DDT34 - Willensfreiheit & Gewissen

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DAS DRITTE TESTAMENT, Offenbarungen Jesu Christi


Kapitel 34 - Willensfreiheit & Gewissen


Die Bedeutung des Gewissens und der Willensfreiheit

So spricht der Herr:

1. Höret, Jünger: Der Mensch besitzt als geistige Gaben Willensfreiheit und das Gewissen; alle kommen mit Tugenden begabt auf die Welt und können von ihnen Gebrauch machen. In ihrem Geist ist das Licht des Gewissens; aber gleichzeitig mit der Entwicklung des Körpers entwickeln sich mit ihm die Leidenschaften, die bösen Neigungen, und diese liegen im Kampf mit den Tugenden.

2. Gott lässt dies so geschehen, denn ohne Kampf gibt es keine Verdienste, und dies ist daher für euch notwendig, um auf dem geistigen Wege emporzusteigen. Worin bestünde das Verdienst der Kinder Gottes, wenn sie nicht kämpfen würden? Was würdet ihr tun, wenn ihr von Glück erfüllt leben würdet, wie ihr es in der Welt ersehnt? Könnt ihr, von Annehmlichkeiten und Reichtümern umgeben, einen geistigen Fortschritt erwarten? Ihr würdet stehen bleiben; denn wo kein Kampf ist, gibt es keinen Verdienst.

3. Doch versteht es nicht falsch; denn wenn Ich von Kampf spreche, meine Ich jenen, den ihr entfaltet, um eure Schwächen und Leidenschaften zu überwinden. Diese Kämpfe sind die einzigen, die Ich den Menschen erlaube, damit sie ihre Selbstsucht und ihr materielles Trachten beherrschen, auf dass der Geist, durch das Gewissen erleuchtet, seinen wahren Platz einnimmt.

4. Diesen inneren Kampf heisse Ich gut, nicht aber jenen, den die Menschen im Verlangen nach Selbsterhöhung führen, verblendet von Ehrgeiz und Bosheit. (9, 42 – 44)

5. Der Geist ringt darum, seinen Aufstieg und Fortschritt zu erreichen, während “das Fleisch” [Seele] immer wieder den Anreizen der Welt erliegt. Doch Geist und Körper [Seele] könnten miteinander harmonieren, wenn beide nur von dem Gebrauch machen würden, was ihnen erlaubterweise zukommt, und dies ist es, was euch meine Lehre zeigt.

6. Wie könnt ihr mein Gesetz jederzeit ausüben? Indem ihr auf die Stimme des Gewissens hört, welche der Richter eurer Handlungen ist. Ich gebiete euch nichts, was ihr nicht erfüllen könntet. Ich will euch davon überzeugen, dass der Weg zum Glücklichsein keine Phantasie ist, sondern dass er existiert, und Ich offenbare euch hier, wie man ihn zurücklegt.

7. Ihr habt die Freiheit, den Weg zu wählen, doch es ist meine Pflicht als Vater, euch den wahren, den kürzesten zu zeigen – jenen, der immer vom Lichte des göttlichen Leuchtfeuers erhellt ist, welches meine Liebe zu euch ist. Denn ihr seid Jünger, die danach dürsten, immer neue Worte zu vernehmen, die eure Kenntnisse bestätigen und euren Glauben beleben. (148, 53 – 55)

8. Ich habe das Gewissen in eure Wesenheit gelegt, damit es die Richtschnur auf all euren Wegen sei, da das Gewissen das Gute vom Bösen zu unterscheiden vermag und das Rechte von dem, was unrecht. Mit diesem Lichte werdet ihr nicht getäuscht werden noch unwissend genannt werden können. Wie könnte der Spiritualist seinen Nächsten betrügen oder sich selbst zu täuschen suchen, wenn er die Wahrheit kennt? (10, 32)

9. Der Mensch auf Erden ist ein Fürst, dem meine Liebe und meine Gerechtigkeit diesen Titel gaben, und der Auftrag, den er von Anbeginn erhielt, war der, über die Erde zu herrschen.

