Die Hölle

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(AUDIO/VIDEO Die Hölle 1+2)

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Als Hölle bezeichnen die vom Herrn gegebenen Schriften den schlechten geistigen Zustand einer Seele, grob abgestuft in drei unterschiedliche Ebenen, wobei die unterste Hölle die "auswegloseste" darstellt. Eine örtliche Hölle - im materiellen Sinn - existiert nicht, doch da Materie eigentlich gebanntes Geistiges ist, so ist ein Zusammenhang ersichtlich, welcher geistig schlechte oder böse Aktivität selbst in der Materie verspüren lässt.

Grundsätzlich sind Bilder der Hölle aus einzelnen Visionen über arge Seelenzustände für unsere bildliche Vorstellung verantwortlich. Aus nachfolgender Sammlung sind viele Schreckensszenarien zu entnehmen. Es zeigt sich, dass die Darstellungen durchaus richtig sind, doch deren Deutung ohne die Weisheit des Herrn in die Irre gehen.

Die höllischen Zustände sind real - und der Hölle zu entrinnen ist theoretisch einfach: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst - und die "Pforten der Hölle" werden auch dich nicht überwältigen können. Praktisch gesehen sprechen wir hier von der Haupt-Lebensaufgabe des Menschen...



Sammlung von Aussagen des Herrn:

ERDE-1 - Der Schwerpunkt der Erde (Jakob Lorber, 28. Dezember 1846)

12. Wie sieht dieser Schwerpunkt der Erde dann aus? Woraus besteht er? Ist er ein Diamantklumpen, oder ist er etwa pures Gold oder Eisen oder etwa gar Magnet? Oder ist er etwa gar ein hohler Raum, erfüllt mit nichts als einem ewig unerlöschlichen Feuer, und dient etwa wohl gar zum Aufenthalte der Verdammten und führt den respektablen Titel Hölle, von der die hie und da auf der Erde verstreuten feuerspeienden Berge gewisserart etwa Kamine sind?

13. Da sage Ich: Von allem dem ist im Schwerpunkte der Erde keine Rede, ebensowenig wie physisch genommen bei dem Herzen eines Menschen von allem dem die Rede sein kann...


GEJ01-205 - Unterschied zwischen der himmlischen und der höllischen Liebe (Jakob Lorber)

7. Ja, die göttliche wahre Liebe unterscheidet sich von der höllischen freilich ganz gewaltigst darin, dass die göttliche Liebe zwar auch raubet gleich der höllischen; aber sie gibt alles wieder her! Sie sammelt bloss des Wiedergebens willen, während die höllische Liebe bloss für den eigenen Rachen raubet und nichts wiederhergeben will.


PRED-24 - 24. Predigt von Jesus… Richtig beten (Gottfried Mayerhofer, 19. März 1872)

28. Wie viele Fälle könnte Ich euch aufzählen, um was alles gebeten wird! Da will einer Geld, der andere Gesundheit, der dritte Gelingen seiner Unternehmungen, der vierte jammert, weil der Tod Lücken in seine Familie gerissen hat, der fünfte möchte seine Kinder in Luxus und Wohlleben so ganz der Hölle zueilen sehen usw.; aber alle bedenken nicht, dass beim Gewähren ihrer Bitten das geistige Wohl und Wehe der Beteiligten oft noch ärger, noch schlechter würde.


Unterweisung 52 - Buch des wahren Lebens

31. So, wie der Mensch sich auf Erden eine Welt geistigen Friedens ähnlich dem Frieden Meines Reiches schaffen kann, kann er durch seine Verderbtheit auch ein Dasein führen, das wie eine Hölle von Lastern, Schlechtigkeiten und Gewissensbissen ist.

32. Auch im Jenseits kann der Geist Welten der Finsternis, der Verderbtheit, des Hasses und der Rache antreffen, je nach der Neigung der Seele, ihrer Verirrung und ihren Leidenschaften. Doch wahrlich, Ich sage euch, sowohl der Himmel, als auch die Hölle, von denen sich die Menschen nur mittels irdischer Formen und Bilder eine Vorstellung machen, sind nichts Anderes als verschiedene Entwicklungsstadien der Seele: die eine aufgrund ihrer Tugend und Entwicklung auf dem Gipfel der Vollkommenheit, die andere im Abgrund ihrer Finsternis, ihrer Laster und ihrer Verblendung.

33. Für die gerechte Seele ist der Ort, an dem sie sich befindet, gleichgültig, denn überall wird sie den Frieden und den Himmel des Schöpfers in sich tragen. Die unreine und verwirrte Seele hingegen kann sich in der besten der Welten befinden, und sie wird im Innern unaufhörlich die Hölle ihrer Gewissensbisse fühlen, die in ihr brennen werden, bis diese sie geläutert haben.

34. Glaubt ihr, dass Ich, euer Vater, Orte geschaffen habe, die ausdrücklich dazu bestimmt sind, euch zu strafen und Mich so auf ewig für eure Beleidigungen zu rächen?

35. Wie beschränkt sind die Menschen, die diese Theorien lehren!


Trompete Gottes, Band 2 - Suche zuerst deine eigene Erlösung - Betreffend dem Zeichen des Tieres (7. Juli 2005)

"Warum oh ihr Menschen der Erde produziert ihr Ketten und legt sie dann sicher um eure eigenen Füsse?! Ich sage euch die Wahrheit, ihr seid alles Gefangene, Sklaven eurer eigenen, bösen Gedanken und Wünsche!…

Deshalb gebt all diesen Wahnsinn auf und kommt zu Mir zurück! Ruft Meinen Namen an in Ernsthaftigkeit und Wahrheit und ihr seid wirklich frei! Denn Ich halte all die Schlüssel; sogar über den Tod und die Hölle habe Ich komplette Autorität!… "


Matthäus 5,27 - Bibel, Matthäus-Evangelium

27. Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2. Mose 20,14): «Du sollst nicht ehebrechen.»
28. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
29. Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiss es aus und wirf's von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.
30. Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.

Geistige Erläuterungen siehe nächsten Abschnitt...


GEJ01-42 - Nathanaels Beleuchtung der Entsprechungsbilder der Bergpredigt (Jakob Lorber)

42,4. Spricht weiter Nathanael: „Nun gut, so du das als ein Schriftkundiger weisst, warum schiltst du dann den Herrn einen Narren, so Er nach der Schrift Seinen Mund auftut in Gleichnissen, zu deren Verständnis du den Herrn wohl um ein Licht anflehen kannst, aber deshalb nicht den Herrn einen Narren schelten sollst, so dir Seine gleichnisweise Rede unverständlich ist, indem du selbst voll Unverstandes bist in solchen Dingen Gottes?!

42,5. Siehe, die Dinge der Natur haben ihre Ordnung und können nur in dieser ihrer eigentümlichen Ordnung bestehen; und so haben auch die Dinge des Geistes ihre höchst eigentümliche Ordnung und können ausser solcher Ordnung nicht bestehen, nicht gedacht und nicht ausgesprochen werden. Aber zwischen den Naturdingen und den geistigen Dingen, weil jene aus diesen hervorgegangen sind, ist und besteht eine genaue Entsprechung, die freilich wohl nur der Herr allein am allerbesten kennt.

42,6. Wenn nun der Herr uns rein Geistiges verkündet, die wir noch sämtlich in der starren Ordnung der Naturmässigkeit uns befinden, so kann Er solches ja nur auf dem Wege der gleichnisweisen Entsprechungsbilder geschehen lassen. Um diese aber recht zu verstehen, müssen wir trachten, unsern Geist durch die Beachtung der Gottesgebote zu wecken. Erst in solcher Gewecktheit werden wir darüber ins klare kommen, was der Herr unter einem solchen entsprechenden Gleichnisbilde alles gesagt und geoffenbart hat, und eben darin wird sich Sein göttlich Wort ewig von unserem menschlichen unterscheiden.

42,7. Nun aber habe wohl acht! Was bei dem Naturmenschen das Auge ist, das ist beim Geiste das Schauvermögen in göttlichen und himmlischen Dingen, die allein dem Wesen des Geistes für seine glückseligste ewige Existenz zusagen.

42,8. Da aber der Geist zufolge notwendigster göttlicher Ordnung eine bestimmte Zeit in die Materie des Fleisches dieser Welt versenkt werden muss, auf dass er fest werde in seiner Freiheit und nahe völligen Unabhängigkeit von Gott, ohne die er Gott nie schauen könnte und noch weniger bestehen in, neben und bei Gott – (So der Geist aber eben in der Materie reift und sich festet in der Freiheit und Unabhängigkeit von Gott, steht er aber in der unmöglich vermeidbaren Gefahr, von der Materie selbst verschlungen und mit getötet zu werden, aus welchem Tode eine Erweckung zum Leben in Gott eine höchst schwere und leidende ist und sein muss) –, so sagte der Herr, wohl verstanden nicht zum Fleischmenschen, sondern zum Geistmenschen: ,So dich das Auge ärgert, da reisse es aus und wirf es von dir; denn es ist besser, mit einem Auge in die Himmel zu gehen – als mit beiden in die Hölle!‘, was soviel sagen will als: Wenn dich das Licht der Welt zu sehr verlockt, so tue dir Gewalt an und kehre dich ab von solchem Lichte, das dich in den Tod der Materie zöge! Benimm also dir selbst als Geist den leeren Genuss der Weltanschauung und wende dich mit deiner Sehe den rein himmlischen Dingen zu! Denn es ist dir besser, ohne alle Weltkunde in das Reich des ewigen Lebens einzugehen, als wie zu weltkundig einerseits und zu wenig geistkundig anderseits von dem Tode der Materie verschlungen zu werden!

42,9. So der Herr hier von zwei Augen, Händen und Füssen sprach, da bezeichnete Er damit ja nicht die zwei Augen und die zwei Hände und Füsse des Leibes, sondern nur das offenbar doppelte Seh-, Tätigkeits- und Fortschrittsvermögen des Geistes und warnt nicht das Fleisch, das kein Leben hat, sondern den Geist, sich mit der Welt lieber nicht zu befassen, so er merke, dass ihn diese zu sehr anzöge, da es in dem Falle besser sei, ohne alle Weltkundigkeit in das ewige Leben einzugehen, als durch zu viel Weltkenntnis am Ende von dem notwendigen Gerichte der Welt verschlungen zu werden.

42,10. Der Geist aber soll ja wohl die Welt auch schauen und weltkundig werden, aber er soll an ihr kein Wohlgefallen finden! Fängt er aber an, zu verspüren, dass ihn die Welt anreizet, so soll er sich sogleich von ihr abwenden, weil ihm da schon Gefahr droht! Und siehe, dieses nötige Abwenden drückt das entsprechende Bild des Augausreissens aus; und Der uns ein so treffend Bild geben kann, Der muss sicher wohlbewandert sein in allen geistigen und materiellen Verhältnissen des Menschen, was nach meiner Überzeugung nur Dem möglich sein kann, durch Dessen Kraft, Liebe und Weisheit alle Dinge geistig und materiell geschaffen worden sind! Ich meine nun, du wirst mich denn doch verstanden haben und nun einsehen, wie grob du dich an Dem versündigt hast, Der dein wie unser aller Leben in Seiner allmächtigen Hand trägt!?“


ERDE-40 - Die Tätigkeit der Geister im Erdinnern (Jakob Lorber, 1. März 1847)

1. Ihr habt schon bei der natürlichen Darstellung der Erde gesehen, wie die Erde als ein organisch lebendes Wesen ihre Nahrung nimmt, dieselbe in sich verdaut und die Nährsäfte dann durch zahllose Organe hinaus bis zur Oberfläche leitet, und wie anderseits die gröberen, unverdaulichen Exkremente (Auswurfstoffe) gegen den Südpol hingeleitet werden. Diese Nahrung oder Kost der Erde ist, wie ihr nun leicht begreifet, nur dem Sehen nach materiell, dem Wesen nach aber ist sie geistig; denn da dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art in das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind.

2. Dieses Hineindringen der besseren Geister in das Innerste des Erdwesens hat einen mehrfachen Zweck. Fürs erste werden die Seelen und Geister böser Menschen dahin gerichtet und einer - wie ihr zu sagen pfleget - ewigen höllischen Gefangenschaft preisgegeben; denn solche Meuterer gegen die göttliche Ordnung müssen tief und fest verwahrt werden, damit sie die göttliche Ordnung fürder nicht stören können, indem vor solcher Einkerkerung viele tausend Besserungsversuche fruchtlos geblieben sind.

3. Ein zweiter Grund dieses Hineindringens der Geister und geistigen Spezifika in das Innerste des Erdwesens ist der, dass es in diesem Innern wieder Geister gibt, die - so wie ihr zu sagen pflegt - für ihre Tollwut in dieser Gefangenschaft schon ein gehöriges Lehrgeld bezahlt haben, sehr stark gewitzigt worden sind und wieder einen sehnlichsten Wunsch haben, in die Freiheit zu gelangen. Solche Geister werden dann durch die hineingedrungenen besseren Geister auf den ordnungsmässigen Wegen von ihrer Gefangenschaft befreit und herauf zu der grösseren Freiheit geführt, wo sie dann wieder zur Tätigkeit verwendet werden. Da müssen sie zuerst, weil noch etwas Böses in ihnen ist, sich an die Giftpflanzen wie auch an giftige Tiere machen und die zum Wachstume erforderlichen psychischen Urspezifika ordnen und dadurch solch einer giftigen Pflanze oder giftigen Tiere jene Gestalt und Beschaffenheit geben, in der sie fortwährend ordnungsgemäss in die Erscheinlichkeit treten müssen. Tun solche Geister dann gut, so werden sie zu der Direktion besserer Pflanzen und Tiere geleitet; tun sie aber nicht gut - da sie oft ausarten und die schädlichen Spezifika, statt selbe in die Pflanzen zu leiten, sogleich in die Tiere oder Menschen leiten, wodurch dann epidemische Krankheiten entstehen -, so werden sie von solchem Geschäfte wieder weggenommen und in die Erde in engere Haft getan, wo sie sich mit der Bildung der Metalle und der Steine abgeben müssen, welche Arbeit natürlicherweise viel schwerer und langwieriger ist. Eine Befreiung von solch einem Zustande kann erst dann erfolgen, wenn ein solcher Geist nach sehr vielen Jahren sein angewiesenes Geschäft getreu und zum Nutzen für die Erlösung in der Materie gefangener Seelen vollführt hat. - Das ist also wieder ein Grund, aus welchem die besseren Geister in das Innere der Erde sich hinabbegeben.


