DDT10 - Als die Zeit erfüllt war

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DAS DRITTE TESTAMENT, Offenbarungen Jesu Christi


Kapitel 10 - Als die Zeit erfüllt war


Prophetische Weissagungen

So spricht der Herr:

1. Euer Vater bereitete alles vor, damit "Das Wort" Gottes unter den Menschen wohne und ihnen an den erhabenen Beispielen seiner Liebe den Weg ihrer Wiedergutmachung zeige.

2. Zuerst inspirierte Er die Propheten, die die Form anzukündigen hatten, in welcher der Messias zur Welt kommen würde, welcher Art sein Werk, seine Leiden und sein Tod als Mensch sein würde, damit, wenn Christus auf der Erde erschiene, derjenige, der die Prophetien kannte, Ihn augenblicklich erkennen würde.

3. Jahrhunderte vor meiner Gegenwart in Jesus sagte der Prophet Jesaia: "Darum wird der Herr euch dies Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, den wird man nennen Imanuel". (Was bedeutet: Gott mit uns). Mit dieser Weissagung unter anderen kündigte er mein Kommen an.

4. David besang viele Jahrhunderte vor meiner Ankunft in Psalmen voller Schmerz und prophetischem Sinn die Leiden des Messias während der Kreuzigung. In jenen Psalmen spricht er von einem meiner sieben Worte am Kreuz, zeigt die Verachtung an, mit der die Menschenmenge Mich zur Kreuzigung führen würde, die Ausdrücke des Spottes der Menschen, wenn sie Mich sagen hören, dass in Mir der Vater ist; die Verlassenheit, die mein Körper angesichts der menschlichen Undankbarkeit fühlen würde, alle Marter, denen ich unterworfen werden würde, und sogar die Art, in der sie über mein Gewand das Los werfen würden.

5. Jeder meiner Propheten kündigte mein Kommen an, bereitete die Wege und gab genaue Merkmale, damit, wenn der Tag kommen würde, niemand sich irrte. (40, 1-5)


Die Messiaserwartung im jüdischen Volk

6. Die Welt war in der gegenwärtigen Zeit nicht bereit, Mich so zu erwarten, wie Mich das Volk Israel in jener "Zweiten Zeit" erwartete. Meine grossen Propheten hatten einen Messias angekündigt, einen Heiland, den Sohn Gottes, welcher kommen würde, um die Unterdrückten zu befreien und die Welt durch das Licht des "Wortes" zu erleuchten. Je mehr jenes Volk litt, desto mehr sehnte es das Kommen des Verheissenen herbei; je mehr es vom Kelch der Erniedrigung und der Unterdrückung trank, desto mehr sehnte es sich nach der Gegenwart des Messias, und überall suchte es nach Hinweisen und Zeichen, die zu ihm von der Nähe der Ankunft ihres Erlösers sprechen würden.

7. Von Generation zu Generation und von Eltern auf Kinder wurde die Göttliche Verheissung weitergegeben, die das auserwählte Volk des Herrn lange Zeit hindurch zum Wachen und Beten veranlasste.

8. Endlich kam Ich zu meinen Volke, aber nicht alle vermochten Mich zu erkennen, obwohl Mich alle erwarteten: die einen taten es in vergeistigter Weise und die anderen in einer materialistischen Auslegung.

9. Aber Mir genügte die Lauterkeit und die Liebe derer, die meine Gegenwart fühlten und im Lichte meines Wortes das Himmelreich erblickten, und an meine Kundgebung glaubten. Mir genügten jene, die Mir getreulich nachfolgten und in Mir ihren geistigen Erlöser sahen, denn sie waren es, die meine Wahrheit bezeugten, nachdem Ich von dieser Welt geschieden war.

