HAG2-212

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Hauptseite Die Haushaltung Gottes Band 2 HAG2-212 Kapitel


212. Kapitel - Muras Anweisungen an seine Bauführer zur Ausführung des Tempelbaues. Kisehels Anordnungen für die Ordnung im Staat und die Aussendung von 5 Boten in die andern Städte.

212,1. Als der Plan nun völlig ausgesteckt war, da rief der Baumeister Mura seine dreissig Unterbauleute zusammen und sprach zu ihnen:

212,2. „Sehet hierher in den Plan! Also ist die Einteilung des Grundbaues, und also die des Unterbaues; also die des Überbaues, und also die des Oberbaues!

212,3. Verständiget euch darüber, und verteilet dann die Arbeit danach!

212,4. Ihr fraget mich um die Bausteine? Da sehet hinüber gegen den Berg! Es dürften kaum bei siebentausend Schritte geraden Weges sein, allda werdet ihr der Steine in grösster Menge antreffen, die da gut sind für den Grund!

212,5. Gleich daneben befindet sich ein herrlicher Steinbruch; den benützet für den Unterbau! Es ist ein ädriger Graumarmor, welcher aber rauh zu behauen ist in gevierte gleichmässige Blöcke.

212,6. Für den Über- und Oberbau aber sehet dorthin gegenüber diesen besagten Steinbrüchen! Sehet die weissen Steinwände! Es ist der feinste weisse Marmor; dieser wird genommen für den Über- und Oberbau.

212,7. Dies Gestein aber muss zuvor allerfeinst an der Wandseite sowohl nach innen, wie nach aussen beschnitten, dann mit Öl geschliffen und wohl geglättet sein, bevor es soll zum Bau verwendet werden.

212,8. Das Bindungsmittel soll für den Grund- und Unterbau aus dem gewöhnlichen Steinbrei bestehen; zur Bindung des Über- und Oberbaues aber diene der euch wohlbekannte Steinschleim.

212,9. Für die inneren, ehernen Wandklammern aber wird nach guter Massgabe und nach gerechtem Bedarfe schon der Thubalkain sorgen.

212,10. Was die Eindachung betrifft, so wird solche den Zimmerleuten zukommen und dann den Erzarbeitern.

212,11. Jetzt wisset ihr alles, beginnet mit dem alleinig wahren Gott Faraks, des weisen Lehrers der Menschheit, das Werk, so werdet ihr dasselbe auch mit Gott enden!

212,12. Für Speise, Trank und gerechten Lohn sorge sich ja niemand; denn solches alles wird jedem im gerechtesten Masse gegeben werden!

212,13. Ein jeder Arbeiter aber bedenke, dass dieser Bau dem alleinig wahren Gott zur Ehre von unserer Seite aufgeführt wird, so wird er einen grossen Segen finden in seiner Arbeit!

212,14. Und so denn gehet in dem Namen des alleinig wahren Gottes, und beginnet das Werk!“

212,15. Einer von den Unterbauleuten aber fragte den Mura: „Meister, der Plan enthält ja auch eine Ringmauer! Was ist denn mit dieser?“

212,16. Und der Mura erwiderte dem Fragesteller: „Höre du, mein Cural! Hast du dich schon je um ein Hemd gesorgt für ein Kind, wenn es noch erst kaum gezeugt war?

212,17. Du sagst: ,Mitnichten, – sondern erst dann, wenn es völlig zur Welt geboren ward!‘

212,18. Also lassen wir auch hier das Kind erst geboren werden und sodann erst sorgen fürs Hemd!

212,19. Also gehet nun, und beginnet tätigst das geheiligte Werk! Amen.“

212,20. Auf diese Beheissung Muras legte alsogleich alles gleich Ameisen und Bienen die Hände ans Werk.

212,21. Der Lamech und der Mura aber begaben sich hin zu den sieben Boten, und namentlich zum Kisehel, der soeben mit dem Thubalkain bezüglich der erforderlichen Erzarbeiten verhandelte, und zeigten ihm an, wie sie alles angeordnet hatten.

212,22. Und der Kisehel sagte darauf zu den beiden: „Liebe Brüder, also ist es recht und Gott wohlgefällig! Er wird darum das Werk segnen, und in sieben Tagen wird alles in seiner Vollendung dastehen; des seid völlig versichert!

212,23. Nun aber lasset uns wieder nach Hause in die Stadt ziehen und dort Anstalten treffen, dass alle die Arbeiter gehörig versorgt werden!

212,24. Du, Sethlahem, bestelle die Weiber und Mägde in ihre Arbeit, und du, Bruder Lamech, aber beheisse deine nun gegenwärtigen Diener und Knechte nach deiner Art, dass sie sollen – jeglicher wieder in seinem gerechten Fache – ihre Ämter beziehen und sorgen für die gute Ordnung in der Stadt, wie im ganzen Lande!

212,25. Ich werde bei dir verbleiben und der Sethlahem bei der Sorge der Weiber und Mägde.

212,26. Du, Joram, aber gehe mit den vier Brüdern in die anderen Städte, und zeiget ihnen kräftig und mächtig, was da Gott getan hat an dem Bruder Lamech, und gewinnet sie alle für Gott!

212,27. Am siebenten Tage aber kehret alle wieder hierher zurück, und ladet alle Amtleute Lamechs hierher nach Hanoch, auf dass sie teilnehmen möchten an der Weihe des neuen Tempels in der Tiefe!

212,28. Und also geschehe alles nach dem Willen des Herrn! Amen.“

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