10. Über die Göttliche Gabe seiner Willensfreiheit stellte Ich einen strahlenden Leuchtturm, der seinen Lebensweg erhellen sollte: das Gewissen.

11. Freiheit, um zu wirken, und das Licht des Gewissens, um das Gute vom Bösen zu unterscheiden, sind zwei der grössten Gaben, die meine Vaterliebe eurem Geiste vermachte. Sie sind im Menschen, schon bevor er geboren wird, und auch nachdem er gestorben ist. Das Gewissen leitet ihn und trennt sich nicht von ihm in der Verzweiflung, noch beim Verlust der Vernunft, noch im Todeskampf, weil es zutiefst mit dem Geiste vereint ist. (92, 32 – 34)

12. Der Geist erfreut sich der Willensfreiheit, mittels derer er Verdienste erwerben soll, um das Heil zu erlangen.

13. Wer führt, orientiert oder berät den Geist auf seinem freien Entwicklungsweg, um das Erlaubte vom Unerlaubten zu unterscheiden und um sich daher nicht zu verirren? das Gewissen.

14. Das Gewissen ist der Göttliche Funke, ist ein höheres Licht und eine Kraft, die dem Menschen hilft, nicht zu sündigen. Welches Verdienst gäbe es im Menschen, wenn das Gewissen materielle Gewalt besässe, um ihn zu zwingen, im Guten zu verbleiben?

15. Ich will, dass ihr wisst, dass der Verdienst darin besteht, auf jene Stimme zu hören, sich davon zu überzeugen, dass sie niemals lügt noch sich irrt in dem, was sie rät, und im treuen Befolgen ihrer Weisungen.

16. Wie ihr sicherlich begreifen könnt, erfordert es Schulung und Konzentration auf sich selbst, um jene Stimme klar vernehmen zu können. Welche unter euch üben diesen Gehorsam derzeit aus? Antwortet euch selbst.

17. Das Gewissen hat sich immer im Menschen kundgetan; aber der Mensch hat nicht die notwendige Entwicklung erreicht, um sein ganzes Leben von jenem Lichte leiten zu lassen. Er benötigt Gesetze, Unterweisungen, Vorschriften, Religionen und Ratschläge.

18. Wenn die Menschen dahin gelangen, mit ihrem Geiste in Verbindung zu treten, und anstatt das Geistige im Äusseren zu suchen, es in ihrem Inneren suchen, werden sie die sanfte, überredende, weise und gerechte Stimme vernehmen können, die immer in ihnen lebendig war, ohne dass sie auf sie hörten, und sie werden begreifen, dass im Gewissen die Gegenwart Gottes ist, dass es der wahre Mittler ist, durch den der Mensch mit seinem Vater und Schöpfer in Verbindung treten soll. (287, 26 – 30)

19. Ihr alle habt mein Licht in euch, jeder Geist besitzt diese Gnade; aber während bei manchen dieses Licht immer stärker wurde, anwuchs, nach aussen drang um sich kundzutun, bleibt es bei andern nur in einem geheimen, verborgenen, unbewussten Zustand. Doch wahrlich, Ich sage euch: wie sehr ein Mensch auch spirituell zurückgeblieben sein mag, immer wird er zwischen dem Guten und dem Bösen unterscheiden können, weshalb ihr alle für eure Werke Mir gegenüber verantwortlich seid.

