GEJ10-116

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Hauptseite Das Grosse Evangelium des Johannes Band 10 GEJ10-116 Kapitel


116. Kapitel - Die geistige Umgebung des Herrn

116,1. Diese Meine Worte machten einen tiefen Eindruck in die Seele der anwesenden Römer, und alle sagten bei sich: „Ja, ja, Er hat in allen Dingen recht, und wir Menschen sind Sein vollster Ernst und kein Scherz und Spielzeug Seiner göttlichen Macht!“

116,2. Darauf sagte der Hauptmann wieder zu Mir: „Herr und Meister über alles! Du hast im Verlaufe Deiner göttlich inhaltschweren Rede auch davon gesprochen, dass mit Dir auch eine längere Zeit hindurch einer der vollkommensten Engel der Himmel für alle Menschen sichtbar umhergewandelt sei und habe von Dir treust und wahrst bezeugt, dass in Dir eben Der in diese Welt zu den Menschen gekommen ist, der durch den Mund der Propheten schon seit gar langem verheissen war, wie auch wir Heiden davon seit lange her Kunde hatten. Wäre es denn nun nicht mehr tunlich, dass Du, o Herr und Meister, auch uns einen Engel aus Deinen Himmeln hierher beriefest, er uns erscheine und wir ihn sähen?“

116,3. Sagte Ich: „O allerdings, – obwohl die Erscheinung eines Engels euren Glauben an Mich nicht noch fester machen wird, als er ohnehin schon ist!

116,4. Ich brauche solch einen Engel aber nicht aus irgendeinem fernen Himmel nach deinem Denken hierher zu berufen; denn wo Ich bin, da ist auch schon der allerhöchste Himmel mit den zahllosen Engelscharen, die Mich umgeben immerdar.

116,5. Ich will denn eure Augen einige Augenblicke lang auftun, und ihr sollet sehen Meine Umgebung! Und so denn geschehe Mein Wille!“

116,6. Als Ich solches ausgesprochen hatte, da ersahen alle, wie in weiten Kreisen, wie auf lichten Wolken stehend, sitzend und kniend, unzählig viele Engel sich befanden, die alle ihre Blicke nach Mir richteten und Mich lobten und priesen.

116,7. Diese Erscheinung betäubte die Römer, und sie baten Mich, dass Ich vor ihren noch zu unwürdigen Augen die Himmel wieder verschliessen möchte. Und Ich verschloss denn auch sogleich ihre innere Sehe, und sie sahen denn auch keine Engel auf den lichten Wolken mehr; aber den Raphael ersahen sie an Meiner Seite in der schon bekannten Jünglingsgestalt, wie mit Fleisch und Blut angetan.

116,8. Und der Hauptmann fragte Mich voll Staunens über die grosse Anmut dieses Jünglings, wer er wäre, und woher er nun so plötzlich gekommen sei.

116,9. Sagte Ich: „Das ist ebenderselbe Engel, der nach Meinem Willen längere Zeit, so es zur höheren Weckung des Glaubens nötig war, stets um Mich also sichtbar, wie nun, war und die Menschen belehrte und auch grosse Zeichen wirkte. So ihr wollt, da könnet ihr selbst mit ihm wie mit Mir reden.“

116,10. Da trat der Hauptmann zu Raphael hin und fragte ihn, ob er wohl immer um Mich sei, um Mir zu dienen.

116,11. Sagte Raphael: „Der Herr bedarf unseres Dienens nicht; aber dennoch dienen wir Ihm in aller Liebe darin, dass wir euch Menschen dienen nach Seinem Willen und euch beschützen vor zu argen Nachstellungen der Hölle.

116,12. Je mehr wir im Namen des Herrn zu tun bekommen, sowohl auf dieser Erde als auch noch auf zahllos vielen andern Erden im endlosesten Schöpfungsraume, desto glücklicher und seliger sind wir. Tuet auch ihr desgleichen, und ihr werdet das werden und vermögen, was ich bin und vermag!“

116,13. Darauf sagte der Hauptmann: „Was du bist, das weiss ich bereits; doch was du vermagst, das weiss ich noch nicht.“

116,14. Sagte der Engel: „Was der Herr Selbst vermag, das vermag auch ich. Aus mir selbst vermag ich wohl auch ebensowenig wie du; aber aus dem Willen des Herrn, der mein ganzes Wesen erfüllt und ausmacht, vermag auch ich alles. Mache auch du des Herrn Willen völlig zu dem deinen, so wirst auch du das vermögen, was ich vermag!“

116,15. Hierauf verschwand Raphael plötzlich, und der Hauptmann beherzigte tief seine wenigen Worte.

116,16. Darauf aber kam ein Bote von der Herberge und lud uns zum Mittagsmahle, und wir begaben uns denn auch sogleich in dieselbe, in der das bereitete Mahl unser harrte.

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