GSO2-4

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Hauptseite Die geistige Sonne GSO2-4 Kapitel

Mitteilungen Jesu Christi über die geistigen Lebensverhältnisse des Jenseits. Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber.


Kapitel 4 - Die drei Himmel - ihre Struktur.


1. Sehet nun, wie alle die zahllosen Heere von seligen Geistern her an unsere Strassen ziehen und da gleichsam ein lebendiges Spalier bilden, welches, wie ihr in eurem Geiste leicht sehen könnet, sich in einer geraden Linie unabsehbar hin vorwärtszieht. Betrachtet euch die mannigfaltigen himmlisch schönen Gestalten, welche sich zu beiden Seiten im Vorübergehen unserer Anschauung darbieten, denn in dieser Betrachtung könnet ihr Bewohner aller Gestirne besehen, nur müsst ihr euch dabei nicht denken, dass in dieser endlosen Reihe nun etwa viele von einem Gestirne oder Planeten hier gegenwärtig sind, sondern von jedem Gestirne sind nur zwei, nämlich ein männlich und ein weiblich Wesen. Denn würden mehrere nur von jedem einzelnen Gestirne gegenwärtig sein, so wäre dieser wenn schon für euer Auge endlos weitgedehnte Raum, wenn auch geistig genommen, zu klein, um sie alle zu fassen, und ihr möchtet sie dann nicht überschauen.

2. Ihr fraget hier: Nachdem eures inneren Wissens zufolge sich auch auf so manchen grossen Planeten und besonders Sonnen riesenhaft grosse Menschen vorfinden, so ist es hier zu verwundern, dass diese seligen Geister hier dennoch von ganz gewöhnlicher Grösse sind, nur mit kleinen Unterschieden wie allenfalls auf dem Erdkörper. Ich sage euch: Hier, wo der Herr wohnt, ist nirgends ein Unterschied, wohl aber in anderen Himmelsgebieten, wo der Herr nur in Seiner Gnadensonne gegenwärtig ist.

3. Dergleichen Himmelsgebiete sind fürs erste der erste oder unterste Himmel, in dem bloss die Weisheit und die aus dieser hervorgehende Liebachtung zum Herrn wohnt, und fürs zweite der Mittags- oder zweite Himmel, welcher da besteht aus denen, die aus dem Glaubenswahren in der Liebe zum Nächsten und daraus zum Herrn sind.

4. Jeder dieser zwei genannten Himmel ist an und für sich unendlich und fasset alle die zahllosen Myriaden Geister, welche irdischermassen ehedem auf ihren Weltkörpern rechtlich gelebt haben. Und dazu sind diese beiden Himmel noch so eingeteilt, dass in entsprechender Form die Planetargeister gerade an jener Stelle des Himmels ihre freien seligen Wohnungen haben, allwo sich naturmässigerseits ihr Erdkörper befindet. Ihr müsset euch demnach diesen Himmel also vorstellen, dass sein geistiger Flächenraum ein endlos weitgedehnter und alle Sonnen und Planeten in sich wie einzelne Punkte fassender ist.

5. Ihr fraget freilich, wie solches möglich, da es fürs erste drei geschiedene Himmel gibt, die Planeten aber ungeschieden, und zudem auch die Planeten und Sonnen so unter- und übereinander gesteckt sind, dass sie darob unmöglich mit einer Fläche gewisserart planimetrisch übereinstimmen können. Wie sei demnach solches zu verstehen?

6. Ich sage euch: Naturmässig genommen wird das freilich wohl nicht so recht übereinander zu bringen sein; aber entsprechend geistig sicher auf das anschaulichste und klarste. Dessen ungeachtet aber kann euch auch ein naturmässiges Bild die Sache sehr aufhellen. Wir wollen versuchen, ob wir nicht eines aufzustellen imstande sind, das da für unseren Zweck taugen möchte. Und so höret denn!

7. Nehmet z.B. euren Erdkörper. Der feste Boden und dessen bevölkerte Oberfläche bilde den ersten Himmel, die Region der Luft, namentlich die der Wolken, bilde den zweiten Himmel, die über den Wolken weitgedehnte Äther-Region den dritten und obersten. So greifen alle diese drei Himmel ineinander, sind aber dennoch voneinander so abgesondert, dass aus dem unteren Himmel wohl niemand in den zweiten und noch weniger in den dritten, wie auch vom zweiten in den dritten niemand gelangen kann; wohl aber ist es umgekehrt der Fall.

8. Auf jedem Erdkörper halten sich in diesen drei Regionen zahllose lebende Wesen auf. Auf dem Boden gröbere materielle, in der Wolkenregion geistigere und leichte, in der dritten Region ganz ätherisch leichte und völlig unsichtbare. Und dennoch stehen diese drei Wesengattungen auf jedem Erdkörper in beständiger wechselseitiger Korrespondenz.

9. Nun hätten wir einen Teil des Bildes. Ihr wisset aber auch, dass ein jeder sich frei bewegende Erdkörper von den zahllosen Strahlen anderer entfernter Weltkörper beschienen wird. Sehet, auf diese Weise nimmt er in seine drei Regionen oder seine drei Flächen Teile vom ganzen Universum auf.

10. Durch diese wechselseitige Einwirkung steht er denn auch in steter Verbindung mit dem ganzen Universum, und der ganze Einfluss setzt sich dann auf einem und demselben Erdkörper in all seinen drei Regionen wohl entsprechend in die stete Verbindung. Das Ätherische bleibt in dem Äther, das Atmosphärische in der Atmosphäre, und das Tellurische auf dem Erdkörper.