20. Ich muss euch sagen, dass eure Verantwortlichkeit in dem Masse wächst, in dem eure Erkenntnis zunimmt, denn ihr werdet dann immer sensibler werden für die Weisungen des Gewissens. (310, 69 – 70)

21. Ich will, dass ihr wisst, dass ihr unter allen Geschöpfen dieser Welt das bevorzugte Wesen seid, das mit Geist und Gewissen ausgestattet worden ist. Ich habe euch die Willensfreiheit gegeben, damit ihr aus eigenem Willen den rechten Weg einschlagt, der zu Mir führt. Es ist kein blumiger Weg, den Ich euch anbiete, sondern der des Gebetes, der Busse und des Kampfes, und auf diesem Pfade soll euch euer Gewissen führen. (58, 42)

22. Was würde aus dem Geist, wenn er seiner Willensfreiheit beraubt wäre? In erster Linie wäre er nicht Geist und deshalb wäre er kein Geschöpf, das des Höchsten würdig ist. Er wäre so etwas wie jene Maschinen die ihr herstellt, etwas ohne eigenes Leben, ohne Intelligenz, ohne Willen, ohne Strebsamkeit. (20, 37)

23. Ich gab dem Menschen die Willensfreiheit. Doch wenn dieser in seiner Verblendung so weit gehen sollte, Mir deswegen Vorwürfe zu machen, werde Ich ihm sagen, dass Ich ihm auch Willenskraft und Verstand gab. Zugleich offenbarte Ich ihm mein Gesetz, welches der Weg ist, um nicht zu straucheln oder sich zu verirren, und entzündete in ihm das Licht des Gewissens, welches das innere Leuchtfeuer ist, das den Weg des Geistes erhellt und ihn zum ewigen Leben führt.

24. Warum gibt es die Sünde, überwiegt das Böse und brechen Kriege aus? Weil der Mensch nicht auf die Stimme des Gewissens hört und schlechten Gebrauch von seiner Willensfreiheit macht. (46, 63 – 64)

25. Die Welt vernimmt Mich nicht, denn die Stimme dieser Körper, durch die Ich Mich kundgebe, hat nur eine geringe Reichweite. Daher ist es die Stimme des Gewissens, welche meine Weisheit ist, die zu den Menschen spricht und viele überrascht, die im Banne ihrer Selbstsucht sonst taub sind gegenüber den Rufen jener Stimme, nur auf Schmeicheleien und irdisches Ansehen achten und sich an ihrer gesellschaftlichen Stellung und ihrer Macht berauschen. (164, 18)


Der Missbrauch der Willensfreiheit

26. Heute treffe Ich eine Menschheit an, die geistig geschwächt ist infolge des Missbrauchs, den sie mit der Gabe der Willensfreiheit getrieben hat. Ich entwarf einen Weg der Gerechtigkeit, der Liebe, der Barmherzigkeit, des Guten. Der Mensch hat einen anderen von scheinbarem Licht geschaffen, der ihn ins Verderben geführt hat.

27. Bei meiner Wiederkunft zeigt euch mein Wort eben jenen Weg, den ihr nicht gehen wolltet, und ungerecht und unvernünftig wäre, wer sagen würde, dass diese Lehre verwirrt oder teilnahmslos macht. (126, 5 – 6)

28. Betrachtet die Menschen, wie sie sich vernichten und hassen, einander die Macht entreissen, ohne vor dem Verbrechen, dem Betrug oder dem Verrat zurückzuschrecken. Da gibt es Menschen, die zu Millionen als Opfer ihrer Mitmenschen sterben, und andere, die unter der Wirkung des Lasters zugrundegehen. Ist etwa Licht in ihnen? Spricht etwa der Geist, der in ihnen lebt? Das, was da ist, ist Finsternis und Schmerz, das Ergebnis des Missbrauchs der Gabe der Willensfreiheit und des Nicht-Hörens auf die innere Stimme; und weil die Menschen ihr Augenmerk nicht auf das Licht jenes Gottesfunkens richteten, den ihr alle in eurem Wesen tragt, welcher der göttliche Lichtstrahl ist, den ihr Gewissen nennt. (79, 31)

29. Die Willensfreiheit ist der höchste Ausdruck, ist das vollendetste Geschenk der Freiheit, die dem Menschen auf dem Lebensweg gewährt wurde, damit seiner Beharrlichkeit im Guten, die er durch den Rat des Gewissens und durch den Kampf im Bestehen der Prüfungen erlangt hat, ihn den Schoss des Vaters erreichen lassen wird. Doch die Willensfreiheit ist durch die Zügellosigkeit ersetzt worden, das Gewissen wird überhört; man hört nur noch auf die Forderungen der Welt, und die Geistigkeit ist durch Materialismus ersetzt worden.

