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Hauptseite Himmelsgaben Band 1 HIM1-35 Eintrag

Himmelsgaben Band 1


Die Perlenmuschel – und die Urstufen der Tierwelt. Der Weg zur Wiedergeburt. – 15. August 1840, von 9 Uhr vormittags bis 1/2 1 Uhr nachmittags


--. Schreibende: K. G. L. – S. – Andr. und Ans. H. – Das Thema „Perlen-Muschel“ wurde erst heute, als wir an den Schreibtisch gingen, gewählt. Unser Herr sprach durch den Mund Seines Knechtes J. L.:

1. Bevor Ich euch etwas über diesen Gegenstand (Perlenmuschel) sagen werde, ist es für euer Verständnis notwendig, einen kleinen Rückblick zu machen; da eine vorgerückte Stufe nicht begriffen werden kann, bevor das Vorhergehende zu einer gewissen Klarheit in eurem Gemüte geworden ist.

2. Nun sehet, unter allen Gelehrten und sogenannten Naturforschern weiss niemand, und schwerlich wird jemand aus sich wissen, wo in der Schöpfung die eine (Wesen-)Klasse aufhört und in die andere übergeht, noch wo die erste den Anfang nimmt. So weiss niemand, wo das Mineralische den Anfang nimmt und wo es aufhört, ebensowenig weiss jemand den Beginn der Pflanzenwelt und den Schluss derselben. Und am allerwenigsten weiss jemand, wo die animalische Welt beginnt und wo sie ihr Ende nimmt. Denn dem Forscher erscheint alles ineinandergeschmolzen, während bei Mir die scharfbegrenztesten Unterschiede stattfinden. Ja, Ich sage euch, es gibt in der ganzen Schöpfung auch nicht zwei Dinge, die davon eine Ausnahme machen.

3. Dem matten Auge eines solchen Naturforschers erscheint freilich, dass Nacht und Tag sich in einem unmerklich übergehenden Zusammenfliessen vereinen. Aber seht, diese Bemerkung eines solchen Naturforschers liegt bloss in der ausserordentlichen Schwäche seiner inneren Sehe begründet.

4. Damit ihr dieses jedoch notwendigerweise leichter fassen und begreifen möget, so will Ich euch ein paar sehr handgreifliche Unterschiede geben.

5. Sehet, dem Naturblinden schmelzen Tag und Nacht innig zusammen, er wird zwischen der Nacht und dem schwachen Schimmer des Tages einen kaum merkbaren Unterschied finden. Aber so ihr ein fernes Gebirge betrachtet, besonders wenn die Luft noch ziemlich trübe ist, so werdet ihr an dem Gebirge nichts als eine flache Wand erblicken, während dieses Gebirge doch nichts weniger als eine flache Wand ist, wovon ihr euch schon öfter werdet überzeugt haben. Dasselbe ist der Fall, so ihr eine vollkommen ebene Fläche, z.B. eines wohlgeschliffenen Diamanten, betrachtet. Würdet ihr diese Fläche mit einem Mikroskope betrachten, welches die Linien zehnmillionenmal vergrössern würde, so würdet ihr auf einer solchen ebenen Fläche ganze Klüfte und Abgründe entdecken – woraus euch schon in naturmässiger Hinsicht sehr leicht begreiflich werden würde, wie sehr sich die halb und oft ganz blinden Naturforscher an der Natur irren, wenn sie meinen, dass die Dinge in ihren Klassen, Formen und Charakteren ineinanderfliessen.

6. Dieses war notwendig vorauszuschicken, denn sonst könntet ihr das Folgende unmöglich begreifen. Es ist besser, von einem Dinge und dessen Verhältnissen gar keine Vorstellung zu haben, als eine falsche. Denn wer da steht auf einer morschen Stufe, der wird seinen Fuss nicht eher zur zweiten heben als die erste samt ihm in den Abgrund sinken wird.

7. Nun, so merket, wo die Tierwelt anfängt! – Ihr werdet meinen, das Wasser sei die Mutter der Tiere. Allein es ist dem nicht so. Denn wo ihr mit dem Mikroskope in einem Tropfen des Wassers animalische Lebensformen entdeckt, da steht das Reich der Tiere schon auf der tausendsten Stufe der Fortbildung.