Liebesbriefe von Jesus - Nach der Entrückung... Dämonen, Aliens, Vulkane und die sich ausdehnende Hölle - Teil 6 (8. März 2015)

“Zurück zu den Vulkanen. Ich habe die Gegenden der Welt anvisiert, die mit Menschenhandel, Drogenfluss und grossen Ungerechtigkeiten gegen die Menschlichkeit zu tun haben. Erdbeben und Vulkane werden viele Leben nehmen und viel zerstören. Es ist nicht Mein Wunsch, irgend ein Leiden in der Menschheit zu sehen, aber du hast keine Ahnung von der Grausamkeit gegen die Menschheit, in welche diese Gegenden verwickelt sind. Das Blut ihrer Getöteten schreit nach Mir von der Erde. Ich werde nichts verschieben, Ich werde Gerechtigkeit bringen.”

“Also diese Vulkane sind Eingänge zur Unterwelt, direkte Kanäle zu den Eingeweiden der Hölle und während sich die Hölle auffüllt, dehnt sich die Erde aus. Dies ist kein privater Gedanke von dir, Ich habe dir dieses Verständnis gegeben, es kam von Mir.”


Liebesbriefe von Jesus - Jesus spricht über die kommende Hölle auf Erden (13. Dezember 2014)

“Die Hölle auf Erden. Wortwörtlich… Hölle auf Erden. Kaum zu glauben, jenseits jedes Horrorfilms, den Hollywood sich jemals einfallen lassen oder erfinden könnte. Keiner kennt den Ernst von dem, was kommt; so Viele zurückgelassen am Wegesrand.”

“Nimm es einfach sehr ernst. Sehr, sehr, sehr ernst. Die Lebenden werden die Toten beneiden. Woran diese böse und gottlose Generation glaubt, ist eine komplette Lüge. Was ihnen verkauft wurde, ist eine Lüge. Da gibt es nichts Vergleichbares mit der Realität, die dabei ist, über sie hereinzubrechen. Sie realisieren nicht, dass sie von Satan genutzt werden zu ihrer eigenen Zerstörung. Es passt in ihre Gier, dass sie auch umkommen in den Plagen und Seuchen, welche sie hervorgebracht haben. Es passt, dass sie verschlungen werden im flüssigen Feuer, in ihren luxuriösen und extravaganten Untergrundstädten. Es ist so passend.”

“Ja, Ich werde tatsächlich mit Feuer reinigen, aber nicht Alle werden sterben. Da werden Jene sein, die aus der Grube heraufkommen; seelenlose Ungeheuer, die zerstört werden müssen. Die Dämonen werden gebunden sein, aber was sie erschaffen haben mit künstlicher Intelligenz und Körperteilen – vermischt mit Mensch und Tier – Jene werden immer noch auf der Erde herumwandern und müssen ausgerottet werden. Es genügt zu sagen, die Welt wird unbrauchbar sein. Und ja, Ich werde sie wieder herstellen. Aber da wird es viel zu tun geben.”

“Worüber Ich weine ist das Leiden der Völkerscharen, die nicht zuhören wollten. Sie wählten, Mir ihre Rückseite zuzudrehen und sie hielten ihre Ohren zu, weil es unbequem war, ihre Leben anzuhalten, um Meine Botschaft zu vernehmen. Erst wenn der Völkermord hier ist, werden sie zu Mir zurückkehren, jedoch zu spät, um vor dem Feuer und dem Zorn des Vaters errettet zu werden. Sie werden sich nicht Gott zuwenden in Gerechtigkeit, sondern in egoistischer Ambition, um errettet zu werden – doch die Errettung wird ihnen entkommen.”

“Ich möchte, dass du ihnen sagst, dass dies niemals Mein Plan war für die Menschheit. Ich erschuf den Garten für Meine Söhne und Töchter. Niemals träumte Ich davon, was kommt. Alles wurde von Satan und seinen Gefolgsleuten arrangiert. Versucht zu verstehen – dies war nicht Mein Plan. Schaut, zu Viele schreiben Mir Böses zu, weil sie keine Verantwortung für ihre eigene Niederlage übernehmen wollen.”


GEJ01-75 - Der neue Weg zur Freiheit der Kinder Gottes (Jakob Lorber)

75,1. Sagt Simon Petrus: „Ja, Herr, wohl haben wir es verstanden aus dem Grunde; aber es hat diese Sache dennoch eine Schattenseite, und die besteht meines Dafürhaltens darin, dass, so wir nach Deiner Lehre die Strafen auf Übeltaten ganz aufheben, so werden sich in Kürze die Übeltäter mehren wie das Gras auf der Erde und der Sand im Meere. Wo irgend ein Gesetz gegeben ist, da muss es mit einer angemessenen Strafe sanktioniert sein, ansonst es so gut als gar kein Gesetz ist. – Oder kann ein Gesetz auch ohne eine Sanktion bestehen?“

75,2. Sage Ich: „Mein Lieber, du urteilst hier wie ein Blinder von der Farbe des Lichtes! Gehe hin und beschaue dir die Tiergärten der Grossen; allda wirst du sehen allerlei wildes Getier, als: Tiger, Löwen, Panther, Hyänen, Wölfe und Bären. Wenn solche Bestien nicht in starken Zwingern sich befänden, wer wäre in ihrer Nähe seines Leiblebens sicher?! Welch eine Torheit aber wäre es, auch die zarten Lämmer und Tauben in Zwingern zu halten!

75,3. Die Hölle bedarf freilich wohl der strengsten Gesetze, versehen mit der peinlichsten Sanktion; aber Mein Reich, das der Himmel ist, bedarf weder eines Gesetzes und noch weniger irgend einer Sanktion!

75,4. Ich aber bin nicht gekommen, euch durch die sanktionierte Schärfe der Gesetze für die Hölle, sondern durch Liebe, Sanftmut und Wahrheit für den Himmel nur zu erziehen. So Ich nun euch von dem Gesetz durch Meine neue Lehre aus dem Himmel frei mache und euch zeige den neuen Weg durchs Herz zum wahren, ewigen, freiesten Leben, warum wollt ihr dann stets gerichtet und verdammt unter dem Gesetze leben und bedenket nicht, dass es besser ist, in der freien Liebe dem Leibe nach tausend Male zu sterben als einen Tag im Tode des Gesetzes zu wandeln?!

75,5. Es versteht sich von selbst, dass man die Diebe, Räuber und Mörder einfangen und in die Zwinger tun muss; denn diese sind gleich den wilden, reissenden Bestien, die als Ebenbilder der Hölle in Löchern der Erde hausen und Tag und Nacht auf den Raub lauern. Auf solche eine gerechte Jagd zu machen ist sogar eine Pflicht der Engel im Himmel; aber vernichten soll sie niemand, sondern sie in die Zwinger tun und sie allda sänften und zähmen! Nur bei einer gewaltsamen Gegenwehr sollen sie verstümmelt und beim hartnäckigen Widerstande auch getötet werden dem Leibe nach! Denn da ist eine tote Hölle besser als eine mit einem Leben versehene.

75,6. Aber wer immer einen Dieb, Räuber und Mörder im Zwinger noch weiter richtet und tötet, der wird von Mir einst mit zornigen Augen angesehen werden. Denn je schärfer die Menschen ihre Übeltäter richten und strafen, desto grausamer, vorsichtiger, heimlicher und hartnäckiger werden die noch in der Freiheit befindlichen Übeltäter sich gestalten; und wenn sie dann in ein Haus bei der Nacht einbrechen, so werden sie nicht nur alles nehmen, was sie finden, sondern sie werden auch alles ermorden und alles vertilgen, was sie irgend verraten könnte.

75,7. Nimm du aber hinweg das scharfe Gericht und gib allen Menschen den weisen Rat, dass sie dem, der von jemandem einen Rock verlangt, auch den Mantel hinzugeben sollen, so werden zwar die Diebe noch kommen und von euch verlangen dieses und jenes, aber rauben und morden werden sie nicht!

75,8. So aber die Menschen aus wahrer Liebe zu ihren Brüdern und Schwestern aus der Liebe zu Mir nicht mehr die vergänglichen Güter dieser Erde zusammenhäufen werden und werden einhergehen wie Ich, dann wird es auch alsbald weder Diebe und noch weniger Räuber und Mörder geben!

75,9. Wer da meint, durch strenge Gesetze und stets verschärfte Gerichte werden am Ende die Übeltäter ausgerottet werden, der irrt sich gewaltig! Die Hölle hat daran noch nie einen Mangel gehabt. Was nützt es dir, zu töten einen Teufel, so darauf die Hölle an die Stelle des getöteten einen zehn schickt, von denen einer ärger ist, als es zehn der ersten Art gewesen wären?! Wenn der Böse, so er kommt, sich gegenüber wieder Böses findet, so ergrimmt er und wird zum Satan im Vollmasse; so er aber kommt und findet nichts denn Liebe, Sanftmut und Geduld, da steht er von seiner Bosheit ab und zieht weiter.

75,10. Ein Löwe, so er sieht einen Tiger sich ihm nahen oder einen andern Feind, da wird er bald voll Grimm, springt hin mit aller Gewalt und vernichtet seinen Gegner; aber ein schwaches Hündchen lässt er mit sich spielen und wird sanft. Kommt ihm aber gar eine Fliege entgegen und setzt sich sogar auf seine starken Pfoten, so würdigt er sie kaum eines Blickes und lässt sie ungehindert von dannen fliegen; denn der Löwe gibt sich mit dem Mücken- und Fliegenfange nicht ab. Also aber wird sich jeder mächtige Feind gegen euch benehmen, so ihr ihm nicht mit einer Gewalt entgegentretet.

75,11. Segnet daher lieber eure Feinde, als dass ihr sie fanget, richtet und in die Zwinger sperret, so werdet ihr glühende Kohlen über ihren Häuptern sammeln und sie unschädlich machen für euch!

75,12. Mit der Liebe, Sanftmut und Geduld kommet ihr überall fort; so ihr aber die Menschen, die trotz ihrer Blindheit am Ende dennoch eure Brüder sind, richtet und verurteilt, so werdet ihr statt des Segens des Evangeliums nur Fluch und Zwietracht streuen unter die Menschen auf dem Erdboden!


GEJ01-125 - Der Herr bespricht sich mit den Johannesjüngern über die Essäer (Jakob Lorber)

125,12. „Sehet“, sage Ich darauf, „so denkt und handelt ein rechter Mensch auf dieser Welt und beklagt sich nicht, dass ihn je Gott verlassen hätte! Und also ist es auch allzeit gewesen und wird ewig also sein!

125,13. Der auf Gott vertraut, dem traut auch Gott und verlässt ihn nicht und lässt ihn nicht zuschanden werden! Aber jene, die, wie ihr, wohl an Gott glauben, dass Er einer ist, aber sie trauen Ihm nicht völlig, weil ihnen ihr eigenes Herz sagt, dass sie einer Gotteshilfe unwert sind, diesen hilft Gott auch nicht; denn sie haben ja kein Vertrauen auf Gott, sondern allein auf ihre eigenen Kräfte und Mittel, die sie für förmlich heilig und unverletzlich halten und sagen: ,Mensch, willst du, dass dir geholfen sei, so hilf dir selbst; denn ein jeglicher Mensch ist sich selbst der Nächste und sorgt zuerst für sich!‘ Und bis er sich versorgt hat, geht der Hilfsbedürftige zugrunde!

125,14. Aber Ich sage: So ihr zunächst für euch sorgt, so seid ihr von Gott verlassen und ledig Seines Segens und Seiner sonst so über alles sichern Hilfe! Denn Gott hat die Menschen nicht aus Selbstsucht, sondern aus purer Liebe erschaffen, und so sollen die Menschen der Liebe, die ihnen das Dasein gab, in allem völlig entsprechen!

125,15. So ihr aber ohne Liebe und Vertrauen auf Gott lebt und handelt, da verkehrt ihr das Himmlische in euch freiwillig in Höllisches, wendet euch von Gott ab und werdet zu Dienern der Hölle, die euch dann am Ende auch den verdienten Lohn nicht vorenthalten wird, der da heisst der Tod im Zorne Gottes!

125,16. Ihr sagtet auch, dass die Essäer, die nach des Pythagoras Schule leben, wegen ihrer reinen Philanthropie von niemandem wohl gelitten werden, ausser von einigen wenigen Römern.

125,17. Auch Ich achte sie nicht, da sie die Unsterblichkeit der Seele nicht anerkennen; aber dennoch ist der Schlechteste unter ihnen besser als der Beste unter euch!


Liebesbriefe von Jesus - Jesus erklärt... Alles scheint seinen gewohnten Gang zu nehmen (7. April 2015)

“Was Ich sagen möchte ist, dass du nicht trauern musst um Jene, die zurückgelassen sind, nein, dies ist ihre Bestimmung, weil sie gewählt haben, in jener Schicht der Isolation zu leben, wo alles bereitgestellt wurde von ihren eigenen Händen, wo Erfolg der ganze Fokus ihres Lebens war. Ja, sie wählten dies und die Welt, so wie sie ist, liess sie blind und nackt vor Mir. Und dies habe Ich zugelassen, um ihre Seelen zu erretten, denn ohne das, nun, die Hölle füllt sich auf. Es sind nicht Alles schlechte Menschen, nur gottlos, ohne Bedarf für Gott. Es ist Mein Gnadenakt, dass ihre Welt am Ende zusammenbricht. Es ist Meine Liebe für sie, die eine solche Katastrophe zulässt. Nur Nacktheit wird sie zu Mir bringen, hungrig nach Trost und Wahrheit.”


GEJ01-139 - Wer etwas mehr liebt als den Herrn, der ist Seiner nicht wert! (Jakob Lorber)

139,9. Wahrlich sage Ich euch: Wer immer das Leben dieser Welt sucht und es auch leicht findet, der wird das ewige Leben verlieren, und Ich werde ihn nicht erwecken am jüngsten Tage zum ewigen Leben alsbald nach dem Abfalle des Leibes, sondern ihn werfen in die Hölle zum ewigen Tode.

139,10. Wer aber das Weltleben nicht nur nicht sucht, sondern dasselbe aus wahrer, reiner Liebe zu Mir flieht und verachtet, der wird das ewige Leben finden (Matth.10,39); denn Ich werde ihn sogleich auferwecken nach dem Tode seines Leibes als an dessen jüngstem Tage des neuen Lebens in der Geisterwelt und werde ihn einführen in Mein ewiges Reich und sein Haupt zieren mit der Krone der ewigen, unvergänglichen Weisheit und Liebe, und er wird dann herrschen mit Mir und allen den Engeln des ewig endlosen Himmels über alle Sinnen- und Geisterwelt ewig!“


GEJ01-152 - Des Satans Beschränkung im Jenseits (Jakob Lorber)

152,8. Es ist ja ausserordentlich! Man kann nun mit diesen Wesen umgehen und reden wie mit seinesgleichen! Was mich aber doch etwas wundernimmt, ist das, dass hier unter vielen und vielen Geistern, von denen ich einige sogar der Person nach ganz gut erkenne, kein Patriarch, kein Prophet und ebenso auch kein König zu erschauen ist!“

152,9. Sage Ich: „Mein liebster Freund und Bruder, diese sind ebensogut wie diese lebend in der Geisterwelt; aber auf dass ihnen von allen den Millionen und Millionen Geistern nicht irgend eine göttliche Verehrung erwiesen werde, so werden sie an einem ganz besonderen Orte, der da die Vorhölle heisst, von allen andern Geistern ganz abgesondert gehalten und sind alldort in der vollen Erwartung, dass Ich sie nun in dieser Zeit frei machen und sie dann einführen werde in die Himmel der Urwohnung Meiner Engel, – was denn auch in der Bälde geschehen wird.