30. Angesichts so grosser Verwirrung und so vieler Abweichungen wird den Menschen dieser Zeit meine Lehre absurd erscheinen. Doch Ich sage euch, dass es die rechte Unterweisung ist, um zu erreichen, dass die Menschen sich von der Lethargie, in die sie geraten sind, freimachen. (157, 15 – 16)

31. Mein Wort ist der Weg, ist das göttliche Gesetz, das euch zur Vollkommenheit führt, es ist das Licht, das den Geist erhebt, der jedoch getrübt wurde, als das “Fleisch” [Seele] mit seiner Unnachgiebigkeit sich durchgesetzt hat und nicht auf den inneren Ruf seines Geistes gehört hat.

32. Wehe dann dem Geist, der unter dem Antrieb des “Fleisches” nachgegeben hat und sich vom Einfluss der Welt, die ihn umgibt, beherrschen liess, wobei er seine Führerstellung mit der eines schutzlosen Wesens vertauschte, das durch die menschlichen Leidenschaften und Schwächen hin und her getrieben wird gleich den dürren Blättern, wenn sie richtungslos vom Wind verweht werden.

33. Der Mensch, der die Freiheit am meisten liebt, fürchtet sich, sich dem Göttlichen Willen zu unterwerfen, aus Angst, dass sein Geist ihn schliesslich unterwirft und ihn vieler menschlicher Befriedigungen beraubt, von denen er weiss, dass sie ihm schaden; und so verlässt er den Weg, der ihn zum wahren Leben führt. (97, 36)

34. Die Zeit, in der die Menschen die Willensfreiheit gebraucht haben, um sie für Vergnügungen, niedere Leidenschaften, Feindschaften und Rache zu verwenden, geht nun zu Ende. Meine Gerechtigkeit versperrt die Pfade der Sünde und öffnet stattdessen den Weg der Versöhnung und der Erneuerung, damit die Menschen den Weg des Friedens finden können, den sie mit anderen Mitteln vergeblich gesucht haben. (91, 80)

35. Ich gab euch das Geschenk der Willensfreiheit und habe jene, meinen Kindern gewährte gesegnete Freiheit respektiert. Aber Ich legte in euer Wesen auch das Göttliche Licht des Gewissens, damit ihr von ihm geführt eure Fähigkeiten in rechte Bahnen lenken würdet. Doch Ich sage euch: Im Kampf zwischen dem Geist und dem Körper [Seele], hat der Geist eine Niederlage erlitten, einen schmerzhaften Fall, der ihn allmählich immer mehr von der Quelle der Wahrheit entfernt hat, welche Ich bin.

36. Seine Niederlage ist nicht endgültig, ist vorübergehend; denn er wird sich aus der Tiefe seines Abgrunds erheben, wenn er seinen Hunger, seinen Durst, seine Blösse und seine Finsternis nicht länger ertragen kann. Der Schmerz wird seine Rettung sein, und wenn er dann die Stimme seines Gewissens hört, wird er sich stark und strahlend, inbrünstig und inspiriert erheben und aufs neue seine Fähigkeiten gebrauchen. Jedoch nicht mehr mit jener Freiheit, sie für das Gute oder das Böse zu verwenden, sondern indem er sie allein der Erfüllung der göttlichen Gesetze widmet, welches der beste Gottesdienst ist, den ihr Meinem Geiste darbringen könnt. (257, 65 – 66)