11. Dadurch stehen aber die Atmosphären aller Sonnen und Planeten stets also gegeneinander in wechselseitiger Entsprechung, dass sich das Ätherische fremder Planeten nur mit dem Ätherischen eures Planeten, das Atmosphärische mit dem Atmosphärischen und das Tellurische mit dem Tellurischen verbindet.

12. Da wir nun solche Verbindungen ersichtlichermassen dargestellt haben, so können wir zur dritten Betrachtung unseres Bildes übergehen, und diese ist die entsprechend geistige. Vollkommen entsprechend Gleiches entspricht in geistiger Beziehung einer Fläche, die sich allenthalben durchaus gleich ist; demnach ist in der geistigen Erscheinlichkeit das naturmässig oder tellurisch Gleiche aller Weltkörper wie eine endlos weitgedehnte Fläche, ebenso das Atmosphärische wie das Ätherische anzusehen.

13. Die Entsprechungen aber bestehen in der geistigen Welt nur aus dem Gemütsleben der Menschen auf den Erdkörpern. Ihr saget, dass das Tellurische in seiner endlosen Mannigfaltigkeit den vielen naturmässigen Gestirnen entspricht. Also ist es auch. Auch das naturmässige Gemütsleben eines Menschen hat Entsprechung mit dem naturmässigen Gemütsleben der Menschen aller Gestirne; eben also ist es der Fall mit dem weisegeistigen, und eben also auch mit dem liebegeistigen Teile des Menschen auf eurem Erdkörper. - Nun sehet und habet acht!

14. Der Mensch auf eurem Erdkörper ist gleichsam in seiner Art das Zentrum aller Menschen anderer Erdkörper, und das darum, weil der Herr auf der Erde Selbst ist ein Mensch dem Fleische nach geworden.

15. Der erste oder unterste Himmel, welcher auch der naturmässig-geistige Himmel genannt wird, fasst selige Menschen eures Erdkörpers, und ein jeder solche selige Mensch bildet eine gleiche Fläche, in welcher alle anderen Gestirnmenschen zu ihm sich also verhalten wie die Linien, welche von einem Mittelpunkte ausgehen oder von einem möglichst weitesten Kreise wieder in den Mittelpunkt zusammenlaufen.

16. Aber die naturmässige Fläche ist und kann nicht sein eine ununterbrochen fortlaufende, sondern ist in sich allzeit wie erscheinlich abgeschlossen. Daher werdet ihr auch den naturmässigen Himmel allzeit wie in einzelne, wenn schon zahllos viele Vereine getrennt erschauen.

17. Der zweite Himmel, welchen wir unter dem mittägigen kennen, ist schon konkreter, hat aber dennoch in seiner endlosen Ausdehnung gewisse Zwischenräume, die sich wie endlos weitgedehnte Meere ausnehmen, über welche die diesem Himmel eigentümlichen Geister nur unter einer höheren Leitung gelangen können.

18. Betrachtet aber nun die dritte ätherische Abteilung, in welcher naturmässig alle zahllosen Weltkörper schwimmen. Diese ist allenthalben vollkommen konkret. Also ist demnach in entsprechender Form auch der höchste Liebehimmel so gestellt, dass er alle anderen umgibt, sie trägt und leitet. Es wird nun gar nicht schwer sein, zu begreifen, dass mit diesem höchsten Himmel sich alles andere am Ende wie konkret verflachen muss, indem alles von ihm werktätig durchdrungen wird.

19. Daher haben die seligen Geister der Erde in diesem Himmel denn auch diesen unbegrenzten Wirkungskreis aus der Liebe des Herrn. Sie können sich allenthalben hin verfügen. Überall ist für sie ein ebener Weg. Für sie gibt es nirgends ein „Auf“ und ein „Ab“ wie ihr in entsprechender Weise auch nicht annehmen könnet, dass ein ätherisch leichter Mensch, auf welchen kein Erdkörper mehr eine Anziehung zu äussern vermag, sich im lichten Äthermeere irgend leichter und schwerer, auf und ab bewegen könnte, indem er sicher nach jeder Richtung sich mit gleicher Leichtigkeit bewegen wird, also wie ein Gedanke, dem das „Auf“ und „Ab“ doch auch hier sicher einerlei ist.

20. Solches aber wird in entsprechend geistiger Weise „eben“ genannt und ist erschaulich wie eine unendliche Fläche, darum denn auch aller Welten Geister sich in dieser Fläche notwendig samt ihren entsprechenden Weltkörpern aufhalten und dann auch mit uns Zentralgeistern aus dem Herrn in notwendig dienlicher Verbindung stehen müssen.

21. Das sei euch vorläufig eine gute Beantwortung auf eure Frage. Wenn aber mit unserer nächsten Betrachtung der Herr diese Seine Gesellschaft installieren wird in ihre ewige Bestimmung, da werdet ihr aus Seinem Munde alles dieses in einem werktätig noch viel helleren Lichte erschauen.

22. Es ist schwer, geistige Verhältnisse und naturmässige mit der naturmässigen Sprache in ersichtlich begreifliche Verbindung zu bringen. Aber dessen ungeachtet vermag die grosse Liebe und Weisheit des Herrn allenthalben Wunder zu wirken. Daher werdet ihr auch hier den besseren Teil erst aus dem Munde des Herrn bekommen. - Nun aber nähern wir uns schon wieder der heiligen Stadt, daher wollen wir unsere Aufmerksamkeit auch dahin wenden.


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