152,10. Zugleich aber machen diese Geister der Patriarchen, Propheten und der rechten Könige eine Hut zwischen der eigentlichen Hölle und dieser Geisterwelt, damit die Hölle sie nicht verfinstern, verpesten und verführen kann.

152,11. Es ist dem Satan zwar wohl zugelassen, in die Naturwelt zu gehen und da von Zeit zu Zeit sein Unwesen zu treiben; aber in diese Geisterwelt ist allen Teufeln für ewig der Eintritt verschlossen. Denn wo das eigentliche Leben einmal seinen Anfang genommen hat, da bleibt der Tod ewig ferne. Satan, Teufel und Hölle aber sind das Gericht und somit der barste Tod selbst und haben somit im Reiche des Lebens nichts mehr zu tun.


Trompete Gottes - Das Böse ausgelöscht… Gerechtigkeit regiert (20. Juli 2009)

"Jetzt hört Meine Worte und erlangt Weisheit, denn das sagt Der Herr… Wenn in Meinem Wort, wie es am Anfang geschrieben war von Meinen erwählten Leuten, es keine Spur von dieser Lehre der Hölle und der ewigen Qual gab, wovon allgemein gesprochen wird unter den Kirchen der Menschen, wie kommt es denn, dass dies jetzt in den Schriften des Neuen Bundes drin steht? Noch einmal sage Ich zu euch, denkt nach und betet und sucht Mein Gesicht durch Ihn, der allein das Ebenbild Des Unsichtbaren Gottes ist; denn nur durch Den Sohn wird die wahre Natur Des Vaters offenbart sein.

Meine Kinder, seid weise und wachsam; seid nicht getäuscht. Denn Ich sage euch die Wahrheit, von Anfang an war Satan ein Verführer und ein Mörder; er war niemals auf der Seite der Wahrheit. Von Anfang an versuchte er, Meine Leute zu verführen, indem er sagte “Ihr werdet nicht sicher sterben.” Und noch immer bis zu diesem Tag wird die Lüge weit verbreitet gesprochen und akzeptiert und sogar heftig verteidigt von den Kirchen der Menschen, um des Stolzes willen. Denn sie halten die Lüge hoch, indem sie lehren, dass egal ob Einer glaubt und Den Sohn akzeptiert oder ob Einer es unterlässt und Das Leben zurückweist, dass Alle ewiges Leben haben, im Himmel oder in der Hölle… GLAUBT IHNEN NICHT! Schaut mit einem grösseren Weitblick, denn Ich ändere nicht! Ich gewähre den Bösen kein ewiges Leben in irgendeiner Form, noch werden die im Herzen Bösen ewiges Leben sehen! Ihre Existenz wird von ihnen genommen sein; sie werden sicherlich ausgelöscht werden! Da gibt es kein Leben im Tod, noch gibt es Qual in Meinem Gewand, noch ist es Mir in den Sinn gekommen!

Geliebte, die Kirchen der Menschen sprechen Dummheiten, und ihre Führer vermitteln Lehren vom Teufel!… "


GEJ01-167 - Verfall der Menschheit durch das Weib (Jakob Lorber)

167,4. Ich rate daher, ohne zu wollen, dass dieser Rat ein Gebot sein solle:

167,5. So da jemand wählt und freien will um ein Weib, so sehe er, dass die Maid, um die er freit, nicht putzt ihren Leib – ausser mit Wasser, was der Gesundheit des Leibes not tut – und auf der Gasse nicht trägt ein offenes Gesicht, was sich nicht geziemt für ein Weib, und auch nicht prunkt mit ihren sonstigen Reizen, sondern in allem züchtig ist, ihren Leib wohl bedeckt mit Linnengewand und zur Winterszeit mit ungefärbten Tüchern aus Schafwolle, auch keine Vielzünglerin ist und nicht prahlt, als hätte sie etwas; denn es ist dem Weibe sehr heilsam, so sie nichts hat, als was ihr im höchsten Grade not tut. Eine solche Maid ist dann auch eines Mannes wert, und ihr sollet um sie freien. Aber um eine Reiche, Geputzte, Geschmückte, die in weichen und buntgefärbten Kleidern einhergeht, ein offenes Gesicht auf der Gasse zur Schau trägt, sich gerne begrüssen lässt von den Reichen und Angesehenen und zu den Armen sagt: ,Da sehet das stinkende Bettelvolk!‘ – Ich sage euch, – vor einer solchen Maid fliehet wie vor einem Aase!

167,6. Denn eine solche Maid ist ein getreuestes Abbild der verlockenden Hölle in kleinster Gestalt, und wer eine solche freit, begeht eine gröbste Sünde wider die göttliche Ordnung und darf darauf rechnen, dass solch ein Weib, das auf der Erde schwerlich je besser wird, so sie eher stirbt denn der Mann, den ihr ins andere Leben folgenden Mann, wenn er selbst der Tugend ergeben war, aber sein Weib der irdischen Vorzüge wegen sehr geliebt hatte, sicher wenigstens auf eine bedeutend lange Dauer in die Hölle ziehen wird.

167,7. Denn gerade also, wie solch ein Weib auf dieser Erde Trugmittel anwandte, um sich einen Mann zu fangen, den sich ihre Lüsternheit auserlesen hatte, ebenso, aber ums tausendfache verführerischer, wird sie jenseits ihrem ihr nachfolgenden Manne in aller erdenklichen Reizendheit entgegenkommen und ihn in ihr höllisches Nest ziehen. Und es wird sogestaltig dem Manne schwer werden, sich seinem Weibe zu entwinden.

167,8. Darum beachtet das wohl, und wer da freit, der erkenne seine Braut zuvor genau und prüfe wohl alles, auf dass er sich nicht statt eines Engels einen Teufel an den Hals bindet, den er dann nicht leicht los wird!

167,9. Die Kennzeichen habe Ich euch zur Genüge gezeigt; beachtet das, so werdet ihr Glück haben dies- und jenseits! Ich gebe es euch zwar nicht als ein Gebot, das euch binden solle, sondern nur, wie schon früher bemerkt, als einen guten Rat, der euch und allen eitlen Weibern besonders von grossem Nutzen sein kann, so er befolgt wird.

167,10. Denn wer aus euch also ein eitles und listig verführerisches Weib zurechtweist, dass es erkennt seine böse Torheit, dem soll einst im Himmel ein grosser Preis zuteil werden.

167,11. Wendet daher eure Augen ab von einem verführerischen Weibe; denn ein solches Weib ist geheim, ohne es zu wissen, mit dem Satan im Bunde und dient ihm unbewusst zu dessen verlockenden Zwecken.

167,12. Will jemand aus euch den Satan in seiner ärgsten Gestalt sehen, so schaue er sich nur eine recht geputzte Dirne oder ein geziertes Weib an, und er hat den Satan in seiner für den Menschen gefährlichsten Gestalt gesehen!

167,13. Wirkt der Satan als Drache und speit über die Erde Krieg, Hunger und allerlei Pestilenz, dann ist er den Menschen am wenigsten gefährlich; denn in solcher Not wenden sich die Menschen zu Gott, fangen an Busse zu tun und entgehen also der Hölle und ihrem Gerichte.

167,14. Aber wann der Satan seine Drachen bekleidet mit dem Lichtgewande eines Engels, da ist er dem zur Sinnlichkeit von Natur aus geneigten Menschen am gefährlichsten, also, als wenn ein reissender Wolf im Schafskleide käme unter die Schafe! Kommt der Wolf als Wolf zu den Schafen, so fliehen diese nach allen Richtungen und verwirren den Todbringer, dass er stehenbleibt und nachsinnt, welchem Schafe er nachstellen soll, und am Ende ohne Beute abziehen muss; kommt er aber im Schafspelze, da fliehen die Schafe nicht, sondern haben noch obendrauf eine Freude an dem neuen zu ihnen gekommenen Schafe, das ein Wolf ist, der die ganze Herde zerreisst, ohne dass auch nur ein Schaf vor ihm flieht.

167,15. Sehet, diese Lehre und diesen Rat sollet ihr darum als ein Heiligtum in euren Herzen bewahren und euch streng darnach also halten, als hätte Ich ein Gebot gegeben; dann werden eure Ehen mit dem Segen aus dem Himmel bekleidet sein, im Gegenteil – mit dem Fluche der Hölle!


GEJ01-168 - Von der Kultur und unseren Schulen (Jakob Lorber)

168,1. Hier tritt ein Pharisäer näher zu Mir und sagt: „Herr und Meister! Das ist alles sehr schön, gut und wahr, und es läßt sich dagegen nichts einwenden. Aber so die Menschen all die Stoffe, die die Erde ihnen so reichlich bietet, nicht sammeln und nach rechter Kunst verarbeiten, so wird die Erde bald als eine Wüste dastehen, und es wird auf ihr weder eine noch irgendeine andere Kultur erschaulich sein. Müssen nicht Häuser sein und Schulen aller Art? Nehmen wir das weg, dann wird die Menschheit in kürzester Zeit in einem vollends tierischen Zustande sich befinden. Man kann also die Welt denn doch nicht völlig auf die Seite setzen, solange man ein Bürger der Materie ist!?“

168,2. Sage Ich: „Eure Schulen sind gerade dazu tauglich, um schon in den zarten Gemütern der Kinder allen Geist zu töten, und es wäre deshalb wenig schade um sie, so sie gänzlich eingingen; denn wahrlich sage Ich euch: So die Welt euer Lehrer ist, was Geistiges wollt ihr dann von ihr erlernen?

168,3. Wer immer nicht im Herzen gelehrt wird von Gott, der bleibt in der Nacht der Welt, und das Licht des Lebens wird ihm ewig ferne bleiben!

168,4. Wem aber nicht leuchtet das wahre Licht des Lebens von Gott ausgehend, der ist tot, und hätte er von der Welt auch alle Weisheit der Engel erlernt! Wie lange wohl wird sie ihm dienen?

168,5. Bleibet daher in Mir, so werde Ich in euch verbleiben, und die Weisheit der Himmel wird eure Herzen lebendig erfüllen für ewig! Fasset und begreifet ihr solches?“

168,6. Als der Pharisäer solche Belehrung aus Meinem Munde vernommen hatte, sprach er ganz düsteren und ernsten Angesichts: „O große, heilige, mit den Händen zu greifende Wahrheit! Wie herrlich, wie groß bist du! Wie glücklich könnten alle Menschen auf dieser Erde sein, so sie in solcher heiligen Wahrheit wären und ihren Lebenswandel danach einrichten! Aber, o Herr, ein übergroßes Aber! Solange noch ein Tropfen von der Erde bestehen wird, oder solange Menschen diese Erde bewohnen werden, wird unter ihnen Habsucht, Neid, Geiz, Hochmut und die alles verderbende Herrschsucht sein, lauter Dinge aus dem Fundamente der Hölle; und auf solchem Boden wird solche Wahrheit, die wohl ungezweifelt aus den Himmeln ist, dennoch nie Wurzel fassen und wird von all den tausendmal tausend Jüngern der Hölle bis zum letzten Buchstaben verfolgt werden! Was nützt dann all solche himmlische Wahrheit?!

168,7. Die Menschheit zum allergrößten Teile muß vertilgt, eine neue auf die Erde gesetzt und diese von der Wiege an in solcher Wahrheit erzogen werden, dann lassen sich Früchte erwarten, die für die Himmel taugen; aber wie die Menschheit jetzt bestellt ist, ist sie für die Hölle zu schlecht, geschweige für solche Wahrheiten aus den obersten Himmeln!

168,8. Wenn Du auch die Absicht hast, eine kleine Gemeinde zu stiften, die in all dieser rein himmlischen Weisheit und Wahrheit bestehen und großwachsen soll, so wird sie sich doch allenthalben unter reißenden Wölfen befinden, die, wenn sie ihr schon geistig nichts werden anhaben können, sie irdisch unausgesetzt beunruhigen und ängstigen werden, und sie wird sich in ihrer Reinheit nie zu erheben imstande sein; und wer weiß es, außer Gott, wie nach längeren Zeitläufen die Nachkommen der reinen Gemeinde aussehen werden?!

168,9. Menschen sind und bleiben Menschen, heute Engel, morgen Teufel, und es ist also auch den Besten nicht zu trauen!

168,10. Jehova führte doch sichtbar die Kinder Israels aus Ägypten; sie sahen Ihn Tag und Nacht; in der Wüste, wo Er ihnen die Gesetze gab, ernährte Er sie wunderbar durch volle vierzig Jahre. Da regnete es von Wundern über Wunder! – Und man schlage nach in der Geschichte, mache einen Blick auf unsere gegenwärtigen Lebens-, Religions- und anderen Freundschaftsverhältnisse und schaue sich so die einstigen Gotteskinder an, und man wird keine Spur von dem mehr finden, was sie einst waren!

168,11. Darum sage ich und behaupte fest, ohne darum Deiner Liebe und Weisheit nur im geringsten vorgreifen zu wollen: Es ist ewig schade um solche Deine Weisheit und solche Taten; denn die Menschen sind ihrer ewig nicht wert! Feuer und Schwefel vom Himmel, ja, dessen sind sie wert, aber ewig nimmer solch einer unermeßlichen Gnade! Ich rede nur hier also; denn da glaube ich, daß unser kein Verräter lauert. Kommen wir aber wieder hinab, so will ich schweigen wie ein Grab! Sage mir, o Herr und Meister, habe ich recht? Ist es so oder nicht?“

168,12. Sage Ich: „Du hast irdisch genommen ganz recht; es ist also und wird auch also werden. Aber das alles kann und darf Mich nicht abhalten, der Welt die Wahrheit aus den Himmeln zu verkünden!

168,13. Denn soll die Welt gerichtet werden, so muß ihr das zuvor gegeben werden, was sie in sich selbst richten wird und richten muß, nämlich: die Wahrheit aus den Himmeln, die nun durch Mich in diese Welt kommt und in dieser Welt, wenn auch allzeit verfolgt, bleiben wird.