Die notwendige Befolgung der Gewissensimpulse

37. Wie fern der Wirklichkeit befinden sich derzeit Millionen von Wesen, die nur für ihre materielle Gegenwart leben! Wie könnten sie ihre Augen für die Wirklichkeit öffnen? Nur, indem sie auf die Stimme des Gewissens lauschen – jene Stimme, welche Sammlung, Besinnung und Gebet benötigt, um gehört zu werden. (169, 16)

38. Immer, wenn ihr wissen wollt, ob der Weg, dem ihr folgt, jener der Aufwärtsentwicklung ist, sollt ihr das Gewissen befragen, und wenn Frieden in ihm ist, und in eurem Herzen Nächstenliebe und guter Wille gegenüber euren Mitmenschen zu Hause ist, werdet ihr sicher sein, dass euer Licht noch immer scheint, und euer Wort tröstet und heilt.

39. Doch wenn ihr entdecken solltet, dass in eurem Herzen die Habgier, das Übelwollen, der Materialismus und die Fleischeslust Wurzeln geschlagen haben, könnt ihr sicher sein, dass euer Licht zu Finsternis, zu Trug geworden ist. Wollt ihr, dass – wenn der Vater euch abberuft – statt goldenem Weizen eine schmutzige Ernte vorweisen? (73, 45)

40. Jünger: Wenn ihr keine Irrtümer oder Fehler begehen wollt, so prüft eure Handlungen im Lichte eures Gewissens, und wenn es etwas gibt, das es trübt, so erforscht euch gründlich, und ihr werdet den Schandfleck entdecken, damit ihr ihn korrigieren könnt.

41. Es gibt einen Spiegel in euch, in dem ihr euch betrachten und sehen könnt, ob ihr rein seid oder nicht.

42. Der Spiritualist soll an seinen Taten erkannt werden, welche, um rein zu sein, vom Gewissen diktiert sein müssen. Wer so handelt, wird fühlen, dass er sich zu Recht mein Jünger nennt.

43. Wer könnte Mich täuschen? Niemand. Ich beurteile euch nicht nach dem, was ihr tut, sondern nach der Absicht, mit der ihr es tut. Ich bin in eurem Gewissen und jenseits desselben. Wie könnt ihr glauben, dass Ich eure Taten und deren Beweggrund nicht wissen kann? (180, 11 – 13)


Der Kampf zwischen Willensfreiheit und Gewissen

44. Als die ersten menschlichen Wesen die Erde bewohnten, legte der Schöpfer Seine Liebe in sie und gab ihnen einen Geist, entzündete sein Licht in ihrem Gewissen, wobei ihnen gleichzeitig die Willensfreiheit gegeben wurde.

45. Doch während die einen sich Mühe gaben, im Guten standhaft zu bleiben, indem sie alle Versuchungen bekämpften in der Absicht, rein zu bleiben, des Herrn würdig und im Einklang mit ihrem Gewissen, schmiedeten die anderen von Sünde zu Sünde und von einer Verfehlung zur nächsten Glied für Glied eine Kette der Sünden, nur von der Stimme der Sinne geführt, beherrscht von ihren Leidenschaften; und säten den Irrtum und die Versuchung unter ihre Mitmenschen.

46. Aber neben diesen verwirrten Geistwesen sind auch meine Propheten als Engelsboten meiner Göttlichkeit gekommen, um die Menschheit zu erwecken, sie vor den Gefahren zu warnen und ihr mein Kommen anzukündigen. (250, 38 – 39)

47. Das “Fleisch” [Seele] war zu hartnäckig und widerspenstig, um den Weisungen jenes inneren Lichtes zu folgen, das ihr Gewissen nennt, und es fiel ihm viel leichter, den Impulsen zu folgen, die es zur Zügellosigkeit seiner Instinkte und seiner Leidenschaften verleiteten.

48. Lange ist die Menschheit in schwerem Ringen zwischen dem Gewissen, das nie geschwiegen hat, und dem “Fleisch”, das aus dem Materialismus seinen Kult und sein Gesetz machen möchte, den Lebensweg auf dieser Erde gegangen, ohne dass bis heute weder die Materie [Seele] noch der Geist gesiegt haben, da der Kampf andauert.

