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Himmelsgaben Band 1


Entstehungsgeschichte und Lebensbestimmung der Taube. – 16. August 1840 (Fortsetzung)


1. Obschon die Taube auf diese nun bekannte Weise dem Meere entstieg, so gehört sie aber doch in der Klasse der Vögel zu derjenigen Gattung, welche aus allen drei Reichen der Natur – fast gleich einem Menschen – Nahrung zu sich nehmen kann. Sie kann Körner, Gras, Würmer, Insekten und sogar kleine Steinchen verzehren, in welcher Hinsicht sie euren Haushühnern gleichkommt.

2. Die Taube selbst aber zerfällt in ihrem Geschlechte, wie auch jede andere Vogelart, in mehrere Gattungen. Und da gibt es eine sogenannte Holz- oder Wildtaube, eine Turteltaube, eine Lachtaube, eine Feldtaube, eine Haustaube, welch letztere sich noch unterscheidet in die sogenannte Kropftaube oder Goldtaube, Perltaube und so fort. Und so gibt es noch in anderen Ländern viele Gattungen von verschieden gearteten Tauben.

3. Jedoch die edelste von allen diesen Taubengattungen ist die Haustaube, auch „die gemeine Haustaube“ genannt, welche an ihrem ungleichartig gefärbten Gefieder leicht zu erkennen ist. Denn es soll euch überhaupt das bei der Tierwelt ein Hauptaugenmerk sein: Wo euch immer eine zahme Tiergattung von derselben Art vielfärbig vorkommt, da steht sie auch schon eurem Wesen am nächsten; weil die Farbe da schon eine Charakteristik der inneren vielfältigen Beschaffenheit ausdrückt – aus welchem Grunde daher auch die weisse Farbe aller andern Färbung vorzuziehen ist, da sie bei der Tierwelt einer soviel wie makellosen inneren Gemütsart entspricht. – Da ist nun also eine Charakteristik, nach welcher ihr die Entwicklungsstufe einer Tiergattung vermöge des Vorhergehenden wohl berechnen könnet!

4. Auf diese Art ist nun die gemeine Haustaube, wie schon gesagt, die edelste Gattung der Vögel und ist der Lebensinbegriff aller ihrer Vorgattungen wie auch fast zahlloser Arten anderer, sanfterer Luftbewohner. Und so ist sie auch ein Aufnahmegefäss des besseren Lebens aus dem Pflanzenreiche wie auch sogar mitunter aus dem Mineralreiche.

5. Seht, wenn nun eine Taube stirbt, so vereinigt sich mit ihrem Lebensprinzip das Leben von allen möglichen Gattungen, sowohl von Vögeln und Landtieren wie auch der Pflanzen und Steine, und tritt als so vereintes geistiges Leben in den Menschen.

6. Jedoch müsst ihr nicht glauben, dass einzig und allein von der Taube ein solcher Übertritt geschehe, sondern da gibt es noch tausend Gattungen sowohl der Luftbewohner als auch der Vierfüssler auf der Erde, durch welche solche Übertritte geschehen. Und möge euch das noch so sonderbar und wunderbar klingen, so ist es demungeachtet dennoch gerade also. Denn da kennt niemand Meine Wege, auch nicht ein Engel des Himmels, als nur Ich allein und der Frommgläubige, dem Ich es mitteilen will.

7. Wer da glaubt, dem werden gar viele Wunder erschlossen werden. – Jedoch dem Ungläubigen ist weder zu raten noch zu helfen. Umsonst schaut er mit seinen blinden Augen in Meine grosse Werkstätte des Lebens. Ich sage euch: Er wird nichts finden als Exkremente des Todes. Denn das Leben ist geistig. Und da hilft kein Mikroskop, um dasselbe in seiner Wirkungssphäre zu belauschen; sondern nur das Auge des Geistes, welches der Glaube ist, kann da schauen in die Tiefen der Wunder des Lebens.

8. Und glaubet, soviel euch auch von Mir gezeigt und schon gesagt wurde, so ist das aber doch noch nicht der trillionste Teil selbst auch nur des Lebens einer Milbe! – Daher denket euch, dass euer Vater noch gar vieles im Hintergrunde versteckt hat, was euch alles nach und nach vollendeter und vollkommener gegeben wird, je mehr ihr euch durch die wahre Demut, welche in dem willigsten Gehorsame besteht, einfältiger und dadurch auch befähigter gemacht habt.

9. Seht, die Taube ist ein einfältiges Tier. Aber eben in dieser Einfalt kann sie auch mit ihrem Flügelpaare über alles irdische in die lichtvolle Luft sich erheben und da im raschen Fluge ihr Gesicht nach allen Richtungen wenden und sich tragen durch die Ströme des Lichtes, um allda aus dem ewigen Lebensborne stets frische Kost des Lebens in sich zu saugen.

10. Ebenso auch ihr! So ihr geworden seid gleich einer Taube in eurer Sanftmut und biederen Einfalt, dann wird euer Geist, gleich diesem sinnlichen Sinnbilde, in dem Reiche des Lebens aus Mir raschen Fluges Höhen erreichen, von denen keinem Sterblichen auf dieser Erde auch die leiseste Ahnung gekommen ist.

11. Und so oft ihr eine Taube ansehet, erinnert euch in eurem Herzen dieses kleinen Evangeliums! Und denket, da ihr solches begreifet, dass euch das grosse Reich Meiner Gnade nahegekommen und dass die Zeit herangereift ist, da der Feigenbaum saftig und voller Triebe geworden ist.

12. Nächstens sollet ihr noch die spezielle Beschaffenheit eines Vogels zur Anschauung bekommen und sehen, wie er fliegt und wie seine Nahrung in ihm verwendet wird!

13. In dieser Erkenntnis werdet ihr Ausserordentliches zu sehen und in euch wohl zu erkennen bekommen. Allein wenn Ich euch auch solches werde bis ins einzelne erörtert und zergliedert haben – so denket dabei, dass Ich euch nicht naturmässig fliegen lehren will, sondern – geistig! – Amen.

14. Ich, die Ewige Liebe und Weisheit! – Amen.


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