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Himmelsgaben Band 1


Antwort aus der Höhe. – 27. Juni 1841, Sonntag, vormittags


1. Sei ruhig und mache dich nicht selbst untätig dadurch, dass die Menschen nicht so weise und mächtig werden können, wie Ich Selbst es bin und ewig sein werde!

2. Denn siehe, wo ist der, der da möchte mit Mir einen Weisheitskampf beginnen, und das noch dazu mit dem Weltverstande!? – Wahrlich Ich sage dir, der täte gleichwohl viel klüger, so er hinge eine Angel an eine Fischerschnur und hielte dieselbe auf einer langen Stange hoch in die Luft empor, um damit Sterne vom Himmel gleich Fischen zu fangen, als dass er ausspannte das morsche Netz seines Verstandes, um in selbes Meine ewige Weisheit zu fangen und sie dann zu zerlegen nach seinem Belieben!

3. So aber Meine Gabe allzeit eine doppelte ist, nämlich aus der Liebe und aus der Weisheit – ist denn da nicht für jeden klar zu ersehen, dass nur das der Liebe Entstammende für die Kinder wahrhaft ein „Brot“ zum ewigen Leben ist!? – Der „Wein“ der Weisheit wird nur gegeben zur Dämpfung des Weltverstandes, damit der Mensch daraus erschaue, dass all sein törichtes Wissen an diesem „Ecksteine“ scheitert, der da ist ein wahrer saurer „Weinstein“, ein Stein jeglichen Anstosses!

4. Wenn Jesus zu euch redet im Herzen und prediget euch Seine Erbarmung, so möget ihr es verstehen, auf dass ihr zum Leben gelangen möget. So euch der Vater ziehet, auch da möget ihr erkennen Seine Stimme. Wenn aber der Geist Gottes über euch kommt und lehret euch Weisheit, da glaubet ihr, so euer Verstand die unerreichbare Höhe und Tiefe nicht zu fassen vermag, der Geist Gottes sei entweder mit sich selbst im Widerspruche, oder das Werkzeug, durch welches der Geist geredet hat, sei schlecht und gebe das Wort anders, als es dasselbe vernommen habe. – Merket ihr aber dabei denn nicht, dass ihr dadurch widerstrebet dem Geiste!?

5. Was ist denn wohl ärger, zu hadern mit dem Geiste der ewigen Weisheit, oder zu behaupten durch ein Wort des Verstandes, der Geist habe sich ein untüchtiges Werkzeug gewählt, oder gar zu meinen, der vermittelnde Mensch ziehe sich alles eigenmächtig aus seinen Fingern, was ebensoviel ist wie die Behauptung, dass sich die Welt und auch alles, was auf ihr ist, selbst erschaffen habe.

6. Es sagt der ungläubige Mensch: „Wenn die Sache nicht eine mathematische Gewissheit hat, wer kann sie dann als vollkommen wahr annehmen? Zweimal zwei ist vier – das ist eine ausgemachte Wahrheit und ist daher jedermann einleuchtend!“

7. Ich sage aber: Siehe zu, du Einmaleinsweiser, dass deine gar so sichere Weisheit nicht zu grossen Schanden wird! Denn wenn Du von der Rechenkunde nichts weiter verstehst, als nur dass zweimal zwei vier ist – fürwahr, da hast Du Weisheit genug, um ein Öchsler zu werden! – Wie kann jemand Mir mit solcher Ziffernweisheit kommen, um Mich dadurch der Wahr- und Weisheit wegen herauszufordern, da er doch noch nie eingesehen hat und auch nie einsehen wird, dass zweimal zwei auch ebensogut fünf, sechs, sieben, acht, neun oder so weiter ins Unendliche jedes beliebige Produkt geben kann.

8. O der Eitelkeit des blinden Menschen! Was alles die Menschen doch wissen und wie scharf bezeichnend ihre Urteile sind! – Den Himmel bemessen sie mit dem Zirkel, stechen meine Sonnen gleich Erbsen vom Himmel herab und schauen sie dann mit dem scharfen Mikroskope ihres Weltverstandes also durch und durch an, dass ihnen nach ihrer Meinung beinahe kein Atom entgeht! Die Grösse, Entfernung, Bewegung und den Zweck der Gestirne zu bestimmen, ist ihnen nur ein reiner Spass! Und das alles darum, weil sie wissen, dass zweimal zwei gleich vier ist. – Ja, das heisst doch, es in der Weisheit weit gebracht zu haben!