8. Die erste Klasse der Tierwelt sind die unendlich kleinen Bewohner des Äthers. Sie sind in demselben ungefähr das, was ihr in eurer Sprache „Atome“ nennet und sind so ausserordentlich klein (wohlgemerkt nur eurem Auge), dass auf einem Punkte, den ihr nur unter einer starken Vergrösserung als solchen entdecken könnt, schon mehrere Trillionen überflüssigen Platz fänden.

9. Wenn ihr solche Tierchen mit euren Augen entdecken wolltet, so müsstet ihr einen solchen Punkt trillionenmal vergrössern können, was euch im irdischen Leben wohl nie gelingen wird, allda nie ein sterbliches Auge die Dinge in ihrer Wahrheit wird schauen können, sondern nur das Auge des Geistes.

10. Nun werdet ihr fragen, woher diese Tiere kommen und wie sie entstehen? – Da sage Ich euch: Diese Tiere entsehen aus dem Zusammenflusse der Sonnenlichtstrahlen, welche sich allenthalben in dem unermesslichen Schöpfungsraume begegnen. Und daher wird es euch auch verständlich klar werden, wozu das viele Licht, welches der Sonne in die weiten, leer scheinenden Räume entströmt, von Mir, gewiss nicht unweise, verwendet wird.

11. Die Gestalt dieser Tiere ist die einer Kugel, deren Oberfläche äusserst glatt ist. Ihre Nahrung ist die Essenz des Lichtes. Und ihre Lebensdauer ist der trillionste Teil einer Sekunde, worauf sie – nach ihrem Ableben zu Trillionen sich einend – eine zweite Klasse von Wesen zu bilden anfangen, die sich zwar hinsichtlich der Grösse von ihren Vorgängern um nicht gar vieles unterscheiden; nur wird ihr Leben um soviel konzentrierter, so zwar, dass sie schon ein Bedürfnis nach Nahrung empfinden; daher sie auch schon mit einem Organe versehen und unter dem Ausdrucke „Monaden“ zu verstehen sind.

12. Diese Tiergattung hat ihren Lebensraum schon in der Planetensphäre, d.h. in dem Bereiche, allda Planeten um die Sonne kreisen. Ihre Lebensdauer ist der tausendbillionste Teil einer Sekunde. Sehet, wie gross auch der Unterschied zwischen der Lebensdauer eines Atomes und einer Monade ist, so ist er aber für euch – eurem natürlichen Wahrnehmen nach – doch ein ganz unmerkbarer, da ihr mit euren Sinnen den trillionsten und tausendbillionsten Teil wohl niemals unterscheiden möchtet. Und doch wird euch die Rechnung einen ungeheuren Unterschied zeigen. – Nun auf gleiche Weise wird fast unter gleicher Gestalt eine Klasse nach der andern mit einem stets potenzierteren Leben gebildet, bis endlich das Leben solcher Wesen zu einer solchen Potenz gediehen ist, dass es anfängt, sich an der obersten Luftregion als ein lichtvoller, bläulicher Dunst anzusiedeln.

13. Die Lebensdauer dieser Wesen ist dann schon nach und nach bis zum tausendmillionsten Teile einer Sekunde angewachsen. Da geschieht es dann öfter, dass sich durch einen innern Trieb viele Trillionen und Trillionen solcher Blaulicht-Tierchen ergreifen und zur Fortbildung einer höheren Klasse begatten.

14. Ein solcher Prozess wird dann euren Augen unter der Gestalt einer sogenannten Sternschnuppe sichtbar. Das Leben vieler solcher Tierchen tritt dabei aus ihren leichten Larven und vereinigt sich dann wieder zu einem Leben. Die Larven aber fallen dann vermöge ihrer Lebenskraft- Kompression als scheinbare, oft als weichere, oft aber auch schon als steinfeste, sogenannte „Meteoroliten“ zur Erde und vermehren die Erde mit ihrer toten Wesenheit.

