wie bei den (Land-)Tieren; denn fürs erstere dient der Kropf, oder wenigstens, wie bei den Raubvögeln, ein kleiner Vormagen; der eigentliche Magen hat nur das Geschäft der Verdauung, welches bei den sogenannten Kernfressern, wozu auch die Taube gehört, auf folgende Weise vor sich geht:

21. Der Magen hat immer einen kleinen Vorrat von Steinchen in sich. Er öffnet sich und nimmt aus dem Vormagen etwas weniges auf. Ist nun diese Speise zwischen seine Blätter gekommen, so fangen diese an, sich zu reiben, als wenn ihr euch die Hände reibet. Dadurch wird nun die Speise zermalmt mit Hilfe der im Magen befindlichen Steinchen, bei welcher Gelegenheit natürlich auch die Steinchen sich abnützen, indem immerwährend Teilchen von ihnen abgelöst werden. Durch diese Reibung wird aber zugleich auch eine elektrische Wärme entbunden oder erzeugt, durch welche diese abgelösten Steinpartikel chemisch zerlegt werden. Das Kalkartige wird verteilt an die euch schon bekannte Bestimmung; das Minneralische aber dient zur Nahrung, Erhaltung und Festigung dieser Magenblätter; und der grobe Niederschlag wird mit dem Kote weiterbefördert.

22. Nun fragt sich, wozu dem Vogel diese mineralische Kost? – Die erste Ursache ist schon angegeben. Die Mineralkost dient aber neben dem Verdauungs-Geschäfte, gleich einer sogenannten voltaischen Säule, auch zur Entbindung des feinsten Wasserstoffgases, welches da alsogleich nach Willkür aus dem häufig in sich aufgenommenen Wasser entwickelt werden kann, und zwar auf dem euch schon bekannten chemischen Wege.

23. Der Sauerstoff nämlich, oder das Herbe des Wassers verbindet sich mit dem gleichartigen Mineralischen aus den Steinen. Auch das eigentümliche schwere Fett des Gases wird abgesondert durch ein ausserordentlich feines, organisches Filtrum. Das reinste Gas aber strömt in zahllosen kleinen Organen in die Kiele der Federn, welche vorher durch Nebenorgane aus dem abgesonderten Fett, vermengt mit sonstigen aus dem Blute gehenden Säften, gebildet werden. Allda befindet sich nämlich in dem Kiele eine sogenannte „Seele“ oder „Federmutter“, die aus mehreren aneinandergereihten Bläschen geformt ist.

24. Will nun der Vogel fliegen, so füllt er in einem Augenblicke diese Bläschen wie auch seine übrigen Organe mit diesem Gase, wodurch er bedeutend leichter wird. Alsdann breitet er sogleich seine Flügel aus, erhebt sich mit grosser Leichtigkeit, gibt sich mit seinem Schweife die Richtung und lenkt seine Masse behende mit seinem Flügelpaare. Nur zu Beginn des Fliegens braucht er die Flügel, um sich zu erheben, aber während des Fliegens wird er leichter und leichter, wobei er dann seine Flügel nicht mehr zum Tragen, sondern nur zum Vorwärtsbewegen gebraucht.

25. Will ein Vogel sich nun wieder zur Erde niederlassen, dann lässt er nach Bedarf etwas Gas entströmen und füllt dafür den Kiel mit atmosphärischer Luft. – Das ist nun das Geheimnis, wie ein Vogel fliegt und wie dieses alles durch seine innere Einrichtung bewirkt wird.

26. Nun hätten wir aber noch seine Lunge und seine Leber übrig. – Auch die Lunge ist so beschaffen, dass ihre Elastizität fürs erste weit grösser ist als die aller andern Tiere. Denn da kann ein Vogel nach seiner Art verhältnismässig hundertmal soviel Luft in sich ziehen wie ein Mensch.

27. Mit der Luft geht da ein ähnlicher chemischer Prozess vor wie mit dem Wasser im Magen. Das Gas davon strömt in die hohlen Knochen. Der Sauerstoff vereinigt sich mit dem Blute zur Bildung der Nerven, Muskeln, Sehnen und Knochen. Der Stickstoff allein wird wieder ausgeatmet und kann nach Willkür zur Bildung der einem jeden Vogel eigentümlichen Stimme verwendet werden.

28. Die Leber aber ist beim Vogel von gleicher Beschaffenheit wie das Zellgewebe unter der Blase eines Fisches. Sie besteht aus einer grossen Menge pyramidenähnlicher Bläschen, welche nur mit sehr leichten und mehr lockergehaltenen, schleimartigen Fäserchen aneinander gefestigt sind. Diese pyramidalen Zellen oder Bläschen haben die Eigenschaft kleiner elektrischer Fläschchen, saugen das durch die Reibung der Magenblätter entwickelte elektro-magnetische Fluidum in sich und werden nun der Reihe nach gefüllt gleich einer elektrischen Batterie. Dieses elektro-magnetische Fluidum wird dann allezeit, so oft der Vogel fliegen will, verwendet zur Bildung des schon bekannten Gases.

29. Was jedoch vom sogenannten Kohlenstoffe bei einem solchen Prozesse entbunden wird, sammelt sich in einer eigenen kleinen Gallenblase und wird von dem Magen wieder aufgenommen, wenn irgendetwas schwer Verdauliches in den Magen des Vogels kommt, welches vorzüglich bei der Taube der Fall ist.

30. Nun, da wäre also auch der natürliche Vogel von seiner Entstehung bis zu seiner vollkommenen Wesenheit entwickelt. Und somit bliebe nur noch die Ursache der verschiedenen Färbung der Federn der Taube wie auch deren schnellen Fluges zu erwähnen übrig.

31. Die verschiedene Färbung des Gefieders liegt teils in der verschiedenartigen Kost, teils aber auch eben in Meinem Willen, um dadurch die grössere Sanftmut anzuzeigen und um euch einen Wink zu geben, welche Tiere euch zunächst eigentümlich und vertraut werden können.

32. Was den schnellen Flug betrifft, so rührt dieser von der grösseren elektro- magnetischen Quantität in einem Vogel her, welche sich sehr leicht aus seinem blitzwendigen Fluge entnehmen lässt.

33. Nun wisst ihr alles, was euch vorderhand in eurer natürlich-geistigen Sphäre zu wissen nötig ist. – Doch was die weiteren Verhältnisse betrifft, so sind diese noch zu sehr über eure noch stumpfe Begriffsfähigkeit erhaben, als dass ihr sie fassen könntet. Daher alles zu seiner Zeit! Zuerst der Same, dann der Keim, dann erst die Pflanze, hernach die Wurzel, der Stamm, die Blätter, die Blüte und endlich die reife Frucht eures Geistes, entwickelt durch die Lebenswärme Meiner Gnadensonne in euren Herzen. Amen.

34. Ich, der Meister in allen Dingen, voll Liebe und Weisheit! Amen, Amen.


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