GEJ02-182

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Hauptseite Das Grosse Evangelium des Johannes Band 2 GEJ02-182 Kapitel


182. Kapitel - Des Herrn Voraussage über Sein Sterben und Auferstehen

182,1. Markus aber ordnet schnell ein Mittagsmahl an, begibt sich auf das bewusste Plätzchen zu uns hinauf und erzählt uns alles haarklein, wie er mit den Pharisäern verfahren sei.

182,2. Ich belobe ihn darum und sage: „Markus, Ich sage dir, diesem Volke ward es gegeben von Anbeginn her, und die grosse Verheissung, die ihm gegeben ward, hat nun ihre vollste Erfüllung erreicht. Da aber dieses Volk also verstockt ist und nicht erkennen will die grosse Zeit seiner Heimsuchung, sondern sein Heil sucht im Pfuhle dieser Welt, die vergehen wird gleich einem Traumbilde, so wird es zugelassen werden, dass es voll mache das Mass seiner Greuel, dass es töte seinen Gott und Herrn!

182,3. Alsdann wird ihm genommen werden alle Gnade und alles Licht und alles Recht und wird euch Heiden gegeben werden; denn ihr habt einen guten Willen und habt als Blinde das erkannt, was die sehenden Juden verworfen haben.

182,4. Darum kommt nun das Licht zu euch von oben und macht, dass ihr werdet sehenden Herzens; aber des Lichtes Kinder werden hinausgestossen werden in die äusserste Finsternis. Unter fremden Völkern sollen sie die Brosamen suchen, und der Name ,Volk‘ wird ihnen genommen werden, und sie werden fürder kein Volk mehr sein!“

182,5. Sagt Markus: „Also könnte es denn doch dahin kommen, dass sie in ihrer grossen Wut Dich irgend ergriffen und Dich töteten dem Leibe nach, gleichwie sie solches nahe allen ihren Propheten getan haben?“

182,6. Sage Ich: „O ja, das werden sie wohl an Mir tun! Aber da wird ihre Rechnung zum Ende gelangen!“

182,7. Sagt Markus: „Ja, ja, wie ich es gestern nacht gesagt habe: Diese Brut ist jedes erdenklichen Verbrechens fähig! Darum hüte Du Dich solange als tunlich vor der sogenannten Stadt Gottes, denn diese wird Dich töten, ausser Du wendest alle Deine Vorsicht und göttliche Allmacht dagegen an; denn die Diener des Tempels kenne ich aus- und inwendig! Wer es wagt, ihre Lehre, die schon lange eine Lehre des bösen Geistes ist, anzutasten, der bekommt einen Kampf mit der gesamten Hölle. Ihre Freundschaft ist Fluch, und ihr Fluch ist der Tod. Das Leben eines Menschen ist ihnen gleich dem Leben einer Mücke, deren kein Mensch achtet ihrer zu grossen Geringfügigkeit wegen.“

182,8. Sagen die Jünger: „Wie wir unsern Herrn und Meister kennen, so wird dennoch alle ihre noch so abgefeimte Bosheit an Seiner Weisheit zerschellen; denn Er, der dem Tode gebieten kann, Er, der die Toten wieder zum Leben erwecken kann, wird schwer zu töten sein!“

182,9. Sage Ich: „Ja, Er wird wohl gar nicht zu töten sein in Ewigkeit, und doch wird Er getötet werden zu einem Zeugnisse wider sie, auf dass ihr ihnen gegebenes Mass voll werde! Haben sie sich an den Heiligen Gottes vergriffen, so werden sie sich auch an Mir vergreifen und werden dadurch zu Schöpfern ihres höchst eigenen Gerichtes werden! Wer aber selbst etwas also will, dem geschieht kein Unrecht, so er verworfen wird! Haben sie aber den vielen Boten das getan, was da war ein unaussprechlicher Greuel, so werden sie auch Dessen nicht schonen, der die Boten vor Sich herkommen liess.

182,10. Aber der für sie höchst fatale Umstand wird darin bestehen, dass der Getötete nach kaum drei Tagen als ein mächtigster Überwinder des Todes und aller Seiner Feinde zum ewigen Troste Seiner Freunde und Brüder unversehrt, vollkräftig und durch und durch vom Leben durchglüht aus dem Grabe hervorgehen wird! Dann werden sie unter grosser Furcht und verzweiflungsvollem Zagen Rat halten, wie sie den vom Tode Erstandenen wieder töten könnten; aber sie werden dazu keinen Rat mehr zu fassen imstande sein, und ihr Fall wird bald darauf erfolgen.

182,11. Also wird es geschehen, und die Weissagung von Mir wird darin ihre vollste Erfüllung finden.

182,12. Zwar werdet ihr traurig sein und grosse Angst empfinden um Meinetwegen; aber eure Traurigkeit, Furcht und Angst wird bald in grosse Freude verwandelt werden, so ihr den Getöteten wieder mit aller Macht über alles Leben und über allen Tod unter euch wie jetzt erschauen werdet!“

182,13. Sagt Markus: „Wenn also, dann ist es wahrlich nicht zu schwer, sich gewisserart nur pro forma töten zu lassen! Unter solchen Umständen kannst Du dann schon nach Jerusalem wandeln, wenn Du willst; denn Dir kann nichts geschehen! So Du ein Herr über Leben und Tod bist, wer kann Dich dann töten? Und tötet er Dich, oder ist er des Wahnes, Dich getötet zu haben, und Du gehst nach der Tötung lebendiger zum Kampfe mit den Feinden hervor, als Du vor der Tötung warst, da möchte ich nicht stecken in der Haut Deiner Feinde; die wird dann verzehren das Feuer aller Angst und Furcht. Und all ihr Raten, Sinnen und Trachten wird zuschanden werden für zeitlich und ewig! Denn dadurch erst werden alle ihre allerschändlichsten Greueltaten ans hellste Tageslicht vor aller Menschen Augen treten, und ihr effektives Dasein hat sein von der besseren Menschheit lange ersehntes Ende erreicht für ewig. O Herr und Meister! Führe das nur recht bald und ganz sicher und gewiss aus! Ich bin zwar schon alt geworden und werde die Erde nicht so lange mehr mit meinen Fusstritten belästigen, als ich sie schon belästiget habe; aber das möchte ich denn doch noch erleben, und mein Tod soll dann ein leichter sein!“

182,14. Sage Ich: „Die Sache ist zwar noch nicht völlig bestimmt, dass es also geschehen müsse; aber eher ja denn nein! – Aber nun ist es schon stark über des Tages Mitte hinaus mit der Zeit, und unsere Leiber begehren auch irgendeine Stärkung; darum wollen wir uns wieder hinabbegeben und wollen eine Leibesstärkung zu uns nehmen!“

182,15. Sagt Markus: „Ja, da hast Du wieder ganz vollkommen recht; das Mittagsmahl wird bereitet sein, und so gehen wir hinab! Nach dem Mahle können wir dann ja, so es Dir, o Herr, eine Freude macht, wieder auf dieses Plätzchen uns begeben.“

182,16. Sage Ich: „Für den Nachmittag werden wir etwas anderes unternehmen. Morgen wieder soll dies Plätzchen uns willkommen sein. Jetzt gehen wir aber!“

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