Trompete Gottes - Der Tag der Schlacht, der Tag der Herrlichkeit (2. Mai 2007)

"Deshalb kommt heraus all ihr Spötter! Tretet hervor all ihr Spötter! Schlägt Meine Boten nieder, wenn ihr in der Lage seid! Tötet Meine Propheten, wenn ihr keine Gottesfurcht habt in euren Herzen! Kommt gegen sie in eurem ungerechten Zorn!… Kommt, sagt Der Herr! KOMMT! Und ihr werdet in Stücke gerissen sein! Ihr werdet MASSIV erniedrigt sein!… Erniedrigt in Meinem heissen Zorn und dann hochgehoben aufgrund Meines Erbarmens.

Und ihr, oh sündhafte und treuen Geliebten von Satan, auch ihr bösen Schlangen, die ihr eure Fäuste gen Himmel schüttelt und auf Den König spuckt, Den Heiligen… Kommt und faucht gegen Meine Erwählten, die Erlösten unter den Menschen, die Erstlingsfrüchte zu Meinem Ruhm in Christus und ihr werdet in die Hölle hinunter gebracht werden!… Welche der Tod und das Grab ist. Denn aus der Erde hatte Ich euch geformt, ihr gebrochenen Gefässe grosser Ehrlosigkeit und zur Erde werdet ihr zurückkehren!

Dies ist der ewige Zustand Meiner Strafe, dies ist die Strafe durch Meine eigene Hand: Zerstörung der Bösen im See, der brennt, in einem Augenblick verzehrt, aus Meiner Gegenwart verschwunden für immer. Dunkelheit, äussere Dunkelheit, das Nichts ist eure Belohnung und ihr werdet es niemals wissen, was ihr empfangen habt oder was ihr nicht empfangen habt. Ihr werdet nichts wissen, noch werdet ihr IRGEND EINEN Teil haben im Leben. Es ist von euch genommen und wird euch niemals wieder geschenkt werden… Euer Erbe ist verloren."


GEJ02-8 - Vom Himmelreich (Jakob Lorber)

8,4. Sage Ich: „Ja, mein lieber Freund, das eigentliche wahre Himmelreich Gottes ist für die wahren Freunde Gottes überall, für die Feinde Gottes aber nirgends; denn für die ist wieder alles Hölle, wohin du nur immer deine Augen und andern Sinne wenden kannst und magst. Unten und oben ist da gleich. Blicke weder zu den Sternen empor – denn sie sind Erden wie diese, die du betrittst – noch senke deine Augen zur Erde hinab, denn sie ist gerichtet wie dein Fleisch, das einmal sterben und verwesen muss! Forsche und suche aber dafür fleissig in deinem Herzen; dort wirst du finden, was du suchst. Denn in eines jeden Menschen Herz ist der lebendige Same gelegt, aus dem dir des ewigen Lebens ewiges Morgenrot erblühen wird.

8,5. Siehe, der Raum, in dem diese Erde schwebt so wie die grosse Sonne, der Mond und all die zahllosen Sterne, die für sich nichts als wieder Sonnen und Erden sind, ist unendlich! Mit der Gedanken Schnelligkeit könntest du diese Erde verlassen und in der geradesten Linie in solcher Schnelligkeit forteilen, – und so du Ewigkeiten auf Ewigkeiten also forteiltest, so würdest du nach vielen Ewigkeiten des gedankenschnellen Fortfluges dennoch nimmer irgendeinem Ende nahekommen! Überall jedoch würdest du Schöpfungen von der seltensten und wunderbarsten Art und Weise treffen, die allenthalben den endlosen Raum erfüllen und beleben.

8,6. Durch dein Herz wirst du nach dem Tode deines Leibes hinaustreten in den endlosen Gottesraum, und nach der Art deines Herzens wirst du ihn entweder als Himmel oder als Hölle antreffen!

8,7. Denn es gibt nirgends einen eigens geschaffenen Himmel, noch irgendeine eigens geschaffene Hölle, sondern alles das kommt aus dem Herzen des Menschen; und so bereitet sich ein jeder Mensch im Herzen, je nachdem er Gutes tut oder Böses, entweder den Himmel oder die Hölle, und wie er glaubt, will und handelt, also wird er auch seines Glaubens leben, aus dem heraus sein Wille genährt ward und ins Handeln überging.

8,8. Jeder aber prüfe die Neigungen seines Herzens, und er wird leicht erfahren, wessen Geistes sein Herz voll ist. Ziehen seine Neigungen das Herz und dessen Liebe zur Welt hinaus, und fühlt er in sich eine Sehnsucht, in der Welt etwas Grosses und Angesehenes zu werden, – hat das hochmütig werden wollende Herz ein Missbehagen an der armen Menschheit, und fühlt es den Trieb in sich, dass es herrschen möchte über die andern, ohne zum Herrschen von Gott erwählt und gesalbt zu sein, so liegt im Herzen schon der Same der Hölle, der, so er nicht bekämpft und erstickt wird, dem Menschen nach dem Tode des Leibes offenbarst nichts denn die Hölle bereitet.

8,9. Ist aber das Herz des Menschen voll Demut, und fühlt er sich glücklich, der Geringste unter den Menschen zu sein, allen zu dienen, seiner selbst der Liebe zu den Brüdern und Schwestern wegen gar nicht zu achten, dem Vorgesetzten willig zu gehorchen in allen guten, den Brüdern so wie so nützenden Dingen, und liebt er also Gott über alles, dann erwächst im Herzen der himmlische Same zu einem wahren, ewig lebendigen Himmel, und der Mensch, der also schon den gesamten Himmel in der Fülle in seinem Herzen birgt voll des wahren Glaubens, der reinsten Hoffnung und Liebe, der kann nach dem Tode des Leibes denn auch unmöglich irgendwo anders hinkommen als ins Himmelreich Gottes, das er in aller Fülle schon lange im Herzen trug! – Wenn du solches recht erwägst, so wirst du leicht begreifen, was es so ganz eigentlich mit dem Himmelreich sowie mit der Hölle für eine Bewandtnis hat.“


GEJ02-9 - Der Herr zeigt das Wesen von Himmel und Hölle in Beispielen (Jakob Lorber)

9,1. Sage Ich: „So habe denn wohl acht; denn es liegt Mir daran, dass du sehend nach Hause ziehest!

9,2. Siehe, in einem Hause wohnen zwei Menschen. Der eine ist mit allem zufrieden, was er im Schweisse seines Angesichtes unter dem Segen Gottes dem Erdboden entlockt. Zufrieden und heiter geniesst er den spärlichen Ertrag seines Fleisses, und seine grösste Freude ist es, mit den noch ärmeren Brüdern seinen mühsam erworbenen Vorrat zu teilen. So ein Hungriger zu ihm kommt, da hat er eine Freude, ihn sättigen zu können, und fragt ihn nie mit ärgerlichem Gemüte um den Grund seiner Armut und verbietet ihm nicht, dass er wiederkommen dürfe, so es ihn etwa wieder hungern sollte.

9,3. Er murret nicht über irdische Staatseinrichtungen und sagt, so ihm irgendeine Steuer abgenommen wird, allzeit mit Hiob: ,Herr! Du hast es mir gegeben; Dein ist alles! Was Du gabst, kannst Du allzeit wieder nehmen; Dein allzeit allein heiliger Wille geschehe!‘

9,4. Kurz, diesen Menschen kann nichts in seiner Heiterkeit sowohl als auch in seiner Liebe und in seinem Vertrauen zu Gott, sowie daraus in der Liebe zu seinen irdischen Brüdern, stören; Zorn, Neid, Hader, Hass und Hochmut sind für ihn fremde Begriffe.

9,5. Aber sein Bruder ist dafür der unzufriedenste Mensch. Er glaubt an keinen Gott und sagt: ,Gott ist ein leerer Begriff, durch den die Menschen den höchsten Grad der diesirdischen Helden bezeichnen. In der Dürftigkeit kann nur ein dümmster Mensch glücklich sein, gleichwie auch die vernunft- und verstandlosen Tiere glücklich sind, wenn sie nur das spärlich erhalten, was ihr stummer und stumpfer Naturtrieb verlangt. Ein Mensch aber, der sich mit seinem Verstande weit übers Tierische emporgehoben hat, der muss sich nicht mehr mit der gemeinen Schweinskost begnügen, muss nicht mit den eigenen, zu etwas Besserem bestimmten Händen in der Erde herumwühlen – was sich nur für Tiere und Sklaven geziemt – , sondern man muss das Schwert ergreifen, sich zum mächtigen Feldherrn emporschwingen und durch Triumphpforten in die grossen Weltstädte einziehen, die man erobert hat. Die Erde muss erbeben unter den Huftritten des Rosses, das von Gold und Edelsteinen strotzend stolz den Herrn der mächtigen Heerscharen trägt.‘

9,6. Mit solchen Gesinnungen verwünscht dann ein solcher Mensch sein ärmliches Sein, verflucht die Armut in seinem Herzen und sinnt auf Mittel, wie er sich grosse Schätze und Reichtümer verschafft, um mit ihrer Hilfe seine herrschsüchtigen Ideen zu realisieren.

9,7. Seinen zufriedenen Bruder verachtet er, und jeder noch Ärmere ist ihm ein Greuel. Von der Barmherzigkeit ist bei ihm gar keine Spur; bei ihm gilt sie als lächerliche Eigenschaft feiger Sklaven und der Gesellschaftsaffen. Dem Menschen gezieme nur Grossmut, – aber diese so selten wie möglich! Kommt ein Armer zu ihm, so fährt er ihn an mit allerlei Scheltworten und sagt: ,Weiche von mir, du faule Bestie, du gefrässiges Ungeheuer mit der zerlumpten Larve eines Menschen! Arbeite, Tier, so du einen Frass haben willst! Gehe zum ungeratenen Bruder meines Leibes, aber nimmer meines erhabenen Geistes; dieser, als selbst ein gemeines Lasttier, arbeitet für seinesgleichen und ist barmherzig wie ein Gesellschaftsaffe! Ich bin nur grossmütig – und schenke dir diesmal noch dein gemeinstes Erdwurmleben.‘

9,8. Siehe nun, diese beiden Brüder, Kinder eines Vaters und einer Mutter, leben in einem Hause beisammen. Der erste ist ein Engel, der zweite nahe ein vollendeter Teufel. Dem ersten ist die ärmliche Hütte ein Himmel, dem zweiten dieselbe Hütte ohne irgendeine Veränderung eine allerbarste Hölle voll der bittersten Qual. Siehst du nun, wie Himmel und Hölle auf einem Flecke beisammen sein können?!

9,9. Freilich wirst du dir denken: ,Nun, was ist es denn? Man lasse den Herrschsüchtigen einen Thron erreichen, und er wird ganz tauglich sein, Völker zu schützen und zu schlagen die Feinde!‘ O ja, das könnte wohl möglich sein! Aber wo liegt der Massstab, der ihm vorschriebe, wieweit er seine herrschsüchtigen Pläne verfolgen solle? Was wird er mit den Menschen machen, die sich nicht in aller Tiefe werden beugen wollen vor ihm? – Siehe, die wird er martern lassen auf die möglichst qualvollste Weise, und es wird ihm an einem Menschenleben ebensowenig gelegen sein wie an einem zertretenen Grashalm! – Was ist aber dann ein solcher Mensch? – Siehe, das ist ein Satan!

9,10. Es müssen wohl Herrscher und auch Feldherren sein; aber verstehe, diese müssen von Gott dazu erwählt und berufen sein und für die Folge Abstämmlinge von altgesalbten Königen sein. Diese sind dann berufen; aber wehe jedem andern, der seine arme Hütte verlässt und hineilet, sich durch allerlei Mittel den Herrscherstab zu erringen! Wahrlich, es wäre für ihn besser, nie geboren worden zu sein!

9,11. Ich will dir aber noch ein Bild vom Himmelreiche Gottes geben: Es gleichet völlig einem guten Erdreich, auf dem ebensogut die edelsten Trauben fest neben den Dorngesträuchen und Disteln wachsen und reif werden, – und doch haben sie ein und dasselbe gute Erdreich! Der Unterschied liegt nur in der Verwendung desselben: die Rebe verkehrt es in Gutes, der Dornstrauch und die Distelstaude aber in Arges, Nutzloses und für keinen Menschen Geniessbares.

9,12. Also fliesset auch der Himmel ein in den Teufel wie in die Engel Gottes; aber jeder von den beiden verwendet ihn anders! –

9,13. Also ist der Himmel auch noch gleich einem Fruchtbaume, der ein gutes, süsses Obst trägt. Als aber unter seine reichgesegneten Äste Leute kommen, die solche Frucht geniessen wollen, da sind etliche nüchtern; diese geniessen mit Dank nur soviel, als es ihr Bedürfnis verlangt. Andere aber, da ihnen die Frucht wohlschmeckt, wollen nichts am Baume zurücklassen, sondern verzehren es aus Neid, dass nicht die Genügsamen noch einmal etwas fänden, und essen so lange, bis der letzte Apfel verzehrt ist. Diese aber werden darauf krank und müssen sterben, während sich die Genügsamen vom mässigen Genusse der Früchte des Baumes sehr wohl und gestärkt fühlen! Und doch haben beide Parteien vom selben Baume gegessen!

9,14. Also ist der Himmel auch gleich einem guten Weine, der den Mässigen stärkt, den Unmässigen aber zugrunde richtet und tötet; und so wird ein und derselbe Wein für den einen ein Himmel und für den andern die barste Hölle, – und doch wird er von einem und demselben Schlauche genommen! –

9,15. Sage Mir, Freund, ob du nun verstehest, was da ist der Himmel und was die Hölle!“


Trompete Gottes - Die Wahrsager prophezeien falsche Visionen (12. Juni 2010)

"Das sagt Der Herr zu allen Wahrsagern, falschen Propheten und Träumern von Träumen und auch zu Allen, die fälschlicherweise in Meinem Namen sprechen und Visionen von Hölle und Qual teilen… Ihr werdet auf keinen Fall dem Tag Des Zornes Des Herrn entkommen, wenn er kommt, denn ihr habt Mein Volk veranlasst, sich zu irren! Ihr habt sie mit Lügen in die Irre geführt, mit vielen dunklen Reden! Durch eure falschen Visionen habt ihr sie veranlasst, in die Dunkelheit zu stolpern!… Täuschende Träume und Einbildungen, hervorgebracht aus euren eigenen Vorstellungen, alles in allem Lehren von Dämonen, die Meinen Namen lästern und die Wahrheit entheiligen, wer Ich bin!"