9. Zwei Dinge gehen ihnen jedoch zur vollen, Mich beinahe übertreffenden Weisheit noch ab – und zwar: die „Quadratur des Kreises“ und das sogenannte „Perpetuum mobile“. Haben sie das, so wird es mit Mir aus sein! Wenn Ich einer Furcht fähig wäre, so könnte Ich Mich beinahe ein wenig zu fürchten anfangen, die Menschen möchten dann etwa wieder einen ganz fein ausgedachten „babylonischen Turm“ zu bauen beginnen, welcher gefährliche Bau jetzt nicht einmal mehr durch eine Zungenverwirrung aufzuhalten wäre, da es nun Dolmetscher in allen Sprachen gibt! Oder sie könnten wohl auch gar mit der scharf zunehmenden Weisheit Eisenbahnen, wo nicht gar Luftdampfschiffe nach allen Sternen errichten und dann etwa gar einen Sirius oder noch eine andere, grössere und wahrscheinlich auch goldreichere Zentralsonne, gleich dem Lande China, blockieren und scharf beschiessen – etwa gar aus zweitausend Achtundvierzigpfündern!

10. Siehe, was alles Ich zu befürchten habe! Und womit werde Ich Mich da verteidigen, da Ich im Himmel wirklich keine Kanonen, Bomben, Granaten, Haubitzen und Kartätschen habe!? Die Chinesen werden unterjocht und haben doch Schanzen und Batterien – wie werden sich da die batterielosen Sterne erwehren!?

11. Siehe, welche Gefahren – und das alles, weil zweimal zwei gleich vier ist! Wäre Ich gleich dir, so möchte auch Ich vielleicht ausrufen und sagen: „Gott sei Dank, dass die Menschen die „Quadratur des Kreises“ und das „Perpetuum mobile“ noch nicht entdeckt haben und auch nie entdecken werden! Denn im Falle dieser Entdeckungen wäre das Unglück fertig!

12. Es gibt aber schon jetzt Menschen in Nordamerika und auch in England, die Mich darum leugnen und Mir Mein Dasein streitig machen, weil Ich bei der Erschaffung der Erde die Anlegung der überaus zweckmässigen Eisenbahnen ganz und gar vergessen habe. Wie hätte denn einem höchstweisen Gotte so etwas nicht einfallen sollen?! Wenn der Mensch schon aus lauter Industrie zusammengesetzt zu sein scheint, wie sollte es Gott nicht sein, so Er wäre und das All erschaffen hätte!? Da aber in der Natur nirgends Eisenbahnen und vielleicht auch keine Dampfschiffe anzutreffen sind, so kann es auch keinen Gott geben, der doch gewiss auch alles erschaffen hätte, wenn Er irgend einer wäre! – Siehe, welche Weisheit sogar in den Eisenbahnen!

13. Ich sage dir aber: Sei mit Mir ohne Furcht! – Habe Ich auch keine Geschütze und keine Dampf- und Linienschiffe, so habe Ich aber doch eine sehr starke Lunge und eine Zunge am rechten Flecke! Und Mein Odem ist stärker als alle Kanonen! Und durch Meine Zunge soll jede menschliche Weisheit zu Tode geredet werden!

14. Bringe du daher nur stets fleissig aufs Papier, was du vernimmst! Denn darum gebe Ich es dir, damit Ich der Welt dadurch einen neuen Eck- und Grenzstein setze, über den viele fallen werden, die nicht auf den darin bezeichneten Wegen der Demut, der gänzlichen Selbstverleugnung, der Geduld, Sanftmut und aller Liebe wandeln werden!

15. Wer aber zu Mir hat gerufen und dem Ich gebe eine rechte Gabe, der soll das Gebotene allzeit dankbar und genau befolgend annehmen! – Tut er solches aber nicht, was geht das fürder Mich und dich an!?

16. Lassen wir daher auf dem Acker, was da gesäet ist, bis zur Reife wachsen! Meine Schnitter wissen es schon gar lange, was dann zu geschehen hat! – Wohl dem, der sich nicht an Mir ärgert!

17. Den Weltweisen aber soll dereinst durch eine Klappermühle Meine Gnade gepredigt werden, dass darob alle ihre Zähne klirren sollen gleich den schweren Ketten, welche Vater-, Mutter-, und Brudermörder in den tiefsten Gefängnissen festhalten. Amen!

18. Sei du daher ruhig, da du es weisst, wer Der ist, der dir solches alles offenbaret. Amen! – Ich, dein Jesus! Amen.


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