10. Obwohl meine Botschaft für alle Völker der Erde bestimmt war, ging mein Ruf an das Herz des Auserwählten Volkes, damit es hernach zum Sprachrohr meines Wortes würde. Dennoch - nicht nur jenes Volk fühlte meine Gegenwart, auch in anderen Nationen vermochten die Menschen die Zeichen meiner Ankunft zu entdecken und erahnten die Zeit meiner Gegenwart auf Erden. (315, 17 - 19)

11. In jedem Zeitalter und bei jeder Göttlichen Offenbarung erscheint Elia bei den Menschen.

12. Noch war der Messias nicht zur Erde gekommen, nicht mehr lange, so würde er als Mensch geboren werden, und schon war der Geist des Propheten in Johannes inkarniert, welcher später der Täufer genannt wurde, um die Nähe des Himmelreiches anzukündigen, welches die Gegenwart des "Wortes" unter den Menschen sein würde. (31, 61-62)


Maria, die Leibesmutter Jesu

13. Schon in der "Ersten Zeit" begannen die Patriarchen und Propheten von der Ankunft des Messias zu sprechen. Doch der Messias kam nicht nur im Geiste - er kam, um aus einer Frau geboren zu werden, um Mensch zu werden, um von einer Frau einen Körper zu erhalten.

14. Der mütterliche Geist Gottes musste gleichfalls Mensch werden, zur Frau werden, als eine Blume der Reinheit, damit ihrer Blütenkrone der Duft des "Wortes" Gottes entströme, welches Jesus war. (360,26)

15. In Nazareth lebte eine Blume der Reinheit und Zärtlichkeit, eine verlobte Jungfrau mit Namen Maria, welche gerade die vom Propheten Jesaia Angekündigte war, weil aus ihrem Schosse die Frucht des wahren Lebens hervorgehen sollte.

16. Zu ihr kam der Geistige Bote des Herrn, um ihr die Mission zu verkünden, die sie zur Erde mitgebracht hatte, indem er sprach: "Sei gegrüsst, du Hochbegnadete, der Herr ist mit dir, du bist gesegnet unter den Frauen."

17. Die Stunde, da das Göttliche Geheimnis offenbart werden sollte, war gekommen, und alles, was über die Gegenwart des Messias, des Heilands, des Erlösers gesagt worden war, sollte nun unmittelbar in Erfüllung gehen. Aber wie wenige Herzen waren es, die meine Gegenwart fühlten, wie wenige Geistwesen, die vorbereitet waren, um im Lichte meiner Wahrheit das Himmelreich zu erkennen. (40,6-7)


Die Anbetung des Jesuskindes

18. Die Menschheit gedenkt heutzutage jenes Tages, an dem einige Weise aus dem Morgenland zur Krippe von Bethlehem kamen, um das Göttliche Kind anzubeten. Heute fragen Mich einige Herzen: "Herr, ist es wahr, dass jene mächtigen und weisen Herren sich vor Dir verneigten und Deine Göttlichkeit anerkannten?"

19. Ja, meine Kinder, es war die Wissenschaft, die Macht und der Reichtum, die vor meiner Gegenwart niederknieten.

20. Auch waren dort die Hirten, ihre Frauen und ihre Kinder mit ihren bescheidenen, gesunden und schlichten Gaben, mit denen sie den Erlöser der Welt empfingen und begrüssten, und auch Maria, als Verkörperung himmlischer Zärtlichkeit. Sie repräsentierten die Demut, die Unschuld, die Schlichtheit. Doch jene, die in ihren Pergamentrollen die Prophetien und Verheissungen besassen, die vom Messias sprachen, schliefen tief, ohne auch nur zu ahnen, wer zur Welt gekommen war. (146,9 - 11)


Das Band der Liebe zwischen Jesus und Maria

21. Jesus verbrachte Seine Kindheit und Jugend an der Seite Marias, und auf ihrem Schosse und an ihrer Seite genoss er mütterliche Liebe. Die zur Frau gewordene Göttliche Zärtlichkeit versüsste dem Heiland die ersten Jahre seines Lebens auf der Welt, da Er, als die Stunde gekommen war, so grosse Bitternis trinken musste.

22. Wie ist es möglich, dass jemand meinen kann, dass es Maria, in deren Schosse sich der Körper Jesu bildete und an deren Seite der Meister lebte, an geistiger Erhebung, an Reinheit und Heiligkeit hätte mangeln können?

23. Wer Mich liebt, muss zuvor all das Meine lieben - alles, was Ich liebe. (39,52-54)


Jesu Wissen und Weisheit

24. Die Menschen behaupten in ihren Büchern, dass Jesus bei den Essenern gewesen sei, um sein Wissen zu erlangen. Doch Jener, der alles wusste, und lebte, bevor die Welten entstanden, hatte nichts von den Menschen zu lernen. Das Göttliche konnte nichts vom Menschlichen lernen. Wo immer Ich Mich aufhielt, geschah es, um zu lehren. Kann es auf Erden jemanden geben, der weiser ist als Gott? Christus kam vom Vater, um den Menschen die Göttliche Weisheit zu bringen. Gab euch euer Meister nicht einen Beweis dafür, als er mit zwölf Jahren Theologen, Philosophen und Gesetzeslehrer jener Zeit in höchstes Staunen versetzte?