GEJ02-108 - Verhältnis eines Propheten zu Gott und den Menschen (Jakob Lorber)

108,7. Wehe aber denen, die einen Propheten verlassen der Welt wegen oder ihn gar verdächtigen hie und da und in einem und dem andern! Und noch mehr Wehe den Verfolgern eines Propheten; denn diese werden schwerlich ewig je zur Anschauung Gottes gelangen! Wer aber an einen Propheten die Hand legt, soll mit dem ewigen Feuer in der untersten Hölle bestraft werden! Denn eines Propheten Herz ist Gottes, und sein Mund ist Gottes, und so seine Hände, Füsse, Augen und Ohren! Wo ein Prophet ist, da ist auch Gott; darum sollt ihr seine Wohnstätte mit tiefer Ehrfurcht betreten, denn der Ort, da er steht, ist heilig. Das soll beachtet sein im Herzen, zwar nicht des Propheten willen, der ein Mensch ist, sondern um Gottes willen, der im Herzen des Propheten redet und zeugt.


GEJ02-169 - Von der Besessenheit (Jakob Lorber)

169,3. Die Erde ist die Trägerin von zweierlei Arten von Menschen. Die eine und bessere Art stammt von oben, ursprünglich schon, darunter zu begreifen sind die Kinder Gottes. Die andere und eigentlich schlimme Art aber stammt pur von dieser Erde ab; ihre Seele ist gewisserart eine Zusammensetzung von einzelnen Lebensteilchen, die, vom Satan genommen, in der Masse des Erdkörpers als Materie gefangengehalten werden, von dieser dann durch die Pflanzenwelt in die Tierwelt übergehen, sich durch die vielen Stufen der Tierwelt endlich dann als eine Potenz, bestehend aus zahllosen Urseelenteilchen, zu einer Weltmenschenseele ausbilden und bei den besonders ungesegneten Zeugungen in den Leibern der Weiber Fleisch annehmen und weiter, gleich wie die Kinder des Lichtes aus der geistigen Sphäre der Himmel, in diese Welt geboren werden.

169,4. Nun, solche Kinder, da ihr ganzes Wesen aus dem Satan genommen ist, sind dann auch stets mehr oder weniger der Gefahr ausgesetzt, von irgendeinem bösen Geiste, das heisst von der schwarzen Seele eines einst auf dieser Erde schon im Fleische gelebt habenden Teufels von einem Menschen, besessen zu werden, was aber besonders da am ehesten geschehen kann, wo eine solch junge, aus dem Satansteile der Erde genommene Seele eine gute und himmlische Richtung zu nehmen beginnt. Weil dadurch ein Lebensteil sich aus der Sphäre der Hölle entreisst, so verursacht solches der gesamten Hölle einen unerträglichen Schmerz, darum sie dann auch alles aufbietet, um solch eine Verwundung zu verhüten.

169,5. Du fragst nun freilich, wie solches der Hölle denn doch einen Schmerz verursachen könne; denn eine solche Seele müsse der Hölle gegenüber ja doch noch ums Unnennbare kleiner und geringfügiger sein, als da ist ein Härchen am Menschen dem ganzen Menschen gegenüber. Und Ich sage dir, dass dies allerdings richtig geurteilt ist; aber ergreife du an deinem Leibe das kleinste Härchen und raufe es aus, und du wirst dabei gewahr werden, dass du beim Akte des Haarausraufens nicht bloss an der Stelle des Härchens, sondern wohl im ganzen Leibe einen unausstehlichen Stechschmerz verspüren wirst, der dich zur Verzweiflung brächte, so er nur eine Stunde gleichfort währte."


GEJ02-176 - Das Zeugnis der Jünger über Christus, Matthäus 16 (Jakob Lorber)

176,13. Petrus aber merkte Mein Schweigen, erhob sich und sagte: „Herr, ich merke sogar unter den Brüdern verschiedene Meinungen über Dich! Erlaube es mir darum, dass ich der Brüder wegen auch mein Zeugnis über Dich laut und vernehmlich ausspreche!“

176,14. Sage Ich: „Tue das! Wie lauten demnach deine Worte?“

176,15. Sagt Petrus, resp. Simon Juda: „Aus dem tiefsten Lebensgrunde meines Herzens sage und bekenne ich's nun vor aller Welt laut: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ (Matth.16,16)

176,16. Und Ich sagte zu Petrus: „Selig bist du, Simon, des Jona Sohn; dein Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern Mein Vater, der im Himmel ist! (Matth.16,17)

176,17. Ich sage dir nun aber auch unter einem: Du bist Petrus, ein Fels; auf diesen Felsen will Ich bauen Meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen! (Matth.16,18) Und Ich will dir des Himmelreiches Schlüssel geben! Alles, was du auf Erden binden wirst, das soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das soll auch im Himmel gelöset sein!“ (Matth.16,19)

176,18. Da sagte Petrus: „Herr, ich danke Dir für diese hohe Gnade, deren ich mich für den völlig Unwürdigsten halte, weil ich stets ein grober Sünder war und leider noch bin; aber was da betrifft das Binden und Lösen, so gestehe ich es auch offen, dass ich's nicht verstehe und nicht weiss, was ich daraus machen soll. Du könntest mir die Sache wohl ein wenig klarer machen, so Du solches wolltest!“

176,19. Sage Ich: „Es wird dir solches alles zur rechten Zeit völlig klar werden; vorderhand aber verbiete Ich euch allen solches strenge, dass ihr nun vor der Zeit ja niemand davon etwas meldet, dass Ich Jesus der wahre Christus sei!“ (Matth.16,20)


GEJ02-185 - Die Lehrmethode des Engels (Jakob Lorber)

185,3. Sagt Josoe: „O ja, Herr der Unendlichkeit, Dich verstehe ich leichter als meinen Geistlehrer! Aber wenn der mir sagt, dass im Grunde des Grundes der Zorn und die Liebe eines seien, dann kehrt sich bei mir wohl das Oberste zum Untersten und das Unterste zum Obersten; also auch, wenn er sagt, dass ebenso im Grunde des Grundes Himmel und Hölle eines seien! Das begreife, wer es will; für meinen Verstand ist das ein allergrösster Widerspruch!“

185,4. Sage Ich: „Auch da hat der Engel wieder recht, und es ist also! Ich werde dir dafür ein kleines Beispiel geben, und du wirst die Sache sicher ein wenig heller sehen. Und so höre Mich!

185,5. Siehe an die Sonne! Wenn sie zur Winterszeit an manchen Tagen so recht angenehm und mild warm scheint, wie sehr erquickt dich ihr Lichtstrahl; aber wenn in den Sandwüsten Afrikas ihr glühendheisser Strahl sogar den weissen Sand zu schmelzen beginnt, und du würdest unter solchem Lichtstrahle der Sonne zu wandeln haben, da würde dir solcher Strahl zur Hölle! – Verstehst du das?“

185,6. Sagt Josoe: „O ja!“

185,7. Rede Ich weiter: „Gut, höre aber weiter! Die Nacht ist auf einen heissen Tag gewiss eine grosse Freundin und Wohltäterin der müden Menschheit; lassen wir aber die Wohltäterin etwa nur dreissig Tage lang währen, und alle Menschen werden sie zu verwünschen und zu verfluchen anfangen! Denn es würde eine so lange andauernde Nacht die Erde in eine solche alles erstarren machende Kälte versetzen, dass am Ende in ihr kein organisches Leben mehr bestehen könnte! Siehe, da würde die grosse Wohltäterin der Menschen ja schon wieder zur barsten Hölle!

185,8. So du an einem heissen Tage eine Wanderung machst, und der Durst fängt an, dich zu quälen, und du kommst dann zu einer reinen und reichen Wasserquelle, wie himmlisch erquickt dich ein Labetrunk aus der reinen Quelle! Aber tiefer unten im Tale sammelt sich dasselbe Wasser in einem weiten und tiefen Becken zu einem See. Wenn du dort hineinfällst, so findest du darin den unvermeidlichen Tod! Da siehe wiederum: Dasselbe Wasser, das dich auf der hochliegenden Bergstrasse so himmlisch erquickt hatte, wird dich unten im tiefen See töten und dir somit zur zeitweiligen Hölle werden:

185,9. Also trinkst du auch gerne einen kleinen Becher guten Weines; trinke aber auf einmal einen ganzen vollen Schlauch aus, und der Wein wird dich töten und wird dir alsonach abermals zur Hölle werden:

185,10. Du gehst gern auf einen hohen Berg, und die Aussicht in die weiten Fernen erquickt dein Herz. Aber lass einen Berg auf dich fallen, so wird er dich töten und wird dir also wieder zur Hölle werden!

185,11. Der Wind, so er an einem heissen Tage sanft kühlend über deine Stirne streicht, wie sehr erquickt er dein ganzes Gemüt! Lassen wir ihn aber zu einem Sturme werden, der die Bäume zu entwurzeln beginnt, wird er dich dann auch noch erquicken? Sicher nicht! Denn da wirst du die Flucht ergreifen und wirst suchen eine Stelle, in die der Sturm nicht dringen kann. Und so wird derselbe Wind, der dich vorher erquickte, in seiner vollen Kraft dir abermals zur Hölle!

185,12. Darum ist einem jeden Menschen in allen Dingen ein gewisses Mass gegeben, nach seiner Kraft, Wesenheit und Beschaffenheit. Wenn er darin verbleibt, so ist er in der rechten Ordnung, in die ihn Gott gesetzt hat, und alles, was ihn umgibt, ist für ihn ,Himmel‘; wenn er aber in was immer diese Ordnung überschreitet und eine Welt auf seine schwachen Schultern legt, so wird diese ihn zermalmen und ihm zur Hölle werden!

185,13. Und so ist ein rechtes Mass in allen Dingen den Menschen wie den Geistern ein ,Himmel‘; das Übermass in denselben Dingen aber ist demnach den Menschen wie den Geistern eine barste Hölle! – Verstehst du solches nun?“

185,14. Sagt Josoe: „Ja, jetzt verstehe ich's freilich wohl und habe darob eine grosse Freude! – Warum aber erläutert mir der Geistlehrer seine Lehrsätze nicht also, dass ich sie verstünde wie nun?!“

185,15. Sage Ich: „Auch das hat wieder seinen weisen Grund! Würde dir dein Geistlehrer alles so sonnenklar machen, so würdest du nie zum Selbstdenken und endlich zum Selbstbestimmen kommen; so aber nötigt er dich zum Denken und Selbstbestimmen, und siehe, das ist dann schon die rechte himmlische Art und Weise, zu lehren! Wenn es nötig sein wird und du zur rechten Reife gelangt sein wirst, dann wird dir der Geistlehrer schon auch für jede Lehre die sonnenhellsten Bilder hinzufügen; aber vorerst musst du selbst recht tätigen Geistes werden, sonst könntest du unmöglich tiefere Wahrheiten der Weisheit der Himmel fassen! – Bist du nun vollends im klaren?“


GEJ02-209 - Innere Sittenreinheit (Jakob Lorber)

209,10. Sage Ich: „Der unklare Punkt ist: wie ein sonst reiner Mensch durch eine an seinem Leibe begangene Sünde in die Hölle steigen, dort Ordnung und Ruhe schaffen und endlich wieder ganz rein aus derselben zurückkehren kann.

209,11. Sieh, das ist ganz leicht zu verstehen, wenn man nur weiss, was eigentlich die Sünde und die Hölle sowohl im engsten und desgleichen auch im weitesten Sinne ist! – Ich werde somit diese beiden Begriffe eurem Verständnisse näherzubringen versuchen, und so habet denn dabei recht acht mit eurer ganzen Seele!“


GEJ03-21 - Die Heilung der fünf besessenen Raubmörder (Jakob Lorber)

21,6. Als die fünf nun frei sind, stürzen sie vor Mich hin, fallen auf ihre Angesichter und rufen: „O Du allmächtiger Sohn Davids, da Du uns schon so weit errettet hast, o so errette uns ganz vom ewigen Verderben! Des Leibes Tod fürchten wir nicht, aber wohl das ewige Verderben! Denn in dieser Nacht hatten wir bei aller unserer schrecklichen Leibesqual auch noch die Gesichte der Qual der verdammten Geister in der Hölle! Und wir bitten Dich darum, dass Du für unsere Verbrechen uns mit allen denkbaren Übeln quälest hundert Jahre lang auf dieser Erde in unsern argen Leibern, – nur verschone uns mit den zu erschrecklichen ewigen Qualen und Peinen der Hölle, die zu unbeschreiblich erschrecklich sind!“

21,7. Das war die Sprache der wirklichen Seelen dieser fünf im Ruhemomente ihrer ihre Leiber besitzenden Teufel, die ihnen auch ihre Hölle also in ihrer grässlichsten Nacktheit zeigen mussten; aber gleich darauf tun sich die Argen in den Leibern der fünf hervor und reden wie tausendstimmig aus dem Munde der fünf: „Was willst du elender Mückenbändiger hier? Willst du dich etwa gar in einen Kampf mit uns allmächtigen Göttern einlassen? Versuche es nur, und du sollst wohl zum letzten Male gekämpft haben! Tritt zurück, du Elender, sonst zerreissen wir dich in die kleinsten Staubteile und geben dich dann allen Winden preis!“

21,8. Sage darauf Ich: „Mit welchem Rechte plaget ihr diese fünf Menschen schon seit etlichen Jahren? Wer gab euch dazu eine Befugnis? Wisset, dass nun eure letzte Stunde verronnen ist! Der Mückenbändiger aber gebietet euch nun, im Augenblick diese fünf Menschen für immer zu verlassen und euch sofort zu begeben in die allertiefste eurer Höllen!“

21,9. Die Teufel aber brüllen und sagen unter grässlichstem Geheule: „Wenn deine Macht uns zwingen kann, so lass uns lieber fahren unter die weissen Ameisen in Afrika; denn es ist besser, unter ihnen zu sein denn in unserer Hölle!“

21,10. „Nein“, sage Ich, „für euch und euresgleichen habe Ich kein Erbarmen in Meinem Herzen, weil ihr keines gehabt habt mit jenen, die ihr trotz ihrer heissesten Bitten auf das martervollste ums Leben gebracht habt; deshalb nun ohne alle Gnade und Erbarmen hinaus mit euch!“

21,11. Auf dies Mein mächtiges Gebot fahren die bösen Geister hinaus und reissen die fünf furchtbar zur Erde.

21,12. Ich aber sage: „Weichet, ihr Elenden! Hinab zur Hölle mit euch, und euch geschehe dort der vergeltende Riss!“

21,13. Die Geister aber verweilen noch und bitten um Gnade und Erbarmen; denn es läge in ihnen, dass sie so böse wären.

