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Himmelsgaben Band 1

(AUDIO/VIDEO)

Gott und Welt. – 10. Mai 1841, nachmittags


--. Johannes 7, 7: „Die Welt kann euch nicht hassen, Mich aber hasset sie; denn Ich zeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind.“

1. Höre du, die Ich lieb habe! – In diesem Verse der Worte Meines Zärtlings Johannes liegt jene grosse Wahrheit, dass alle, die nicht von der Welt sind, bei der Welt in keinen Gunsten stehen, dieweil sie durch Mich und Mir kein Wohlgefallen haben an ihren eitel bösen Werken.

2. Euch wird zwar die Welt nicht hassen, wie Mich, der Ich allezeit wider ihre Werke gezeuget habe; aber frohlocket, wenn euch die Welt verachtet! Denn wer Meinetwillen verachtet wird, der kann ja doch völlig versichert sein, dass Ich ihm nicht ferne bin.

3. Siehe, die Welt gleicht da den Trüffelhunden und den Adlern. Jene wittern verborgenes Leben und der Adler aber ein Aas meilenweit.

4. Die Trüffelhunde suchen zwar nicht die Pflanze, sondern nur einen Braten und scharren daher die Erde auf und suchen emsig die Pflanze, damit ihnen ja nicht der schon öfters genossene Braten durch- oder verlorengehe. Wenn aber unter den Trüffeln schon längere Zeit der Braten ausgeblieben ist, alsdann sind die Hunde kaum mehr tauglich, dass sie die Trüffeln aufsuchen, welche ihnen dann nur ein Gegenstand der Verachtung werden.

5. Siehe, solche „Bratendiener“ sind wahrlich keine eigentlichen Trüffel-Sucher, weil noch nie die Trüffel, sondern allezeit der Braten der Gegenstand ihres Suchens war! – Wenn dich aber solche Diener missachtend im Stiche lassen, so denke, dass Ich, der von der Welt Allesverhassteste, in dir eine „Trüffel der Liebe“ angepflanzt habe und habe aber keinen Weltbraten hinzugegeben. Daher lasse diese „Bratenjäger“ und habe keine Furcht in dir vor ihnen, denn sie kümmert nicht die Trüffel, sondern nur der Braten!

6. Die Adler aber versammeln sich, da sie ein Aas verspüren. – Siehe, Ich bin der Welt ein „Aas“. Denn sie flieht Mich und hasset Mich ärger denn ein Aas! – Es gibt aber eine Unzahl Weltvögel und nur sehr wenige Adler darunter. Allein es ist nicht genug, als Krähe mit den Adlern am „Aase des Lebens“ zu zehren, sondern du musst selbst ein „Aar“ werden, willst du, dass dir ein Leben aus dem „Aase“werde! Siehe, wer da nicht aus dem „Aase“ neu geboren wird, der wird zum Leben nicht eingehen. Der Welt stinkt zwar das „Aas“ unerträglich, aber nicht also den „Adlern“, denn für sie ist es erfüllt vom höchsten aller Wohlgerüche.

7. Das „Aas“ ist aber ein allergetreuester Weltspiegel und zeigt der Welt ihre wahre Gestalt. Und die Welt hasset es darum, weil es ein Spiegel ihrer bösen Werke ist. Aber die „Adler“ hassen nicht des „Aases“ hellen Moderglanz, denn sie wissen, dass durch den Moder des „Aases“ ihr eigener aufgenommen und vertilget wird.

8. Wie aber Ich der Welt ein „Aas“ bin, so wird die Welt dereinst jenseits ein Aas sein von Mir und allen Meinen Engeln ewig!

9. Wahrlich, wollt ihr leben, so müsset ihr durch Mich „verpestet“ werden und die Welt muss euch fliehen um der Pest Meines Namens willen und muss Kordone ziehen vor eurem Hauche. So ihr aber solches merket, da frohlocket, denn da seid ihr sicher schon „angesteckt“ von der „Pest des ewigen Lebens“. Sonst täte die Welt euch, was sie tut, so ihr wäret wie sie. Allein, da ihr nicht mehr der Welt seid, sondern seid allzumal Meiner Liebe geworden, so geltet ihr auch stets weniger bei der Welt.

10. Wahrlich, ahnete sie, was in euch verborgen durch Mich vorgeht, sie würde euch ärger fliehen denn die eigentliche Pest.

11. Darum aber kann euch die Welt nicht hassen, denn sie weiss es nicht, was in euch ist. Mich aber hasset sie über die Massen, da sie weiss, was in Mir ist, nämlich ein harter Spiegel, der ihr ihre Greuel unablässig vorhält.

12. Nun siehe du, was es ist, das Ich dir heute zum Angebinde bringe! – Ein verhasstes stinkendes „Aas“! Und lade dich ein vom „Aase“ mit den „Adlern“ zu speisen, ja selbst ein „Aar“ zu werden! Ja sogar „verpesten“ will Ich dich für und vor der Welt!

13. Allein mache dir nichts daraus! Siehe, Ich bin ja Selbst der Welt die allergrösste und verhassteste „Pest“. Fürchte dich nicht vor Meiner „Pest“, denn sie ist das ewige Leben selbst! Wohl dir, dass du von Meiner „Pest“ angesteckt wurdest! Denn darinnen wirst du leben das Leben Meiner Liebe ewig.

14. Denn Ich bin das „Aas“ des Lebens, und diese „Pest“ ist Meine Liebe ewig. Amen! Das sagt dir Der, den alle Welt hasset, da Er wider sie zeuget ewig. Amen.


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