HIM1-11

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Hauptseite Himmelsgaben Band 1 HIM1-11 Eintrag

Himmelsgaben Band 1


Wie sollen wir die Propheten lesen, um sie recht zu verstehen? – 26. Mai 1840, von 3 bis 5 Uhr nachmittags


1. Solche Fragen könnt ihr immerhin an Mich richten, wenn es euch ernst ist, Meine Wege erleuchtet zu sehen. Und werde Ich euch darauf auch keine vollbestimmte Antwort geben, so wird aber doch ein Strahl durch alle Engelshimmel hindurch – von Mir ausgehend – euer Herz erleuchten und euer Verstand wird schauen und empfinden grosse, wunderbare Dinge des neuen Lebens aus Mir in euch, welches alles ist eine Wirkung Meiner Liebe in euch, wie auch alles auf den Erdkörpern eine Wirkung der Sonne ist, durch Meine Gnade.

2. Und sehet daher, so ihr einen Tropfen Wassers aus dem uferlosen Meere Meiner Gnade leset in den Propheten, müsset ihr ein starkes Vergrösserungsglas (nämlich das der Demut) nehmen – und dann den Tropfen auf die Tafel eures Gewissens stellen und darunter anzünden eine Lampe, angefüllt mit dem Öle des lebendigen Glaubens, damit die leuchtende Flamme stark zu brennen anfängt. Und so dann über dieser heissen Liebesflamme eure Gewissenstafel wird glühend geworden sein und ihr Bläschen werdet aufsteigen sehen, dann nehmet das Vergrösserungsglas und sehet damit den gischenden Tropfen an, und ihr werdet zahllose Wunder an und in ihm entdecken!

3. Da werdet ihr dann eine grosse Freude haben und eine eitle Lust. Aber da werdet ihr sie noch nicht begreifen. Und erst, so ihr euch dann in aller Liebe demütig an Mich wendet und Mich bitten werdet und stark wünschet Mein Gnadenlicht aller Himmel, dann erst werde Ich einen Strahl dahinschiessen lassen wie einen Pfeil, der euch äusserlich ein wenig verwunden, aber dafür wecken wird euren Geist aus dem Schlafe des Todes. Der Geist aber wird dann in Meinem lebendigen Lichte all die zahllosen Wunder des Tropfens verstehen.

4. Und so werdet ihr dann lebendigen Geistes ewig zu schauen haben die Wunder in den Wundern durch das grösste aller Wunder, nämlich durch eure lebendige Freiheit, durch die Liebe eures grossen, heiligen Vaters in und über allen Himmeln! Amen. – Ich, Jesus, die ewige Liebe und das ewige Leben. Amen. Dankesworte des Knechtes.

0. So wolle denn auch gnädig aufnehmen unseren schwachen Dank, wie Du, herablassend, uns armen, nichtswerten Sündern nun offenbarst so grosse und tiefe Geheimnisse, deren wir nicht wert sind auch nur im allergeringsten. Siehe, o guter, heiliger Vater, auf unser zerknirschtes Herz, da wir uns schämen, auch nur dankend mir unseren menschlichen Worten zu reden, nachdem wir Deine Worte voll Lebens vernommen haben.

0. O grosser Dank, grosse Ehre, grosser Ruhm sei Dir ewig, wie in den Himmeln, so auch in unserem Herzen! – Amen. J.L.


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