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Himmelsgaben Band 1


Das vornehmste Gebot. – 2. Juni 1840, nachmittags


--. Auf eine Anfrage über Markus 12,30: „Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und mit allen Deinen Kräften! – Das ist das vornehmste Gebot.“

1. O ihr, Meine lieben Kinder! So kleine Dinge begreifet ihr nicht, die doch euer tägliches Brot sind und sein sollen?! Sagt, wie werdet ihr denn dann Grösseres verstehen, etwa ein Evangelium der Kräuter, der Pflanzen, der Sträucher, der Bäume und all des Grases, so auch der Steine, der Erde, des Wassers, der Luft, des Feuers und all der Gestirne, wie auch all der Tiere, welches alles zeuget von Mir!? Und wie viel weniger werdet ihr hernach erst fassen Unbegreifliches, Geistiges und Himmlisches!? Wie wollet ihr einst speisen an der grossen Tafel Abrahams, so alle eure Zähne (Weisheit aus dem Glauben des Wortes) hohl geworden sind von den Weltsüssigkeiten und somit unfähig, euer tägliches Brot zu verkauen, um welches ihr doch täglich in Meinem Gebete bittet (leider die grosse Menge ums Brot der Würmer!)!?

2. Sehet, die Ursache ist: Da ihr mehr liebet die Weisheit denn die Liebe und habt deshalb wenig Liebe und darum auch ebensowenig wahren Verstand als gerechte Mitgabe der Liebe.

3. Liebt ihr Mich aber zunächst wie die Kinder ihre Eltern vor der Zungenlöse, oder wie eine rechte Braut ihren Bräutigam vor der eigentlichen näheren Bekanntschaft – dann würden Ströme des Lichtes aus euren Lenden fliessen!

4. Daher müsset ihr umgekehrt werden und zuerst lieben! Dann wird euer Glaube lebendig werden. Sonst aber wird euer Kopf angestopft mit allerlei, gleich dem Magen eines Ochsen, und euer Herz aber wird leer bleiben wie ein Windbeutel. – An euren Kindern aber sollt ihr euren Irrtum gutmachen – und dann werden wie sie.

5. Das ist aber das Verständnis jenes „täglichen Hausbrotes“:

6. „Aus ganzem Herzen“; hier ist unter „Herz“ zu verstehen der Geist des Lebens, der als treues Ebenbild Meiner Liebe in der Prüfungsperiode in euch und eigentlich die pure Liebe ist. – Dann „aus ganzer Seele“; hier ist unter „Seele“ zu verstehen ein ätherischer Leib des Geistes, der ganz durchdrungen werden soll von der Urliebe in ihr, damit sie dadurch lebendig werde in allen ihren Teilen. – „Von ganzem Gemüte“; hier sind unter „Gemüte“ zu verstehen eure naturmässigen Wisstümlichkeiten, die da alle sollen gefangen werden von Meiner Liebe in euch, damit die Seele, als Leib des Geistes, Festigkeit bekomme mit Haut und Haaren und bekomme Füsse zum Stehen und Gehen und Hände zum Greifen und Handeln und Augen zum Sehen und Ohren zum Hören und Nase zum Riechen und einen Mund, versehen mit all dessen Bestandteilen und tauglich, zu nehmen höhere und bessere Speisen und selber zu reden Worte des Lebens aus Mir – welches alles hernach sind „all die Kräfte“, die da auch sein sollen voll Liebe!

7. Sehet, das ist das kurze und sehr leichte Verständnis des kleinen Textes aus den Worten Meines lieben Markus und aller Gleiches Sagenden. Aber wohlgemerkt, nicht für euren Verstand, sondern für euer Herz habe Ich es euch gegeben, damit ihr Mich Meiner Bereitwilligkeit wegen doch endlich einmal sollet zu lieben anfangen, so auch alle übrigen Dinge von Mir nicht vermögen würden, euch zur Liebe zu Mir zu stimmen.

8. Daher fasset es wohl in euer noch leeres Herz, damit es täglich gesättigt werde mit dem Hausbrote der Himmel. – Das wünsche vor allem Ich, euer heiliger und überguter Gott, als Vater im Sohne Jesus-Jehova. – Amen, Amen, Amen.


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