DDT03 - Die Geistige Sonne Christi

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DAS DRITTE TESTAMENT, Offenbarungen Jesu Christi


Kapitel 3 - Die Geistige Sonne der Wiederkunft Christi


Das Kommen des Herrn

1. Ich bin in der Menschheit gegenwärtig zu einer Zeit, in der neue Entdeckungen das Leben der Menschen verwandelt haben, und mache meine Gegenwart unter euch mit der gleichen Demut fühlbar, die ihr einstens an Mir kanntet.

2. Das "Wort" Gottes ist nicht nochmals Mensch geworden, Christus ist nicht erneut in der Armseligkeit eines Stalles geboren – nein; denn es ist nicht mehr nötig, dass ein Körper die Macht Gottes bezeugt. Wenn Menschen meinen, dass dieser Körper hier der auf die Welt gekommene Gott ist, so irren sie. Die Gegenwart Gottes ist geistig, universell, unendlich.

3. Wenn alles, was die Menschen in dieser Zeit errungen haben, in den Grenzen des Gerechten, des Erlaubten und Guten wäre, wäre es nicht nötig gewesen, dass Ich hernieder komme, um erneut zu euch zu sprechen. Aber nicht alle Werke, die Mir diese Menschheit darbietet, sind gut: es gibt viele Verfehlungen, viele Ungerechtigkeiten, viele Abwege und Übeltaten. Daher war es notwendig, dass meine fürsorgliche Liebe den Menschen erweckte, als er am stärksten in sein Werk vertieft war, um ihn daran zu erinnern, welche Pflichten er vergessen hat und Wem er alles verdankt, was ist und was noch sein wird.

4. Um Mich einer vermaterialisierten Menschheit hörbar zu machen, die Mich nicht von Geist zu Geist vernehmen konnte, musste Ich Mich ihrer Geistesgaben und Fähigkeiten bedienen, um Mich durch das Verstandesvermögen des Menschen kundzutun.

5. Die Erklärung dafür, weshalb Ich "herabkomme", um Mich euch mitzuteilen, ist diese: Da ihr euch nicht zu erheben vermochtet, um mit eurem Herrn von Geist zu Geist Zwiesprache zu halten, musste Ich eine Stufe tiefer herabsteigen, das heisst vom Geistigen, vom Göttlichen, wohin ihr noch nicht gelangen könnt. Ich musste dann von eurem Verstandesorgan Gebrauch machen, das seinen Platz im Gehirn des Menschen hat, und meine Göttliche Inspiration in Menschenworte und materielle Laute übertragen.

6. Der Mensch bedarf einer erweiterten Kenntnis, und Gott ist es, der zum Menschen kommt, um ihm Weisheit anzuvertrauen. Wenn euch das erwählte Mittel für meine kurze Kundgabe durch das Verstandesorgan dieser Sprachrohre nicht würdig erscheint, so sage Ich euch in Wahrheit, dass die Botschaft, die durch sie gegeben wird, sehr gross ist. Ihr hättet es lieber gehabt, dass meine Kundgebung den Menschen mit Pomp und Zeremonien geschehen wäre, die Eindruck gemacht hätten, die jedoch in Wirklichkeit, vom Geiste aus betrachtet, eitel gewesen sie kein wahres Licht enthalten.

7. Ich hätte unter Blitzen und Stürmen kommen können, um meine Macht fühlbar zu machen; doch wie leicht wäre es dann für den Menschen gewesen, zu bekennen, dass die Gegenwart des Herrn gekommen war! Doch meint ihr nicht, dass dann die Furcht in euer Herz zurückgekehrt wäre und auch die Vorstellung von etwas Unbegreiflichem? Glaubt ihr nicht, dass jedes Gefühl der Liebe zum Vater sich nur in Angst vor seiner Gerechtigkeit umgewandelt hätte? Doch ihr sollt wissen, dass Gott, obwohl Er allmächtige Kraft ist, euch nicht durch diese Macht besiegen wird, sich nicht durch sie durchsetzen wird, sondern durch eine andere Macht, und das ist die der Liebe.

8. Es ist der Göttliche Geist, der heute zum Universum spricht. Er ist es, der Licht bringt in all das, was ihr in anderen Zeiten nicht klar erkannt habt. Er ist die Morgenröte eines neuen Tages für alle Menschen, denn Er wird euch von falschen Ängsten befreien, eure Zweifel beseitigen, um euren Geist und euren Verstand frei zu machen.

9. Ich sage euch: Nachdem ihr den Wesenskern meiner Unterweisungen und die Gerechtigkeit meiner Gesetze kennen gelernt habt, werdet ihr auch die Grenzen erkennen, die eure Vorstellungen euch auferlegt und euch daran gehindert haben, über eine geringe Erkenntnis der Wahrheit hinauszugelangen.

10. Nicht mehr die Angst oder Furcht vor Strafe wird es sein, die euch davon abhält, zu forschen, zu entdecken. Nur wenn ihr wirklich das für euch Unbegreifliche kennen lernen wollt, wird euer Gewissen euch den Weg verbieten; denn ihr sollt wissen, dass dem Menschen nicht die ganze Wahrheit zukommt, und dass er von ihr nur den Teil erfassen soll, der ihm entspricht.

11. Volk: Wenn mein Kommen so angekündigt wurde, dass es inmitten von Kriegen, entfesselten Naturgewalten, Seuchen und Chaos sein würde, dann geschah dies nicht, weil Ich euch all dies gebracht hätte; es geschah, weil meine Gegenwart gerade in jener Stunde der Krise für die Menschheit hilfreich sein würde.

