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Himmelsgaben Band 1


Die „Lumpen“ des verlorenen Sohnes. – 25. März 1841 (Fortsetzung)


1. Ihr habt gehört, dass die Lumpen des „verlorenen Sohnes“ von den Winden zerstreuet wurden wie Spreu und die übriggebliebenen aber wurden ihm ausgezogen und verbrannt. – Wisset ihr, was unter diesen „Lumpen“ zu verstehen ist?

2. Es ist darunter nichts anderes zu verstehen, als der eingegangene, frühere Universalmensch auf unserer Tafel. Denn durch die Gewinnung eines jeden einzelnen Menschen ist das Edle, von Mir Ausgehende, oder „Mein verlorener Sohn“ wiedergewonnen. Die „Lumpen“ oder das eigentliche Erzböse aber wird verworfen werden in das Feuer, daraus es eigentlich hervorgegangen ist. Es ist aber dieses Feuer dasjenige in der Gottheit, aus welchem alle Dinge ihr materielles Dasein haben.

3. Wer somit sich an die Welt hängt und klebet an der Materie, der klebet an den „Lumpen“ des verlorenen Sohnes! – Wie aber alle Materie euch ihre grosse Feuerverwandtschaft zeigt, so gilt dasselbe auch von den Lumpen an den Lenden des verlorenen Sohnes.

4. So aber wird es geschehen: Damit Gott wieder werde ein freier Gott, in dem keine Materie mehr wallet, so wird das Feuer- oder Zornverwandte wieder dahin zurückkehren müssen, woher es als das, was es ist, gekommen ist. Und es wird gerade also geschehen, wie wenn ihr an eurem Leibe habt irgendeine Verhärtung und leget da heisse Umschläge auf, damit sie wieder erweichet werde – also auch wird Mein ewiges Feuer diese erzböse Verhärtung in ihrer Allheit erfassen, um sie dadurch wieder seinem eigenen Wesen selbst zu assimilieren.

5. Es ist noch eine Frage in euch vorhanden, ob diejenigen Wesen, die unter den „Lumpen“ verstanden werden, auch ein fortwährendes Selbstbewusstsein haben werden oder nicht? – Ich aber sage euch: Diese Frage beantwortet sich schon beinahe von selbst, da ihr doch unmöglich annehmen könnt, dass es in der Gottheit irgendeinen seiner selbst unbewussten Punkt geben sollte.

6. Aber ob dieses Seiner-selbst-Bewusstsein ein leidendes ist oder nicht – sehet, das ist eine andere Frage! Um aber diese richtig zu verstehen, müsst ihr zuvor begreifen, dass jedes Bestreben, sich selbst zu finden, ein gewisses Leiden in sich selbst notwendig begreifen muss. Nur kommt es darauf an, ob dieses Leiden ein schmerzliches oder ein wohltuendes ist.

7. Wenn dieses Leiden darin besteht, dass sich das Wesen in sich selbst immerwährend ergreift und durch dieses Ergreifen sich zur Einheit immerwährend zu bilden bemüht ist, dann ist ein solches Leiden ein höchst wohltuendes und die Empfindung aus dem klarsten Selbstbewusstsein eine höchst beseligende.

8. Wenn aber das Leiden oder die selbstbewusste Empfindung eines Wesens in sich ein zerreissendes und zerstörendes ist, dann ist es auch ein höchst schmerzliches. Das könnt ihr ja auch aus der Natur sehr leicht abnehmen, wenn ihr nur je irgendeine entzündliche Krankheit beobachtet habt, welche in nichts anderem besteht, als dass sich gewisse Teile im Körper mehr und mehr auszudehnen anfangen. Je heftiger ein solcher Akt vor sich geht, desto schmerzlicher wird er. – Aus allem diesem geht hervor, dass der sich selbst bewusste, wesenhafte Zustand des feuerverwandten Erzbösen eben auch ein höchst leidend-schmerzlicher sein muss.

9. Ihr werdet nun vielleicht meinen, dass die Gottheit dadurch gewisserart in Ihrem Zornteile Selbst immerwährend höchst schmerzlich leidend sein müsse. Allein es ist dem nicht also! Sondern es ist geradeso, als wenn Speisen in eurem Magen verkocht werden; da bersten auch die Hülschen der zu sich genommenen Nahrung, getrieben durch das Feuer des Magens. Aber fraget euch selbst, ob im natürlichen Zustande dieser schauerliche Zerstörungsprozess im Feuer eures Magens euch je geschmerzt hat?

10. Jedoch, da Ich euch schon so weit geführt habe, so will Ich euch bei dieser Gelegenheit einen bisher noch nie ausgesprochenen Wink geben! Wollet ihr die Endursache solchen Zustandes aller weltlich-materiellen Erzbosheit erschauen, so blicket in euren Magen, und sehet alldort zu, was da mit der in sich genommenen Speise geschieht, wie und warum – so werdet ihr eine grosse Strecke Meiner Wege erschauen, was da geschehen wird. Jedoch die Zeit steht nicht geschrieben in eurem Magen, und es genügt euch, dass Ich euch gezeigt habe den Zweck.

11. Nun sehet, liebe Kinder! Das ist alles, was euch gegeben werden kann, und das ist auch alles, was ihr zu ertragen vermöget. Mehr brauchet ihr nicht zu wissen, sondern beachtet dieses von Punkt zu Punkt, und das zwar von der euch gegebenen ersten bis zur letzten Stunde! Durchwandert auf diesem Wege die ganze Erde in euch und findet auf diese Art in euch selbst – den „verlorenen Sohn“!

12. Tuet dasselbe, was dieser getan hat und noch immer tut in jedem einzelnen Sünder, der nach Meinem Reiche trachtet. Lasset in der inneren Kammer eures Geistes auf der Tafel eurer Weltbegierden mit der Welt das geschehen, was ihr zuletzt auf der euch gezeigten Tafel mit dem Universalmenschen sahet – so wird in einem jeden von euch der „verlorene Sohn“ wiedergefunden werden und wird sein Verhältnis werden, wie Ich es euch gezeigt habe, da ein anderer Mensch an die Stelle des früheren, auf einen Punkt zusammengeflossenen getreten ist.

13. Dann erst werdet ihr als Wiedergefundene die grosse Wahrheit des euch in diesen „zwölf Stunden“ Gegebenen in euch selbst im hellsten Lichte erschauen und erkennen.

14. Und da, wie früher gesagt wurde, alle Menschen zusammen einen Menschen ausmachen, wie einer alle – so suchet denn auch all das Übel in euch! Und habt ihr es gefunden und mit Meiner kräftigen Beihilfe aus euch geschafft, da werde Ich, als euer heiliger Vater, der Ich schon über den halben Weg euch entgegengekommen bin, vollends zu euch kommen, euch gänzlich von euren „Lumpen“ befreien und dann aufnehmen in das grosse Vaterhaus Meiner ewigen Liebe!

15. Schliesslich mache Ich euch nur noch darauf aufmerksam, dass Ich derzeit nicht nur euch, sondern auch schon vielen anderen „verlorenen Söhnen“ entgegengekommen bin.

16. Merket aber vorzugsweise auf Meine Ankunft in euch selbst und kümmert euch weniger um die allgemeine! Was ihr fürs allgemeine empfindet, das traget Mir betend in eurem Herzen vor! Um alles andere kümmert euch nicht! Denn das grosse Wann, Wie und Warum ist in den besten Händen wohlverwahrt! Das sage Ich, euer grosser, heiliger, liebevollster Vater. Amen.


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