49. Ihr fragt Mich, wer siegen wird? Und Ich sage euch, dass es nicht mehr lange dauert bis zum absoluten Sieg des Gewissens, der mittels des Geistes im “Fleische” bewirkt wird.

50. Ahnt ihr nicht, dass nach soviel Kampf und so langem Ringen der Körper, der menschlich und vergänglich ist, sich dem Gewissen beugen muss, der mein ewiges Licht ist?

51. Begreift, dass der Mensch nach einem so langen Widerstreit schliesslich jene Empfindsamkeit und Nachgiebigkeit erlangen wird, die er nie zuvor gegenüber jener Stimme und jenem geistigen Leben gehabt hat, das in seinem Wesen vibriert und lebt.

52. Ihr alle bewegt euch auf diesen Punkt zu, ohne dass ihr es merkt. Doch wenn ihr dereinst auf Erden den Sieg des Guten und der Gerechtigkeit schaut, werdet ihr den Grund für den Kampf, die Schlachten und die Prüfungen begreifen. (317, 21 – 26)

53. Seht, wie der Mensch vor und über allem steht, was ihn umgibt; dass er das einzige Wesen ist, das mit Willensfreiheit und Gewissen ausgestattet ist. Von dieser Willensfreiheit haben alle Verirrungen, Stürze und Sünden der Menschen ihren Ausgang genommen. Aber es sind vergängliche Verfehlungen vor der Gerechtigkeit und der Ewigkeit des Schöpfers. Denn hernach wird sich das Gewissen gegenüber den Schwächen des Körpers und der Verführbarkeit des Geistes durchsetzen. Damit wird der Sieg des Lichtes kommen, welcher Wissen über die Finsternis ist, die Unwissenheit bedeutet. Es wird der Sieg des Guten, welcher Liebe, Gerechtigkeit und Harmonie ist, über das Böse sein, welche Selbstsucht, Zügellosigkeit, Ungerechtigkeit ist. (295, 49)

54. Für Mich ist nichts unmöglich, mein Wille ist in Erfüllung gegangen und wird dies immer tun, auch wenn es gelegentlich so scheint, als ob es der Wille des Menschen ist, der herrscht, und nicht der Meine.

55. Der Weg der Willensfreiheit des Menschen, seine Herrschaft auf Erden, die Siege seines Hochmutes, der Zwang, den er zuweilen durch seine Gewaltanwendung auferlegt, sind so flüchtig im Vergleich zur Ewigkeit, dass sie zwar in gewisser Weise die göttlichen Pläne abändern können; aber morgen oder im Verlauf ihres Vollzugs wird sich immer mehr der Wille meines Geistes über alle Wesen offenbaren, indem er das Gute bestehen lässt und das Unreine beseitigt. (280, 9 – 10)

56. Die Zeit wird kommen, in der die Grenzen dieser Welt durch die Liebe aufgehoben werden, und in der die Welten einander durch die Vergeistigung näherkommen.

57. Bis dahin wird der Kampf zwischen dem Gewissen und der Willensfreiheit weitergehen, die der Mensch dazu gebrauchen und nutzen wird, um aus seinem Leben das zu machen, was ihm gefällt.

58. Das Ringen zwischen diesen beiden Kräften wird seinen Höhepunkt erreichen, und der Sieg wird sich der Seite des Geistes zuneigen, welcher in einer absoluten Liebeshingabe an seinen Vater zu Ihm sagen wird: “Herr, ich verzichte auf meine Willensfreiheit, vollbringe in mir allein Deinen Willen”.