21,14. Ich sage: „Aber es liegt auch in euch, gut zu sein, denn ihr habt Erkenntnis des Guten und des Bösen; aber euer hochmütiger Wille ist böse und unbändig, und es kann euch darum keine Gnade und keine Erbarmung zuteil werden! Ihr selbst wollt leiden und wollet gepeinigt sein, darum leidet und werdet gepeinigt nach eurem Willen ewig! Denn Meine Ordnung währet ewig und ist unabänderlich, was ihr wohl wisst. Ihr wisst aber auch, was ihr zu tun habt, um euch die ewige Ordnung zunutze zu machen; weil ihr sie aber zu eurem Schaden verkehrt, also geniesset auch den Schaden, und somit fort mit euch von Meinem Angesichte!“


GEJ03-59 - Gute und böse Eigenschaften bei Zurechtweisungen (Jakob Lorber)

59,11. Wollt ihr, wie ihr berufen seid, wahrhaftige Kinder Gottes sein, so darf euch nie irgendein Grund zu einer Handlung bewegen, der da nicht in allen seinen Teilen auf der reinen Liebe basiert wäre; von einem Ärger, von einem Rachedürstlein und von einer noch so geringen Schadenfreude darf in eurem Herzen keine Spur vorhanden sein, denn das gehört der Hölle und nicht dem Himmel an.


GEJ03-185 - Über den Nimbus (Jakob Lorber)

185,14. Weisst du und euer finsterer Tempel denn besser als Ich, warum Gott die Menschen erschaffen hat, und wie sich Gott und Menschen gegenseitig verhalten?!

185,15. Was ist denn das, was du ,Nimbus‘ nennst? Sieh, es ist das der eigentliche, allerschlimmste und giftigste Dunst aus der alleruntersten Hölle, mit dem Satan seine ihm ähnlichen, treuen Diener umgibt, auf dass sie vor aller Welt in einem erschrecklich grossen Ansehen stünden, um dadurch und damit sehr viele Menschenseelen dem Reiche des Satans mit leichter Mühe zuzuführen!

185,16. Aber es steht geschrieben, dass da alles, was vor der Welt, mit dem gewissen Nimbus umflossen, gross erscheint, vor Gott ein Greuel ist!


GEJ03-192 - Vom Segen und Fluch des Reichtums (Jakob Lorber)

192,3. „Ein grosser irdischer Reichtum in den Händen solcher Menschen ist ein wahrer Segen aus den Himmeln für ein ganzes Land; besitzen solche Menschen dazu noch irgend eine höhere Weisheit, so können sie zum wahren Wohle der Menschheit damit Wunder wirken.

192,4. Aber ein grosser Reichtum in den Händen eines Geizhalses oder Wucherers ist ein Fluch der Hölle für ein ganzes Königreich; denn der sucht nur alles an sich zu ziehen auf Kosten aller Menschen! Ihn rührt kein Elend, keine Not und keine Träne armer, verlassener Witwen und Waisen. Vor dem kalten Angesicht eines Wucherers können Tausende mit dem Hungertod ringen, so wird er dennoch niemandem ein Stück Brotes zu seiner Sättigung reichen!

192,5. Darum sage Ich es euch aber auch, dass dereinst Hurer und Ehebrecher und Diebe und reuige Raubmörder ins Reich Gottes eingehen werden, aber die Seele eines Geizhalses und Wucherers nimmer; denn diese ist unverbesserlich und wird darum zum Material, aus welchem die Teufel eine unterste Hölle erbauen werden!

192,6. Ein Wucherer ist eine wahre Höllenmaschine, zum Verderben aller Menschen errichtet, und wird als solche auch für ewig ein vollstes Eigentum der Hölle verbleiben!


GEJ05-171 - Das Wesen Satans und der Materie. (Ev.Matth. 16, 24-28) (Jakob Lorber)

171,1. Da wandte Ich Mich wieder freundlichst zu Petrus und sagte: „Darum habe Ich dich nicht im geringsten herabgesetzt, so Ich dir in der scharfen Anrede gezeigt habe dein Menschliches! Alles, was diesweltlich Menschliches am Menschen ist – als sein Fleisch und dessen verschiedenartige Bedürfnisse aus puren diesirdischen Rücksichten –, ist im Gerichte, darum Hölle und Satan, der da ist ein Inbegriff alles Gerichtes, alles Todes und aller Nacht und alles Truges; denn alles scheinbare Leben der Materie ist nur ein Trugleben, und all ihr Wert ist soviel wie gar keiner.

171,2. Welch ein Mensch immer in einen Sinn der Materie zurückfällt, ist insoweit dann auch Satan, inwieweit er irgend ein Heil in der Materie und in ihrem Scheinleben vertritt.

171,3. Will jemand aber des Satans noch in seinem Fleische ledig werden, so muss er das Kreuz, das Ich schon jetzt im Geiste trage, auf seine Schulter nehmen und Mir nachfolgen! (Matth.16,24) Denn Ich sage es euch: Wer sein (irdisch) Leben erhalten will, der wird es (das geistige) verlieren; wer aber sein (irdisch) Leben um Meinetwillen verlieren wird, der wird es (das geistige) finden! (Matth.16,25)

171,4. Was hülfe es denn einem Menschen, so er gewönne die ganze Welt mit allen ihren Schätzen, litte aber dabei Schaden an seiner Seele? Oder was kann ein Mensch geben, dass er dann wieder löse seine Seele aus den Banden der Materie, des Gerichtes und des Todes? (Matth.16,26)


GEJ06-33 - Himmel und Hölle (Jakob Lorber)

33,1. Da sagte Philopold: „Herr, ich und sicher wir alle danken Dir aus dem innersten Grunde unseres Herzens für diese gar so grossartige, allerherrlichste und mir nun völlig klar gewordene Aufklärung über die Lehren der alten Weisen! Ja, jetzt ist mir die Sache einleuchtend, klar und verständlich, während sie mir früher offenbar als ein barster Unsinn vorkommen musste! Freilich werde ich das alles erst dann ganz klar einsehen und begreifen können, wenn ich allen materiellen Elementes bar sein werde.

33,2. Es ist aber nun genug, dass ich es einsehe, wie man, zwar mit in Zeit und Raum seiend, dennoch völlig ausser Zeit und Raum gar wohl und eigentlich der vollsten Wahrheit nach sich befinden kann. Nur eines möchte ich von Dir noch erfahren mit ganz wenigen Worten, und das bestünde darin, wo sich denn dann örtlich der Himmel und wo ebenso die leidige Hölle, von der ich auch schon vieles gehört und gelesen habe, befinden. Es heisst: Die werden auffahren in die Himmel, und die werden hinabgeworfen werden in die Hölle. Wo und wie ist das ,Hinauf‘, und wo und wie das höchst bedauerliche ,Hinab‘?“

33,3. Sagte Ich: Siehe, hier auf dem Stuhle, auf dem du nun sitzest, kann irdisch ganz fest nebeneinander Himmel und Hölle sein; im Reiche des Geistes aber trennt sie dennoch eine unabsehbare Kluft! – Siehe noch mehr:

33,4. Hier, wo Ich nun bin mit euch, ist der höchste Himmel, und das heisst ,oben‘, und eben hier auch die tiefste und böseste Hölle, und das heisst ,unten‘.

33,5. Die materielle Räumlichkeit macht keinen Unterschied, sondern allein die geistige, die mit der materiellen, wie du gesehen hast, durchaus nichts gemein hat; denn im Reiche der Geister macht nur das Lebenszuständliche eine rechte und wahre Entfernung aus. Das Irdisch-Räumliche kann da nie eine Bedeutung bekommen. Um euch das noch mehr verständlich und anschaulich zu machen, will Ich euch einige Bilder geben.

33,6. Seht, hier auf einer und derselben Bank sässen zwei Menschen beisammen! Der eine ist ein frommer Weiser, dessen heller, lichtvoller Geist in gar sehr viele Geheimnisse der Wirkungen der Gotteskräfte in der Naturwelt eingeweiht ist; der andere aber ist ein verstockter Bösewicht und ruht seine Glieder nur darum auf derselben Bank aus und lässt sich wie ein ehrlicher Mensch auch Wein und Brot geben zur Stärkung seiner Kräfte, damit er im Freien dann wieder desto leichter etwas Böses verrichten kann. Wie nahe sind irdischräumlich die beiden Menschen da beisammen, und wie unendlich weit sind sie im Geiste voneinander entfernt!

33,7. Es sei aber, dass da unser Weiser bei uns hier auf dieser Bank sitze, und gleicherweise aber sässe irgend tausend Tagereisen weit von hier ein anderer, so wären diese beiden gleichen Weisen irdisch-räumlich doch sicher sehr weit voneinander entfernt; aber im Reiche des Geistes wären sie dennoch zuallernächst beisammen, wie es auch in Meinem Reiche buchstäblich also der Fall ist.

33,8. Aus dem aber geht wieder ganz klar hervor, dass der Himmel für jeden guten Menschen gerade da sein wird, wo er sich eben befindet, und alle Guten und Reinen seinesgleichen werden sich sofort in seiner nächsten Nähe befinden. Denn da heisst es nicht: ,Siehe, hier oder dort, etwa über allen Sternen, ist der Himmel und etwa tiefst irgend unter der Erde ist die Hölle!‘ Solches alles hängt nicht von dieser Zeit und von diesem Raume ab und hat kein irgend äusserliches Schaugepränge gleich einer eitlen Tempelzeremonie, sondern es ist inwendigst im Menschen selbst.

33,9. Wie hiernach des Menschen Inneres beschaffen sein wird, so auch wird jenseits beschaffen sein die Welt, die er sich aus sich selbst schaffen und dann in ihr und auf ihr leben wird, gut oder schlecht.


GEJ06-65 - Die jenseitige Führung der Seelen, die vor Jesus Mensch waren. Vom Himmelreich (Jakob Lorber)

65,1. Sagte Petrus: „Herr, das verstehen wir nun sehr wohl; aber es fragt sich nun nur: Was wird mit jenen geschehen, die vor dieser Deiner Herniederkunft gelebt haben, und das von Adam an? Können sie auch noch zu einer wahren Lebensvollendung gelangen, und wie?“

65,2. Sagte Ich: „Das ist doch ganz natürlich! Ich habe nun die Tore zum Leben nicht nur für die nun auf der Erde Lebenden eröffnet, sondern auch für alle, die schon lange hinübergegangen sind. Und viele der alten Sünder werden noch einmal irgendeine kurze Fleischlebensprobe von neuem durchzumachen bekommen, wie Ich euch solches schon gezeigt habe.

65,3. Jenseits aber gibt es Schulen in einer endlosen Menge, in denen die Seelen auf die allerpraktischste Weise unterwiesen werden können. Aber freilich geht es drüben nicht so leicht wie hier, weil dort eine jede Seele keine andere Welt und Umgebung hat als nur die, die aus ihrem Denken, Fühlen und Wollen entsteht und der Seele alles das bietet, was sie liebt und will.

65,4. Nun, da ist es dann offenbar schwerer, günstig auf eine Seele, die voll Irrwahnes ist, einzuwirken denn hier, wo sie auf einem fremden und festen Boden steht und eine grosse Masse von ebenfalls ganz fremden Umgebungen um sich zählt. Aber dessenungeachtet gibt es auch dort noch immer Mittel genug, durch die fruchtbringend auf eine Seele eingewirkt werden kann. Doch davon soll euch bei einer andern Gelegenheit ein Näheres gezeigt werden.

65,5. Das jedoch diene niemandem zu einem besonderen Troste; denn so jenseits eine Seele in sich und also in ihrer Welt statt besser nur immer schlechter und böser wird, so wird natürlich im gleichen Masse auch ihre Scheinwelt und ihre Gesellschaft und Umgebung schlechter. So wie die Seele in sich wahrheitsloser und lichtloser wird, so wird desgleichen auch ihre Welt und ihre Umgebung, was sie sehr zu drücken und zu quälen beginnt. Mit der Steigerung der Qual steigt auch ihr Zorn und ihre Rachgier, und das ist dann schon der Eingang in die Hölle, und diese ist ein wahrer zweiter Tod der Seele, aus dem dann höchst schwer wieder herauszukommen ist.

65,6. Es sind das freilich nur pure Mittel, durch die eine Seele mit der grossen Länge der Zeiten gerettet werden kann; aber sie sehen wahrlich sehr traurig aus! Denn es kann das so manche erzböse Seele wohl Milliarden von Erdenjahren Zeit kosten, bis sie durch solche qualvollen Mittel zu einiger Besserung aus sich heraus kommen wird. Darum ist hier ein Tag mehr wert denn jenseits hundert Jahre, nach der Erdenzeit gerechnet. – Verstehet ihr das?“


GEJ06-76 - Die Ursachen des Verfalles der Menschen. Theokratie und Königtum. Endzeit und Gericht (Jakob Lorber)

76,8. Ich sage es dir: „Solange nicht die wahre, reine Liebe und die ihr entsprechende Demut die Völker ordnen und leiten wird, so lange auch wird es im allgemeinen finster sein auf der Erde. Dass es immer einzelne geben wird, die im Lichte sein werden, das ist sicher und gewiss, aber deren wird es stets nur wenige geben. Denn solange es weltgrosse und über alle Massen stolze und ruhmsüchtige Herrscher in der Welt geben wird, so lange auch wird in allen Schichten der Menschheit der Same des Hochmuts und der Mitherrschgier fortwuchern, und es werden Nacht, Finsternis, Selbstsucht, Neid, Geiz, Verfolgung und Verrat als die wahren Elemente der Hölle vom Boden der Erde nicht weichen bis zu einer Zeit des grossen Gerichtes, in der Ich die Erde von neuem durchs Feuer reinigen werde. Nach solcher Zeit wird kein König mehr herrschen über ein Volk der Erde, sondern allein das Licht Gottes. Im Fleische werdet ihr jene Zeit nicht erleben, wohl aber hell und überklar im Geiste in Meinem Reiche.“

76,9. Sagte der Wirt: „Herr, wann nach der Anzahl der Jahre wird jene glückliche Zeit kommen?“

76,10. Sagte Ich: „Darum weiss allein der Vater, und nach Ihm weiss es nur der, dem es der Vater wird offenbaren wollen. Mir hat es bis jetzt Mein Vater noch nicht geoffenbart, ausser das, dass solches geschehen wird. Das aber könnet ihr alle als völlig wahr annehmen, dass nämlich nahe alle zweitausend Jahre auf der Erde eine grosse Veränderung vor sich geht. Und so wird es auch, von jetzt an gerechnet, werden. – Doch nun von dem nichts mehr weiter!“


GEJ06-238 - Die Kämpfe in der Hölle (Jakob Lorber)

238,1. Sagte der Römer: „Ja, Herr, wenn es in der Hölle so aussieht, da ist an ein Ende dieser gegenseitigen höchsten Anfeindungen freilich wohl in Ewigkeit nicht zu denken, und es sieht die Sache nun ganz anders aus, als wie ich sie mir je vorgestellt habe! Solche Geister sind demnach ihres inneren bösesten Zustandes wegen aus sich selbst nie fähig, wahre Bewohner des Himmels zu werden?“

238,2. Sagte Ich: „Ganz sicher; wenn sie tausend Ewigkeiten also belassen werden, so werden sie aus sich, statt je einmal besser, nur ewig immer schlechter! Denke dir aber zahllos viele solcher Geister, die von nichts als von der grenzenlosesten Selbstsucht und dem schrankenlosesten Hochmut erfüllt sind, wie diese dann untereinander wirtschaften! Denke dir aber noch, dass sie jenseits ganz frei sind, dass gar kein Gesetz sie auf irgendeine Art bindet, und ein jeder tun kann, was er will! Wenn du dir das so recht vor das Gemüt führst, so wirst du da eine Anarchie sehen, von der die Erde kein Beispiel aufzuweisen hat.