15. Die nun freigewordenen Tierchen-(Seelen) sammeln sich dann gerade auf der spiegelglatten Oberfläche der atmosphärischen Luft in grossen Massen und werden euch sichtbar als sogenannte „Lämmerwolken“. Bei diesen Tierchen, die noch immer unendlich klein sind für euer Auge, findet schon eine Reproduktion ihresgleichen statt, welche jedoch nicht permanent, sondern intermittierend ist. Denn wenn sie sich bis zu einer gewissen Masse und grossen Anzahl vermehrt haben, dann werden sie vermöge der entlebten, freigewordenen Lebenshülschen schwerer und schwerer und sinken dann unter die Oberfläche des Luftmeeres. Dadurch geschieht wieder eine gewisse Vermählung erwähnter Tierchen-Massen mit dem in der Luft konzentrierten wärmehaltigen Lichte, welches unter dem sogenannten „elektrischen Stoffe“ verstanden wird.

16. Dadurch wird nun sogleich eine schon vollkommenere, sehr lebhafte Klasse gebildet, und diese füllt dann die Luft in dichter Wolkengestalt.

17. Wenn dann – was freilich nur periodisch geschieht, je nach dem mehr oder minder starken Ausströmen des Lichtes aus der Sonne (was von den verschiedenen, euch noch unbekannten, grossen Prozessen auf dem Sonnenkörper herrührt) – nach euren Begriffen diese Wolken vermöge ihrer schon wieder potenzierten Reproduktionskraft zu einer grossen Masse herangewachsen sind, allda geschieht dann wieder ein Klassenwechsel. Das Leben entbindet sich aus den noch immer kugelförmigen Larven, welche jetzt schon so gross sind, dass sie unter einem starken Mikroskope bereits wahrgenommen werden können, und fährt dann urplötzlich mit grosser Schnelligkeit und grossem Getöse als sichtbarer Blitz zur Erde, oft auch wieder in die feuchten Teile der Luft – und teilt sich sogestalt in grosser Schnelle teils der Materie, teils der Vegetation der Pflanzenwelt, hauptsächlich aber einer in seiner Lebenssphäre ihm zunächstliegenden Tierklasse mit.

18. In die entleerten Larven aber zieht sich alsogleich beim Austritte des Lebens aus denselben die Feuchtigkeit der Luft, welche Feuchtigkeit eigentlich eine wohlgesegnete Substanz Meiner Barmliebe ist, und fällt dann nach Vereinigung vieler solcher segenerfüllter Larven als Regen zur Erde.

19. Nun erst fängt ein irdisches Tierleben an, und zwar in den Zwischenräumen solcher wassergefüllter Hülschen, und saugt die Nahrung aus Meiner Barmliebe.

20. Wenn dann nun die erlösten und freigewordenen Geister aus dem unteren Pflanzenreiche solches gewahr werden, alsdann treten sie nach Meiner Ordnug alsobald aus ihren Hüllen, vereinigen sich mit diesem gleichsam elektrischen Tierleben zu Millionen in eines und bilden die euch schon etwas bekannten sogenannten Infusionstierchen; wovon ihr euch überzeugen könnet, so ihr was immer für eine Pflanze nehmet, dieselbe ins Wasser leget und einige Zeit stehen lasset. Wenn ihr dann einen grossen Tropfen unter ein gutes Mikroskop bringet, so werdet ihr da sobald schon in einem nur sandkorngrossen Punkte gar viele frei lebende und sich bewegende, geformte Wesen entdecken. Das ist nun die erste Tiergattung, die in der sichtbaren Materie dem aufmerksamen Beobachter zum Vorscheine kommt.

21. Jedoch werdet ihr nach Verlauf einer längeren Zeit in einem solchen Tropfen nicht nur eine, sondern wohl tausenderlei Tiergattungen entdecken, die sich in ihrer Form und Benehmungsweise wesentlich unterscheiden. Und ihr müsst ja nicht meinen, dass diese Tiere zugleich entstehen, sondern da geht immer eine Klasse durch die Vereinigung aus einer andern hervor.