59. Ich werde den, der so vor Mich gelangt, segnen und ihn in mein Licht hüllen; doch Ich werde ihn wissen lassen, dass Ich ihm niemals jene gesegnete Freiheit, mit der er beschenkt wurde, wieder entziehen werde. Denn wer den Willen seines Vaters tut, wer treu und gehorsam ist, ist des Vertrauens seines Herrn würdig. (213, 61 – 64)


Schärfung des Gewissens durch das neue Gotteswort

60. Meine Lehre voll Licht und Liebe stärkt den Geist, damit er seine Macht über das “Fleisch” [Seele] auszuüben und es derart empfindsam machen kann, dass diesem die Eingebungen des Gewissens immer leichter wahrnehmbar werden.

61. Spiritualität ist das Ziel, das der Mensch anstreben soll, da er dadurch imstande sein wird, voll und ganz mit seinem Gewissen eins zu werden, und schliesslich das Gute vom Bösen unterscheiden kann.

62. Denn aufgrund des Mangels an geistiger Erhebung der Menschen konnte jene tiefgründige und weise, unbeirrbare und gerechte innere Stimme nicht genügend vernommen und gedeutet werden, und daher hat der Mensch keine uneingeschränkte Erkenntnis erlangt, die ihm wirklich das Gute vom Bösen zu unterscheiden erlaubt.

63. Doch nicht nur dies, sondern er soll in sich die notwendige Kraft finden, um jedem guten Impuls zu folgen und jeder lichtvollen Eingebung zu gehorchen und zugleich jede Versuchung, jeden unlauteren oder schlechten Gedanken oder Gefühlsimpuls zurückweisen. (329, 56 – 57)

64. Wie leicht wird es für die Menschen sein, sich untereinander zu verstehen, wenn sie in sich stille werden und die Stimme ihrer höheren Vernunft vernehmen, die Stimme jenes Richters, den sie nicht hören wollen, weil sie wissen, dass er ihnen das völlige Gegenteil dessen befiehlt, was sie gerade tun.

65. Ich kann euch überdies sagen, dass wenn ihr nicht bereit wart, den Weisungen eures Gewissens Gehör zu schenken, ihr auch nicht gehorsam und willig gewesen seid, meine Lehre auszuüben. Ihr anerkennt sie in der Theorie, wendet sie aber nicht in der Praxis an. Ihr sprecht ihr göttliche Essenz zu – sagt, dass Christus sehr gross war und dass seine Unterweisung vollkommen ist. Aber niemand will gross sein wie der Meister, niemand will zu ihm kommen, indem er ihn wirklich zum Vorbild nimmt. Doch ihr sollt wissen, dass Ich nicht nur kam, damit ihr wüsstet, dass Ich gross bin, sondern auch, damit ihr alle es sein würdet. (287, 35 – 36)

66. Ich werde alle Menschen und alle Völker um meine neue Botschaft scharen, werde sie rufen wie der Hirte seine Schafe, und werde ihnen den Frieden eines Stalles verschaffen, wo sie vor rauem Wetter und Stürmen Zuflucht finden.

67. Ihr werdet noch erleben, wie viele, obwohl sie scheinbar nicht die geringste Spur von Glauben oder von Geistigkeit haben, im Reinsten ihres Geistes die unsterblichen Prinzipien des geistigen Lebens bewahrt haben; werdet noch erkennen, wie viele von denen, die für euch den Anschein erwecken, als ob sie keinerlei Gottesverehrung haben, im Innersten ihres Wesens einen unzerstörbaren Altar in sich tragen.

68. Vor diesem inneren Altar werden die Menschen geistig niederknien müssen, um über ihre Verfehlungen, ihre bösen Werke und ihre Beleidigungen zu weinen, in aufrichtiger Reue über ihren Ungehorsam. Dort, vor dem Altar des Gewissens, wird der menschliche Hochmut zusammenbrechen, sodass die Menschen sich nicht mehr aufgrund ihrer Rassen für überlegen halten. Dann werden die Verzichtleistungen, die Wiedergutmachung und schliesslich der Friede kommen als gesetzmässige Frucht der Liebe und der Demut, des Glaubens und des guten Willens. (321, 9 – 11)


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