238,3. Ein jeder will gleich der höchste Herr sein; nur die im gleichen Bösen und Falschen sind, rotten sich gegen andere, die im andern Bösen und Falschen sind, und da gibt es einen ewigen Hader, Zank, Krieg und gegenseitige Verstümmelungen von der grauenhaftesten Art. Und klauben sich die Verstümmelten wieder zusammen, da sind sie dann erst gar rachgierig und versuchen mit ihren Vorstellungen und Trugkünsten sich als allerlei Zauberer und Künstler bemerkbar zu machen. Haben sie sich dadurch nach und nach einen grossen Anhang erworben, dann wehe denen, die sie verstümmelt haben!

238,4. Und so gibt es für jede Art Böses und Falsches ganze grosse Vereine, die nur eine Weile in einer Scheinharmonie miteinander bestehen. Haben sie irgendeinen andern Verein bestürmt, ihn gesprengt und Beute gemacht, so will dann bei der Teilung ein jeder der Anführer gewesen sein und somit auch den grössten Teil der Beute an sich ziehen. Dadurch kommt dann der siegende Verein untereinander in Streit. Zuerst wird gelost. Ist einem durch das Los der grösste Teil zugefallen, so werden ihm dann noch allerlei Proben echt höllischer Art vorgestellt, ob er sich getraut, sie zu bestehen. Es werden ihm grosse Verheissungen gemacht, sogar die Krönung zum König und Gott aller Vereine. So er sich den Proben nicht unterziehen will, wird ihm der kleinste Teil der Beute zugedacht, was ihn natürlich schon in eine geheime Wut versetzt; nimmt er dagegen die Proben an, so wird er fürchterlich gemartert und muss sich alle möglichen Beschimpfungen gefallen lassen und selbst die grössten Schmerzen standhaft ertragen.

238,5. Jetzt gilt dann euer römisches Sprichwort: AUT CAESAR, AUT NIHIL. Er nimmt die Proben an, und hat er diese überstanden, so wird er zwar ein Scheinkönig, – aber diese Ehre dauert nicht lange. Es gibt bald Meutereien, und der gemarterte König wird abgesetzt, und ein Diktator setzt sich an seine Stelle und gibt Konstitution über Konstitution, wobei dann ein jeder für seinen Sack sorgt. Das ist dann wieder denen nicht recht, die dabei zu kurz kommen, und das erzeugt dann auch schon wieder Konspirationen aus denen bald eine Gegenmeuterei von einer grässlichen Art zum Vorscheine kommt. Und so kann es da niemals zu einer Ordnung kommen.

238,6. Es werden von Zeit zu Zeit auch bessere Lehrer in solche höchst zerrütteten Vereine gesandt; aber es geht ihnen beinahe nicht besser, als es den Engeln zu Sodom und Gomorra ergangen ist. Die argen Geister möchten sie als starke Wesen gleich dazu gebrauchen, dass sie alle ihre Feinde vernichten sollen. Daraus aber kannst du schon ersehen, wie es mit der Besserung dieser Geister steht.“


GEJ06-243 - Die Folgen der falschen Vorstellung vom Jenseits (Jakob Lorber)

243,1. Nur die Pharisäer waren noch nicht einig, und der Schriftgelehrte sagte: „Diese Sache klingt freilich ganz hoffnungsvoll; aber sie stimmt mit dem Begriff einer gegenüberstehenden ewigen Belohnung nicht zusammen. Denn so der gute Mensch für seine guten Handlungen, für seine Geduld in Schmerzen und Leiden aller Art und Gattung mit einer jenseitigen, ewigen Belohnung entschädigt wird, so sollte auch der im steten Wohlleben auf dieser Welt stehende Übeltäter ewig bestraft werden.

243,2. Und würde man den Menschen verkünden, dass am Ende auch noch aus der Hölle eine Erlösung möglich ist, dann wird es noch mehr Übeltäter auf der Erde geben! Jetzt hält doch noch die Furcht vor den ewigen Strafen in der Hölle gar viele Menschen von bösen Handlungen ab, und die Hoffnung zur Erreichung der ewigen Glückseligkeit treibt die Menschen zum Guten an! Nehmen wir aber das an, dass auch die Verdammten noch eine etwaige Aussicht haben, einmal selig zu werden, dann werden sich auch die Guten mehr und mehr zu ihnen kehren, und das reine Gute wird auf der Erde bald so selten werden wie die Diamanten. Es ist das für ein weiches Herz wohl sehr trostreich, – aber das Gefühl der Gerechtigkeit geht dabei unter! Das ist so meine ganz gerade Meinung.“

243,3. Sagte Ich: „Für dich mag sie ja sehr gerade sein, für Mich aber ist sie sehr krumm! Wenn du glaubst, dass entweder die Hölle oder der Himmel als Beweggründe dienen sollen, durch die die Menschen vom Bösen abgehalten und zum Guten hingeleitet werden sollen, so bist du noch von einem ganz grundfalschen Glauben erfüllt; denn der ganz schlechte Mensch lacht über deine Hölle und über deinen Himmel, und der ganz Gute ist gut auch ohne deine Hölle und ohne deinen Himmel. Denn die Hölle und der Himmel, also gestellt, wie du dir die Sache vorstellst, sind erst recht geeignet, jeden Menschen so schlecht wie nur immer möglich zu machen.

243,4. Denn wer das Gute nur des Lohnes wegen tut, der leiht sein Geld auf hohe Zinsen aus, und wer das tut, der hat keine Nächstenliebe, und noch weniger eine Liebe zu Gott. Denn wer seinen Nächsten nicht liebt, den er sieht, wie kann der wohl Gott lieben, den er nicht sieht?

243,5. Nehmen wir aber den Himmel und die Hölle weg und sehen uns nachher deine frommen Menschen an! Die werden noch ärger zu wüten und zu toben anfangen als ein grossgewinnsüchtiger Makler, dem sein Schuldner mit dem dargeliehenen Gelde durchgegangen ist; und weil sie keine Höllenstrafen mehr zu befürchten haben, so werden solche Menschen dann nur durch die sanktionierten Weltgesetze zu bändigen sein.


GEJ08-36 - Die Örtlichkeit der persönlichen Teufel (Jakob Lorber)

36,5. Und so kann einer reinen und aus Mir starken Seele auch schon auf dieser Erde die örtliche, etwa mindere oder grössere Wohnlichkeit der persönlichen Teufel wohl eine ganz gleichgültige sein; denn die reine und aus Mir starke Seele trägt allerorts ihren Himmel ebenso in und mit sich wie der persönliche Teufel seine Hölle oder sein Gericht.

36,6. Aber da wir nun schon davon reden, so will Ich euch gleichwohl auch die besonders wohnlichen (bewohnten) Örtlichkeiten der persönlichen Teufel etwas näher bezeichnen, und so höret denn:

36,7. Seht unter den Menschen jene öffentlichen Häuser und Gebäude an, in denen viel betrüglicher Handel und Wandel getrieben wird, wie zum Beispiel nun im Tempel und in vielen andern Kauf- und Verkaufhäusern! Das sind denn auch besondere Wohnörtlichkeiten für die vielen persönlichen Teufel. Also sind auch jene Häuser, in denen allerlei Unzucht, Hurerei und Ehebruch getrieben wird, ebenfalls besondere Ortswohnlichkeiten für die persönlichen Teufel. Ebenso auch sind jene Berge und Höhlen, in denen die Menschen mit grosser Hast und Gier dem Golde, Silber und andern Erdschätzen nachgraben, von den persönlichen Teufeln sehr stark und mächtig bewohnte Örtlichkeiten; desgleichen Wälder und Höhlen, in denen sich Diebe, Räuber und Mörder aufhalten; also auch die Kriegslager und -felder, die Wege der kaufmännischen Karawanen und die Flüsse, Seen und Meere, auf denen ein starker Gewinnhandel betrieben wird.

36,8. Und weiter sind die Länder und Gründe, Wiesen, Äcker, Weinberge und Wälder der harten Heiden und auch der jüdischen geizigen und hartherzigen Reichen besonders beliebte Wohnorte für die persönlichen Teufel, imgleichen auch die Luft über und in den bezeichneten Wohnörtlichkeiten und das Feuer, die Wolken und der Regen, und auch alle Götzentempel und falschen Orakel.

36,9. Ferner halten sich die persönlichen Teufel gar sehr zahlreich dort auf, wo ihr eine grosse irdische Pracht und den mit ihr noch verbundenen starken Hochmut erschauet.

36,10. An Orten aber, die von Menschen nicht bewohnt werden und auch von ihren Sünden nicht verunreinigt worden sind, halten sich auch die persönlichen Teufel nicht auf, ausser es bereisete sie eine weltgewinnsüchtige Menschenkarawane; dieser zuliebe würden sich dann dort auch die persönlichen Teufel bald wohnlich einfinden.


GEJ08-162 - Die Ordnung in der Haushaltung Gottes (Jakob Lorber)

162,1. Sagte Simon Juda: „Herr, wann der Zeit nach wird solches geschehen auf Erden?“

162,2. Sagte Ich: „Simon Juda, Ich habe dir deines mächtigen Glaubens wegen die Schlüssel zum Reiche Gottes gegeben und nannte dich einen Fels, auf dem Ich Meine Kirche bauen werde, die von den Pforten der Hölle nicht besiegt werden solle. Du sollest ein neuer Aaron sein und sitzen auf dessen Stuhle. Ja, du wirst das auch dadurch, dass du Meines Wortes Verbreiter sein wirst mit den andern Brüdern.

162,3. Aber wenn man unter den Heiden wird dessen kundig werden nach etlichen hundert Jahren, da wird man in Rom vorgeben, dass du solchen daselbst gegründet habest. Und die Völker, die mit Feuer und Schwert dazu gezwungen werden, werden den falschen Propheten auch glauben, dass du als ein erster Glaubensfürst solchen Stuhl in Rom gestellet habest und vom selben in Meinem Namen regierest die ganze Erde und ihre Fürsten und Völker. Aber siehe, das wird ein falscher Stuhl sein, von dem aus viel Unheil auf der weiten Erde wird ausgebreitet werden, und es wird da nahe niemand mehr wissen, wo du den rechten Stuhl, den Stuhl der Liebe, der Wahrheit, des lebendigen Glaubens und des Lebens aufgestellt hast, und wer dein rechter Nachfolger ist.

162,4. Solch falscher Stuhl aber wird sich zwar lange halten, viel über die tausend Jahre hinaus, wird aber zweitausend Jahre Alters nicht erleben! Und nun rechne, wenn du rechnen kannst!

162,5. Wenn der falsche Stuhl wird morsch geworden sein und keinen Halt mehr haben wird, dann werde Ich wiederkommen und Mein Reich mit Mir. Dann werdet auch ihr mit Mir zur Erde kommen und Meine Zeugen vor denen sein, bei denen wir noch den wahren und reinen Glauben finden werden.

162,6. Aber in jener Zeit wird es denn auch einer grossen Läuterung bedürfen, auf dass die Menschen Mich wieder erkennen und allein an Mich glauben werden. Doch was Ich euch nun im Vertrauen geoffenbart habe, davon schweiget jetzt noch! Es wird schon die Zeit kommen, in der solches laut von allen Dächern verkündet werden wird.“


GEJ10-115 - Eine Verheissung des Herrn über die Letzte Zeit (Jakob Lorber)

115,9. Ich werde aber fürderhin bis ans Ende der Welt Meine Boten senden aus den Himmeln, auf dass von den argen Kindern dieser Welt Mein Wort nicht vertilgt und zu sehr verunglimpft werde; aber auch diese werden um Meines Namens willen verfolgt werden, mehr oder weniger, bis zur Zeit, da Ich wiederkommen werde wie ein Blitz, der vom Aufgange bis zum Untergange alles hellst erleuchten wird, was auf Erden ist und gut oder böse wirkt.

115,10. In jener Zeit werde Ich eine grösste Sichtung über den ganzen Erdboden ergehen lassen, und nur die Guten und Reinen werden erhalten werden.

115,11. Aus dem kannst du nun wohl entnehmen, dass Ich deinem ausgesprochenen Wunsche seit dem Urbeginn der Menschen stets getreuest nachgekommen bin, jetzt sicher ausserordentlich nachkomme, und also auch bis ans Ende der Zeiten dieser Welt nachkommen werde; aber der Wille des Menschen wird dennoch stets frei bleiben, und ein jeder Mensch wird in jeder Zeit die Fleischlebensprobe durchzumachen haben und wird sich in all den Begierden und Gelüsten des Fleisches möglichst selbst verleugnen und in allem demütig und geduldig sein müssen, um so Mein Reich in sich wahrhaft zu pflegen und zu vollenden. Denn ein jeder, der zu Mir wird kommen wollen, der wird auch so vollkommen sein müssen, wie da Ich Selbst vollkommen bin; damit er aber das auch werden kann, darum bin Ich Selbst leibhaftig in diese Welt zu euch gekommen und zeige euch allen den Weg dazu.

115,12. Lasset euch denn nicht betören und verblenden von der Welt, ihrer Materie und von den Gelüsten eures Fleisches, auf dass in euch nicht wach werde das Gericht der Welt, ihrer Materie und eures Fleisches und dadurch denn auch die eigentliche Hölle, die der wahre, zweite Tod der Seele ist.“


Liebesbrief von Jesus - Geld - Selbständigkeit oder Mich... Ihr müsst entscheiden! (11. Mai 2015)

... Unser Thema heute Abend ist Geld.

Ob ihr wenig oder viel habt, Geld wird rasch zu einem Ding der Vergangenheit werden in den Tagen der Trübsal. Ihr WERDET gezwungen sein an einem gewissen Punkt, eine Entscheidung zu treffen: Werde ich das Zeichen, das von dem Antichristen – Obama und seiner neuen Administration – angepriesen wird, annehmen, um zu leben, essen und überleben? Oder werde ich den besseren Weg wählen?

Lasst uns schauen, was Jede dieser Entscheidungen mit sich bringen wird.

Es wird logisch erscheinen. Cool. Intelligent. Vernünftig. “Keine grosse Sache”, wenn all die verschiedenen Geldsysteme, Münzen, Währungen sich im Chaos befinden rund um die Welt, wenn die Weltwirtschaft zusammenbricht.