22. Wenn ihr sehr gute Instrumente besitzen würdet, welche bis jetzt freilich noch nirgends in erwünschter Vollkommenheit vorhanden sind, so würdet ihr in der Beschaffenheit einer höheren Klasse noch deutlich zahllose Formen einer unteren Klasse entdecken. Denn da geht eine zweifache Zeugungsweise vor sich, nämlich die von Seinesgleichen und die einer höheren Klasse, welches auf folgende Weise geschieht:

23. Eine höherstehende Tierklasse nämlich verschlingt sehr gefrässig eine Unzahl Lebewesen aus der unteren Klasse. Dadurch wird nun aus dem materiellen Substrate und der individuellen Beschaffenheit der höheren Klasse Seinesgleichen reproduziert. – Jedoch was die vielen dadurch freigewordenen geistigen Potenzen in einer solchen höheren Klasse betrifft, so bilden diese – sich wieder einend – immerwährend eine noch höhere Klasse, welcher Akt dem materiellen Auge freilich niemals sichtbar werden kann, da er ein geistiger ist.

24. Und so geht es von Stufe zu Stufe höher, bis wieder ein Kreis von tausend Gattungen durchgegangen ist. Allda geschieht dann wieder ein sichtbarer, grossartiger Prozess, welcher sich durch Stürme oder sonstige grosse Bewegungen im Wasser kundgibt, allwann solche Geister schon mächtig werden und ihre Gegenwart in den Winden fühlen lassen. – Da geschieht dann eine Teilung. Einige vereinigen sich zu allerlei Gewürm der Erde, andere aber zu dem Gewürm des Wassers. Und diese Weiterzeugung geschieht dann durch Bewegung von sichtbaren grösseren Hülsen, welche ihr schon „Eierchen“ nennt, woraus dann wieder ein und dieselbe Gattung sich reproduziert zur Aufnahme einer vielfältigeren unteren Klasse.

25. Zunächst solchen Würmern kommen dann schon die kleineren Gattungen der Schaltiere, und zwar zuerst die der Schnecken. Zunächst dieser auch zugleich die der Muscheltiere, welche beide Gattungen fast zu gleicher Zeit entstehen – nur mit dem Unterschiede, dass der bessere, gewisserart männliche Teil zu Schnecken und der schlechtere, gewisserart weibliche Teil zu Muscheln wird.

26. In dieser Schnecken- und Muschelgattung geschieht dann wieder bis zur Schildkröte eine ebenfalls tausendfache Progression. Jedoch weiter wollen wir für diesmal die Ordnung nicht verfolgen, sondern wollen nun bei der sogenannten Perlenmuschel verbleiben.

27. Die Perlenmuschel steht in der Fortbildung in der neunhundertneunzigsten Stufe und ist aus einer Vereinigung der euch bekannten Perlmuttermuschel mit der euch ebenfalls bekannten Perlmutterschnecke hervorgegangen. Allda vereinigt sich nämlich ein zweifaches Leben, ein weibliches und ein männliches.

28. Das weibliche Leben verschliesst sich in eine äusserlich rauhe, innerlich jedoch sehr schön metallisch schimmernde Doppelhülle und vegetiert in derselben ganz wohl. Es nährt sich von den substratreichen Würmerlarven, aus denen es das Substrat in sich saugt. Die ganz ausgesaugte Larve aber verwendet es zum Weiterbau seines Gehäuses, welches also geschieht:

29. Wenn das Muscheltier durch seine vielen Saugrüsselchen seine Kost genommen hat, so behält es das Substanzielle als seine Nahrung in sich und schwitzt die leeren, erweichten Hülsen durch eben diese Rüssel wieder an seine Schale, allwo sie sich ankleben und durch den Beitritt des salzigen Wassers festen, da sie dadurch herbe, zusammenziehend und kompakt werden.

30. Wenn nun eine Perlenschnecke gewahr wird einer solchen weiblichen Muschel, dann kriecht sie sogleich hin zur selben, setzt sich an die runzlichte Schale und bohrt an dem fühlbaren feineren Teile der Muschel Öffnungen oder Löcher. Wenn nun die Muschel solches liebegeartetes Treiben der Schnecke gewahr wird, alsdann fängt sie an, ihre unverdaulichen Nahrungsteile, nämlich die Larven, deren erwähnt wurde, an den Stellen, wo die Schnecke durchgearbeitet hat, abzusetzen, um die Öffnungen gleichsam zu verstopfen. Die Schnecke aber hindert ihrerseits das Gelingen soviel als ihr nur immer möglich. Denn sie schwitzt dann bei solchen Öffnungen ebenfalls ihren Unrat hinein, wodurch sich natürlicherweise eine Art Kugel innerhalb einer solchen Öffnung gestaltet, welche dann sowohl aus den Exkrementen der Perlenmuschel als auch aus denen der Schnecke sich formt und an welcher – besonders wenn sie grösser geworden ist – noch allerlei Kampfeindrücke wohl bemerkbar sind.

