GEJ02-173

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Hauptseite Das Grosse Evangelium des Johannes Band 2 GEJ02-173 Kapitel


173. Kapitel - Wunderbare Speisung der Viertausend (Matth. 15)

173,1. Noch ist hier zu bemerken, dass das Volk vor lauter Freude und Verwundern über Meine Freundlichkeit und über Meine Lehre darauf vergass, dass es nichts mehr zu essen und zu trinken hatte. Gegen Abend hin aber meldete sich dennoch der Hunger, und sie fingen an, sich gegenseitig zu fragen, ob unter ihnen niemand einen Mundvorrat hätte. Aber das Fragen war eine vergebliche Mühe; denn sie hatten schon an dem vorhergehenden Tage allen ihren mitgenommenen Vorrat bis auf den letzten Brosamen aufgezehrt.

173,2. Als Ich solches nur zu gut merkte, rief Ich die Jünger zu Mir und sagte zu ihnen: „Höret! Es jammert Mich des Volkes; denn es verharrete nun schon drei Tage bei Mir und hat nun nichts mehr zu essen. Ich aber will es nicht hungrig von Mir entlassen, auf dass es nicht verschmachte auf dem Heimwege (Matth.15,32); denn einige aus diesem Volke sind von weit her gereist. Gebet ihr ihnen zu essen!“

173,3. Sagen die Jünger: „Herr, Du weisst ja um unsern auch ziemlich zusammengeschmolzenen Vorrat! Hier ist eine Wüste, woher werden wir so viel Brot nehmen, um dieses Volk zu sättigen?“ (Matth.15,33)

173,4. Darauf fragte Ich die Jünger, sagend: „Wie viele Laibe Brot habt ihr noch in eurem Vorrate?“

173,5. Und die Jünger antworteten: „Sieben Laibe noch und etliche Fischlein, die noch gut sind.“ (Matth.15,34)

173,6. Da sagte Ich zu den Jüngern: „Bringet die Brote und die Fische her!“

173,7. Und die Jünger gingen und brachten die Brote und die Fische. Ich aber segnete beides, Brot und Fische. Darauf behiess Ich, dass sich das Volk lagere am Boden. (Matth.15,35) Als sich das Volk gelagert hatte, nahm Ich das Brot und die Fische, dankte dem Vater, der in Meinem Herzen wohnte in aller Fülle, für den Segen, brach darauf beides in Stücke und gab diese den Jüngern, und diese gaben sie dem Volke. (Matth.15,36) Und sieh, alle assen nach Herzenslust und nach dem Bedürfnisse ihres Magens und wurden satt. Sie konnten aber über die volle Sättigung hinaus nicht mehr essen, und es blieben so viele Brocken übrig, dass man mit denselben sieben grosse Körbe voll klaubte. (Matth.15,37) Derer aber, die da gesättigt wurden, waren viertausend Mann und noch einmal soviel Weiber und Kinder, die nicht in die Rechnung zu nehmen sind. (Matth.15,38)

173,8. Als aber das Volk also gesättigt worden war, da behiess Ich es nun wieder nach Hause zu ziehen. Und das Volk erhob sich bald, da es mit dem Tage schon ziemlich nahe dem Untergange stand; es dankte Mir gross und klein und jung und alt und begab sich dann auf den Heimweg.

173,9. Als sich nach einer halben Stunde das Volk schon sehr verlaufen hatte und ausser Mir und den Jüngern sich niemand mehr auf des Berges Höhe befand, da begab auch Ich Mich mit den Jüngern vom Berge hinab ans Meeresufer, an dem gerade ein Schiff feierte und auf eine Fracht wartete. Wir kamen diesem Schiffe darum sehr willkommen. Als aber die Schiffsleute Mich erkannten, da verbeugten sie sich tief vor Mir; denn sie kannten Mich von Kana in Galiläa aus. Sie forderten darum auch keinen Schiffslohn von Mir, sondern baten Mich um den Segen für ihr neu unternommenes Geschäft.

173,10. Und Ich sagte zu den Schiffern: „So es euch nicht zu sehr aus dem Wege ist, so lenket das Schiff an die Grenze von Magdala, allwo Ich etwas zu tun habe!“ – Und die Schiffer lösten das Schiff von den Uferklötzen, und es kam bald ein günstiger Wind und trieb das Schiff in kurzer Zeit bis an die Grenze des Gebietes von Magdala. (Matth.15,39)

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