Die Idee ist schon im Gange: Nehmt einen einfachen Computer Chip an der Hand oder an die Stirn und Voila! Damit könnt ihr eine Türe öffnen, ein Gerät einschalten, für einen Einkauf bezahlen mit der blossen Bewegung eurer Hand. Wenn die Dämonen, die als Aliens verkleidet sind, aufkreuzen, wird es auch ein Thema der Loyalität sein. Also werden die Menschen einer Gehirnwäsche unterzogen, damit sie glauben, dass ‘sie’ richtig sind, aber ‘sie’ sind falsch… Sie werden dazu getrieben sein, dem einen oder anderen Kurs zu folgen.

Aber im Endeffekt wird es bedeuten – folgt Mir oder folgt Satan… Unabhängig wie verschachtelt das Paket erscheint.

Ich habe zuvor gesagt, dass das Annehmen des Chips in euren Körper euer Schicksal für immer besiegeln wird.

Dies ist der Grund: Der Chip wird einen dämonischen ‘Samen’ beinhalten, der, wenn er einmal in euren Körper eingepflanzt ist, eine andere DNA freisetzen wird in euren Blutkreislauf und dies wird anfangen, eure DNA dauerhaft zu verändern und verwandeln in das, was einem ein Nephilim genannt war. Dieser Prozess kann nicht zurückgedreht werden und er wird nicht vergeben werden.

Dies ist es, warum Ich JETZT zu euch hinausrufe, zu Mir zurück zu kehren, euer Leben Mir zu übergeben, bevor es zu spät ist. Besser enthauptet zu sein und sich Mir im Himmel anzuschliessen und der Ewigkeit, als in der Lage zu sein, ein paar Krümel zu kaufen, um euch einen weiteren Tag am Leben zu erhalten. Seid versichert, die Mächte im Dienst sorgen sich keinen Deut darum, ob ihr lebt oder sterbt, auf die eine oder andere Art. Ihr einziges Ziel und ihre einzige Motivation in allem, was sie tun, ist die ganze Menschheit zu bestehlen, berauben, töten und zerstören und sie in dauerhafte Bürger der Hölle zu verwandeln. Euer Leben bedeutet ihnen nichts, unabhängig wie stark ihr ihnen eure Loyalität versichert.


Liebesbrief von Jesus - Warum lässt Gott Leiden zu? Jesus erklärt… (1. Juni 2015)

“Zum Beispiel gibt es Seelen, hätten sie Erfolg gehabt mit ihren beabsichtigten Plänen, würden sie am Ende ihres Lebens in die Hölle gehen. Aber weil Ich ein Eingreifen erlaubte, veränderte es den Kurs ihres Lebens komplett. Sie können es nicht sehen und so werden sie bitter.”

Aber wird jene Verbitterung sie nicht auch in die Hölle führen?

“Sie kann, wenn Niemand eingreift. Aber Ich bewege buchstäblich Himmel und Erde, um ihnen Jemand über ihren Weg zu senden, der ihre ganze Gesinnung verändert, viele Male am Ende ihres Lebens, wenn es ihre letzte Chance ist. Nicht dass Ich es nicht früher versuche! Aber Einige sind so verhärtet und stur, dass sie dem Tod gegenüber stehen müssen, um ihre Fehler zu realisieren.”


HAG1-186 - im Nachtrag... (Jakob Lorber)

H bezeichnet die Hölle als fleischliches Angehör der Seele; die Zahl 1 bedeutet die Hoffart, Herrschsucht und den Hochmut eben der Hölle in jedem Menschen und somit auch in euch. Die Hölle ist aber jedes irdischen Menschen innigster Freund, indem sie ihm alles verschafft, was seiner Natur schmeichelt und dieselbe mit allerlei fleischlich behaglichen Reizen erfüllt. Will Ich nun einen Menschen in Mein Reich aufnehmen und ihn erziehen zum ewigen Leben, so muss Ich auch seine Freundschaft aufnehmen, von der sich der Mensch, solange er auf der Erde lebt, nie völlig zu trennen imstande ist; darum muss auch die Sünde, als Angehör dieses Freundes, vor Meinen Augen als völlig getilgt erscheinen, ohne welche Erscheinlichkeit eine weitere Erziehung eures Geistes nicht denkbar ist und sein kann. Mit anderen Worten gesagt: So Ich euch erhalten will, muss Ich auch um eure Haushölle Meine heiligen Vaterhände schlingen und so euch samt eurer noch bis jetzt sehr intimen Freundin in Meinen Schoss erheben! - Da habt ihr nun den ersten Buchstaben, dessen Enthüllung Ich euch bisher verschwiegen habe, und das aus wohlweisen Gründen.

Das darauf folgende L bezeichnet alle möglichen Leidenschaften, die eben aus H hervorgehen. Dass die Leidenschaften auch Freunde des Menschen sind seiner fleischlichen Natur nach und alle von Mir ergriffen, erhoben und in Edles verkehrt werden müssen, wenn des Menschen Geist genesen soll zum ewigen Leben, das wird sich etwa doch wohl allerklarst von selbst verstehen?!

V bedeutet die Vernunft, gepaart mit dem Verstande, wie ihn die Welt oder die Hölle dem äusseren Naturmenschen gibt. Dass dieses weltbeherrschende Ehepaar nebst der Hölle in jegliches Menschen grösster Gunst steht, braucht kaum näher erwähnt zu werden; denn alles lässt ein Mensch eher fahren als diese seine besten und intimsten Hausfreunde.


Liebesbrief von Jesus - Jesus sagt… Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen (7. Oktober 2015)

Also Herr, wie erkennt und unterscheidet man, ob etwas vom Geist geleitet und eine neue Offenbarung aus der bestehenden Schrift ist oder ob es Lehren von Dämonen sind, die sich als Geister des Lichts aufführen?

An jenem Punkt erinnerte ich mich gerade an diese Bibelstelle – 1. Timotheus 4:1-2 1 Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden. 2 Sie sprechen Lügen in Heuchelei, es hat ihr eigenes Gewissen gekennzeichnet.

Und Lehrer können gut aussehen und gut tönen für die durchschnittliche Person… aber sind sie aufrichtig und in Dir, Herr?

Ich wurde an 2. Korinther 11:13-15 erinnert 13 Denn solche sind falsche Apostel, täuschende Arbeiter, als Apostel des Messias verkleidet. 14 Und das ist nicht verwunderlich, denn Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. 15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich als Diener der Gerechtigkeit verkleiden. Ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.

“Und du hast dir gerade deine eigene Frage beantwortet, Clare. ‘Ihr Ende wird sein, wie ihre Taten es verdienen.’ Ihr werdet sie an ihren Früchten erkennen. Schlicht und einfach. Kostet die Frucht… ist sie bitter, verdorben, erfüllt von Groll, Kritik, Beschuldigung und Wut? Oder ist sie süss? Friedlich, sanft, gütig, versöhnlich und in eine tiefere Beziehung mit Mir führend… was immer Früchte trägt von erhöhter Gerechtigkeit, Sünden aufzugeben, Busse zu tun und einen neuen Entschluss zu fassen, das Leben zu leben, welches Ich bestimmt habe. Dies sind klare Beweise, dass das, was gelehrt wird, von Mir ist.”

“Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen. Kostet die Frucht. Meine Liebe, du warst mit Mir und wurdest lange genug von Mir instruiert, dass du diese Dinge wissen solltest, also warum hinterfragst du?”

Hmmmm… damit ich, nachdem ich Anderen gepredigt habe, nicht selbst disqualifiziert bin…

“Leg deine Aengste beiseite, Clare. Du lebst das Leben, das Ich für dich bestimmt habe. Du hast Meinen Segen und Meine Zustimmung – was mehr könntest du wollen?”

Nichts Herr, absolut nichts.

“Meine Bräute, Ich habe das Analysieren einfach gemacht für euch: probiert die Frucht. Argumentiert und streitet nicht mit eurem logischen Verstand. Ihr werdet immer einen Punkt verpassen und das kann zu endlosen Recherchen, Widersprüchen und falschen Schlussfolgerungen führen. Aber eine Sache wird immer die wahre Natur einer Quelle offenbaren – und das ist die Frucht. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen.”

“Haltet diese Worte fest, denn sie werden euch in alle Wahrheit führen und euch von Fehlern fernhalten.”


GSO2-106 - Wesen und Folgen des Lasters (Jakob Lorber)

7. Bevor wir aber das Beispiel aufstellen, müssen wir einige Sätze kundgeben, welche aus der göttlichen Ordnung herausfliessen und somit jeder Handlung die bestimmte Folge von Ewigkeit her anzeigen, in welcher dann im Einklange mit der Handlung sich der Grund ersehen lässt.

8. Die Sätze aber lauten also: Jede Handlung hat eine von Gott aus entsprechend bestimmt sanktionierte Folge. Diese Folge ist das unabänderliche Gericht, welches jeder Handlung unterschoben ist. Also ist es vom Herrn gestellt, dass sich jede Handlung am Ende selbst richtet.

9. Wie aber von jeder guten Handlung der Herr nur als ein Grund anzunehmen ist, also verhält es sich auch mit jeder bösen Handlung. Auch jede böse Handlung hat demnach allezeit ihren einen und denselben Grund. Das sind die Lehrsätze.

10. Nun wollen wir diese beispielsweise beleuchten. Nehmen wir einen Hurer an. Dieser trieb, solange er lebte, ohne Schonung und ohne die geringste Rücksicht auf was immer für Personen die Unzucht. Äusserlich konnte niemand die Folgen des Lasters an ihm erschauen, denn der Leib ist nicht immer ein Folgenspiegel des Lasters. Dieser Mensch aber hatte durch seine lasterhafte Handlungsweise seinen Geist ganz in die grobe fleischlich-materielle Liebe herabgezogen, hat seine Lebenskräfte vergeudet, materiell und geistig genommen. Was bleibt ihm am Ende übrig? Nichts als ein Polypenleben seiner Seele. Diese langt jenseits mit nichts als mit ihrer sinnlich-fleischlichen Genussbegierde an. Ihr Bestreben ist das eines Polypen, nämlich in ihrer Art unausgesetzt fortzugeniessen. Von einer geistig dirigierenden Reaktion ist da keine Rede mehr, indem der Geist schon bei Leibesleben bis auf den letzten Tropfen mit der sinnlichen Seele verschmolzen worden ist.

11. Frage: Kann jenseits eine solche Seele für eine höhere Belebung zugänglich oder fähig sein? Wer solches völlig einsehen will, der fange sich einmal einen Polypen aus dem Meere und versuche, ob er aus ihm einen Luftspringer machen kann. Diese Arbeit wird sicher niemandem gelingen, denn sobald er den Polypen aus seinem Schlammelement hebt und auf einen trockenen Ort in die reine Luft setzt, wird der Polyp bald absterben, einschrumpfen, in die Verwesung übergehen und endlich zu einem leimartigen Klumpen vertrocknen.

12. Sehet, gerade derselbe Fall ist es mit einer solchen geilen, genusssüchtigen Seele. Sie ist ein Schlammpolyp und hat nur eine lebenerregende Begierde, nämlich die des Geniessens. Ihre ganze Intelligenz geht dahin, sich die Genüsse zu verschaffen. Was ist demnach die Folge? Nichts anderes als dieser elende und höchst klägliche Zustand der Seele selbst, nämlich das stets tiefere Zurücksinken in das allergemeinst und niedrigst Tierische. Und dieser Zustand ist eben das, was man die erste Hölle nennt. Diese ist somit die Folge, und zwar die ganz natürliche, ordnungsmässig gerechte Folge, indem die Seele durch diese verbotene Handlungsweise am Ende in denjenigen untersten Tierzustand zurückkehrt, aus dem sie früher vom Herrn durch so viele Stufen aufwärts bis zum freien Menschen erhoben wurde.

13. Dieser Zustand als Folge aber wird vom Herrn in bezug auf die Genussbegierde darum so überaus kümmerlich gehalten, damit dadurch der in der Seele noch immer sich vorfindende Geist mehr und mehr von der Sinnlichkeit ausscheiden möchte. Diese Operation ist die einzige, durch welche eine solche Seele samt ihrem Geiste noch möglicherweise rettbar ist und sein kann. Denn wird die Seele also fortgenährt, so wird sie in ihrer Begierde immer stärker, und da wird von der Rettung des Geistes wohl ewig nie eine Rede sein können.

14. Was ist aber im schlimmen Falle gewöhnlich die zweite Folge dieser notwendigen Behandlungsweise?

15. Höret! Da der Geist einer solchen Seele mit ihr völlig eins war, so ist auch seine ganze Liebe in die Begierlichkeit seiner Seele übergegangen. Wird er nun durch das Fasten der Seele freier, so tritt er dann böswillig und überaus tief beleidigt und gekränkt auf, darum, dass man ihn durch Vorenthalt der Nahrung für seine leibhaftige Seele hat verkümmern lassen, um ihn dadurch zu bändigen.

16. Aus solcher Beleidigung und Kränkung geht der Geist in einen Zorn über und verlangt Entschädigung. Wo aber findet er diese? In der zweiten Hölle!

17. Was ist nun die zweite Hölle? Nichts anderes als die Folge der ersten. Und in dieser Folge lässt sich schon auf den eigentlichen Urgrund der ersten Handlungsweise blicken.

18. Denn der Zorn ist nichts anderes als eine Frucht der übermässigen Selbstliebe, und diese hat ihre Wurzeln in der Herrschsucht, welche die Triebfeder zu allen Lastern ist und hat die dritte oder unterste Hölle zu ihrem Wohnsitze. - Wie sich aber aus der zweiten Hölle endlich auch eine dritte entwickelt, und wie unsere Schüler solches alles praktisch mit anschauen und erfahren müssen, das wollen wir in der Folge betrachten. -


DDT28 - Tod & Jenseitiges Erwachen

40. Wenn der Geist irgendeines grossen Sünders sich von diesem materiellen Leben löst, um in das geistige Tal einzugehen, ist er erstaunt festzustellen, dass die Hölle, wie er sich diese vorstellte nicht existiert; und dass das Feuer, von dem man ihm in vergangenen Zeiten erzählte, nichts anderes als die geistige Auswirkung seiner Werke ist, wenn er dem unerbittlichen Richter gegenübersteht, welcher sein Gewissen ist.

41. Dieses jenseitige Gericht, diese Helligkeit, die inmitten der Finsternis anbricht, die jenen Sünder umgibt, brennt stärker als das heisseste Feuer, das ihr euch vorstellen könnt. Doch es ist keine Marter, die im voraus als eine Strafe für den, der Mich verletzt hat, vorbereitet wurde. Nein, diese Qual entspringt der Erkenntnis der begangenen Verfehlungen, dem Leid, den verletzt zu haben, der ihm das Dasein schenkte, einen schlechten Gebrauch von der Zeit und all den Gütern gemacht zu haben, die er von seinem Herrn empfing.


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