31. Auf solche Art geht dieser Kampf oft viele Jahre vor sich. Und wenn dann eine bestimmte Lebenszeit verflossen ist, alsdann verlässt die Schnecke ihre Stelle und macht sich an den sogenannten Mund der Muschel, allwo sie mit einem ihr eigentümlichen Stachel das Fleisch der Muschel durchsticht. Dadurch öffnet sie dem Leben der Muschel die Türe, worauf sie ihr eigenes Haus verlässt, sich selbst mit diesem Leben vereinigt und dann in einer höheren Schneckengattung, als die sogenannte Nautilus-Schnecke, auftritt, allwo sie voll Freude ist, ein schönes Haus baut, selbes sogar äusserlich und innerlich mit schönen Zierraten bemalt und zum Zeichen des Sieges – besonders bei Stürmen, gleichsam ihr erhöhtes Leben zeigen wollend – eine förmliche Fahne emporschiessen lässt.

32. Nun sehet, das ist die ganze naturgemässe Bildungsgeschichte der Perlenmuschel und kann euch als ein sinnreiches Bild dienen, wie durch Beharrlichkeit und Ausdauer im Guten ein schöneres und erhabeneres Leben durch die Vereinigung des Guten und Wahren aus Mir hervorgeht und stark und mutig selbst die Stürme der Zeiten zu seiner Freude verwendet. Denn dem Sieger ist das Zeichen der Macht eine Krone und gibt ihm eine friedliche Seligkeit im Anblicke seines Beharrens. Nur dem Besiegten ist der Anblick der Siegestrophäen eine Qual.

33. Daher sollet auch ihr mit dem Stachel eurer Demut in euer Inneres graben, um dadurch eurem Geiste die Türe des Lebens in euch zu öffnen. Und wie die kostbaren Perlen als Zeichen edlen Strebens in der toten Muschel zurückbleiben, so werden eure Taten, wenn sie aus Meiner Liebe und Wahrheit hervorgegangen sind, der Nachwelt dauernd zurückbleiben. Und da wird keine so klein sein, dass sie nicht gleich einer auch noch so kleinen Zahlperle an die grosse Zierschnur des menschlichen Lebens frucht- und heilbringend gereiht werden möchte.

34. Sehet, das ist nun wieder ein kleines Evangelium, welches euch eine Perlenmuschel predigt. Und so, wie in ihr, liegt in jedem naturmässigen Dinge eine grosse Spur, entsprechend Meiner ewigen Liebe und Weisheit, verborgen.

35. Daher seid fleissig, dieweil es Tag unter euch geworden ist, und sammelt euch des Öles viel von Meinem lebendigen Ölbaume – damit, wenn nach dem Tage wieder eine Nacht kommen sollte, ihr euch eine Lampe anzünden möget zur Zeit der Nacht und erwarten Mich, den Bräutigam eures Lebens. Denn wenn Ich zu jemand komme, so komme Ich nie am Tage, sondern allezeit zur Nacht, kehre aber nur in ein Haus ein, allwo Ich ein sanftes Licht Meiner Liebe brennen sehe.

36. Denn die Liebe ist das wahre Öl des Lebens. Wenn ihr dieses Öl in die Lampe eures Herzens giesset, so werde Ich es anzünden mit Meiner Gnade. Und wenn nun dadurch die Nacht eurer Seele erleuchtet ist, dann erst werde Ich kommen als wahrer Bräutigam des Lebens und Wohnung nehmen in euren Herzen.

37. Daher seid emsig und fleissig! – Amen! – Ich, die Ewige Liebe und Weisheit, sage es euch! – Amen.


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