GEJ01-148

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Hauptseite Das Grosse Evangelium des Johannes Band 1 GEJ01-148 Kapitel

148. Kapitel - Des Herrn Strafrede über Chorazin, Bethsaida und Kapernaum. Ein Gesicht des zukünftigen Gerichtes

148,1. Bei solcher Drohung traten Meine Jünger zu Mir und sprachen: „Herr! Wie magst Du solches anhören? Hast Du nicht Macht genug, solches Geschmeiß zu verderben? Die Sichariten wurden vertrieben etliche Male, wo sie sich Dir widersetzen wollten, und doch hast Du zu Sichar nicht so viel getan als zu Kapernaum!“

148,2. Sage Ich: „Ich hätte dazu freilich wohl Macht zur Übergenüge. Aber der Herr des Lebens hat nicht nötig, hier Gericht zu halten; denn nach diesem Leben kommt noch ein Leben, das nimmer ein Ende hat, ob gut oder schlecht, – die Dauer ist gleich. Und für jene ewige Zeit spreche Ich nun zum voraus ein gerechtes Urteil und verwünsche alle die Städte, in denen Ich doch so viel Gutes gewirkt habe und nun solch einen Lohn empfange, wie ihr ihn soeben vernommen habt!

148,3. Und sie haben sich nicht gebessert (Matth.11,20) bei aller Meiner Predigt und sind über alle Meine Taten stumm geblieben in ihren Herzen. Darum wehe dir, Chorazin, wehe dir, Bethsaida! Wären zu Tyrus und Sidon solche Taten geschehen, wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten in ihrer Zeit in Sack und Asche Buße getan! (Matth.11,21)

148,4. Doch Ich sage es euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher ergehen am jüngsten Tage des Gerichts in der andern Welt denn diesen! (Matth.11,22)

148,5. Und du, stolzes Kapernaum, die du erhoben wurdest bis in den Himmel, du wirst in die Hölle hinuntergestoßen werden! Denn so zu Sodom solche Taten geschehen wären, wie sie bei dir geschehen sind, diese Stadt stände noch heutigen Tages! (Matth.11,23)

148,6. Doch sage Ich euch wiederum: Es wird dereinst in der andern Welt am jüngsten Tag des Gerichts dem Lande der Sodomer erträglicher ergehen denn dir (Matth.11,24), du stolze, harte und über alle Maßen undankbare Stadt! Darum also habe Ich Tausende deiner Kranken geheilt und auferweckt deine Toten, daß du Mir nun fluchest?! Tausendfaches Wehe dir am Tage des Gerichtes jenseits! Dort sollst du es erfahren, Wer Der war, Den du verflucht hast!“

148,7. Nach solcher Meiner Strafrede bekamen viele ein Gesicht und erschauten, wie es am jüngsten Tage solchen von Mir nun verwünschten Städten ergehen wird, und sahen Meine Gestalt in den Wolken und sahen aus Meinem Munde ausgehen einen Fluch, und wie er traf die verwünschten Städte! –

148,8. Als solches Gesicht den am meisten unmündigen, das heißt schlichten, Mich liebenden Menschen, die Mich beiderlei Geschlechts umgaben, wieder verging, da fielen sie vor Mir nieder und lobten und priesen Mich.

148,9. Ich aber erhob Meine Hände über sie, segnete sie und sprach: „Auch Ich als Mensch nun preise Dich, Vater und Herr des Himmels und der Erde, daß Du solches diesen Weisen und Klugen der Welt verborgen hast und hast es geoffenbart den Unmündigen! (Matth.11,25) Ja, heiliger Vater, also ist es wohlgefällig vor Dir und Mir! (Matth.11,26) Denn was Du tuest, das tue auch Ich; denn wir sind ja von Ewigkeit Eins gewesen! Ich war nie ein anderer denn Du, heiliger Vater, und was Dein ist, das ist auch Mein von Ewigkeit!“

148,10. Über diese letzten Worte fängt alle eine große Furcht zu ergreifen an. Denn es waren nun doch schon viele unter den Mir stets folgenden Jüngern, die an Meiner Göttlichkeit keinen Zweifel mehr hatten; und eben diese wandelte die meiste Furcht an.

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