25. Manche haben Jesus die Schwachheiten aller Menschen zugeschrieben und ergötzen sich daran, Jenen Menschen, der göttlich und ohne Fehl ist, mit dem Schmutz zu bewerfen, den sie in ihren Herzen tragen. Diese kennen Mich nicht.

26. Wenn alle Wunder der Natur, die ihr betrachtet, nichts anderes als die materielle Verkörperung Göttlicher Gedanken sind - meint ihr dann nicht, dass der Körper Christi die Materialisation eines erhabenen Gedankens der Liebe eures Vaters war? Daher liebte euch Christus nur mit dem Geiste, nicht mit dem Fleische. Meine Wahrheit wird niemals verfälscht werden können, weil sie ein absolutes Licht und eine unumschränkte Macht in sich birgt. (146,35 - 36)

27. Ich gab euch in der "Zweiten Zeit" ein Beispiel dafür, wie ihr die rechte Stunde abwarten müsst, um die Aufgabe zu erfüllen, die euch zur Erde brachte.

28. Ich wartete, bis mein Körper - jener Jesus, den die Menschen vor Augen hatten - sein bestes Alter erreicht haben würde, um durch ihn die Göttliche Mission zu erfüllen, euch die Liebe zu lehren.

29. Als jener Körper - das Herz und der Verstand - seine volle Entfaltung erlangt hatte, sprach mein Geist durch seine Lippen, meine Weisheit durchflutete seinen Verstand, meine Liebe liess sich in seinem Herzen nieder, und die Harmonie zwischen jenem Körper und dem Göttlichen Licht, das ihn erleuchtete, war so vollkommen, dass Ich oft zu den Menschenscharen sprach: "Wer den Sohn kennt, kennt den Vater."

30. Christus machte Gebrauch von der Wahrheit in Gott, um die Menschen zu lehren. Er bezog sie nicht von der Welt. Weder von den Griechen, Chaldäern, Essenern oder Phöniziern, noch von sonst jemandem bezog er das Licht. Sie kannten den Weg zum Himmelreich noch nicht, und Ich lehrte das, was auf Erden noch unbekannt war.

31. Jesus hatte seine Kindheit und Jugend der tätigen Nächstenliebe und dem Gebet gewidmet, bis die Stunde kam, um das Himmelreich, das Gesetz der Liebe und der Gerechtigkeit, die Lehre des Lichtes und des Lebens zu verkünden.

32. Sucht den Sinngehalt meines in jener Zeit verkündeten Wortes und sagt Mir, ob er aus irgendeiner menschlichen Lehre oder irgendeiner damals bekannten Wissenschaft stammen konnte.

33. Ich sage euch, wenn Ich wirklich die Gelehrsamkeit jener Menschen in Anspruch genommen hätte, dann hätte Ich meine Jünger unter ihnen gesucht und nicht unter den ungebildeten und unwissenden Menschen, aus denen Ich Meine Apostelschar bildete. (169,62 - 68)


Das Unverständnis der menschlichen Umwelt in Nazareth

34. Ich musste den Schoss eines Volkes wie Ägypten aufsuchen, da das Volk, zu dem Ich gekommen war, Mir keine schützende Herberge zu geben vermochte. Aber dies war nicht der einzige Schmerz, den mein Herz erleiden musste.

35. Als Ich aus Ägypten zurückkehrte, und dann in Nazareth lebte, wurde Ich fortwährend verspottet und durch Äusserungen von Unglauben und Missgunst verletzt.

36. Ich tat dort Wunder, bezeigte meine Nächstenliebe und meine Macht – und wurde verkannt. Nicht einer von denen, die mein Leben und meine Werke aus der Nähe kannten, glaubte an Mich.

37. Als daher die Stunde des Predigens gekommen war, musste Ich beim Verlassen Nazareths sagen: "Wahrlich, Ich sage euch, kein Prophet findet Glauben in seinem Vaterland. Er muss es verlassen, damit sein Wort Gehör findet." (299, 70 - 72)


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