12. Hier nun ist die Erfüllung all dessen, was über meine Wiederkunft gesagt wurde. Ich komme zu den Menschen, während eine Welt mit dem Tode ringt und die Erde in ihrem Todesröcheln bebt und sich schüttelt, um einer neuen Menschheit den Weg zu bahnen. Daher ist der Ruf Gottes in der "Dritten Zeit" ein Ruf der Liebe – einer Liebe, die Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Frieden in sich trägt und dazu inspiriert.

13. Das Wort Christi keimte einst in seinen Jüngern und in dem Volk, das ihnen nachfolgte, wuchs seine Saat heran. Seine Lehre verbreitete sich, und deren Sinngehalt ging über die ganze Welt. So wird sich auch diese heutige Lehre ausbreiten, die von all jenen angenommen werden wird, die fähig sind, sie zu erfühlen und zu verstehen. (296, 17 - 27, 35)


Aller Augen werden Mich schauen

14. Jesus sagte seinen Jüngern: "Ich werde nur kurze Zeit von euch entfernt sein – ich werde zurückkehren." Danach wurde ihnen offenbart, dass ihr Meister "auf der Wolke" kommen würde, umgeben von Engeln, und Lichtstrahlen zur Erde herabsendend.

15. Hier bin Ich nun "auf der Wolke", umgeben von Engeln, welches die geistigen Wesen sind, die sich unter euch als Botschafter meiner Göttlichkeit und als eure guten Ratgeber kundgetan haben. Die Lichtstrahlen sind mein Wort, das euch neue Offenbarungen bringt, das jedes Verstandesvermögen mit Weisheit überströmt.

16. Wohl denen, die ohne zu sehen geglaubt haben, denn sie sind die, die meine Gegenwart fühlen. (142, 50 - 52)

17. Der Mensch wird mittels seines Geistes die Wahrheit entdecken, alle werden meine Gegenwart spüren; denn Ich habe euch bereits seinerzeit gesagt, dass jedes Auge Mich schauen wird, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

18. Nun, diese Zeit in der ihr lebt, ist eben jene durch mein Wort und meine Propheten vergangener Zeiten angekündigte, in der alle Menschen Mich mittels der Empfindungen und Fähigkeiten ihres Geistes schauen sollen.

19. Es wird nicht nötig sein, dass sie Mich in einer menschlichen Gestalt begrenzt erblicken, um sagen zu können, dass sie Mich gesehen haben, sondern es wird genügen, dass ihr Geist Mich fühlt und ihr Verstand Mich begreift, um ganz wahrheitsgemäss sagen zu können, dass sie Mich geschaut haben.

20. Die Liebe und der Glaube sowie die Intelligenz können unendlich weiter blicken, als es eure Augen zu tun vermögen. Darum sage Ich euch, dass es nicht notwendig ist, dass Ich meine Gegenwart auf die menschliche Gestalt oder mittels irgendeiner Symbolfigur begrenze, um zu bewirken, dass ihr Mich schaut.

21. Wie viele von denen, die Mich in jener "Zweiten Zeit" sahen oder mit Mir zogen, wussten nicht einmal, wer Ich war. Wie viele hingegen, die nicht einmal davon wussten, als Ich als Mensch geboren wurde, erblickten Mich im Geiste, erkannten Mich an meinem Lichte und erfreuten sich an meiner Gegenwart aufgrund ihres Glaubens.

22. Öffnet alle eure Augen und beweist durch euren Glauben, dass ihr die Kinder des Lichtes seid. Ihr alle könnt Mich schauen, doch dafür ist es unerlässlich, dass ihr Glauben habt. (340, 45 - 51)

23. Ich sage euch: Wenn diese Menschheit aufgrund ihrer Lieblosigkeit, ihrer Abkehr von der Gerechtigkeit und dem Guten noch mehr gegen Mich sein sollte, werde Ich auf ihrem Wege voll Herrlichkeit erscheinen, wie Ich es vor Saulus tat, und werde sie meine Stimme vernehmen lassen.

24. Dann werdet ihr erleben, wie viele von denen, die – ohne sich dessen bewusst zu sein - Mich verfolgt haben, sich verwandelt und erleuchtet aufmachen werden, um Mir auf den Wegen des Guten, der Liebe und der Gerechtigkeit nachzufolgen.

25. Ihnen werde Ich sagen: Bleibt stehen, Wanderer, und trinkt von diesem Quell kristallklaren Wassers. Erholt euch von der schweren Lebensreise, die Ich euch auferlegt habe. Vertraut Mir eure Sorgen an und lasst zu, dass mein Blick tief in euren Geist dringt, denn Ich will euch mit Gnade erfüllen und euch trösten. (82,46)

26. Meine Liebe wird eure empfindsamsten Saiten erzittern lassen. Aber es wird die Übereinstimmung mit eurem Gewissen sein, die euch mein Göttliches Konzert vernehmen lässt, und viele von euch werden Mich in der süssen Erscheinung Jesu schauen.

27. Ich muss euch darauf hinweisen, dass die Gestalt Jesu nicht die vollkommenste Art und Weise ist, in der ihr Mich schauen werdet. Wenn Ich euch in vergangen Zeiten sagte: "Aller Augen werden Mich schauen", so gab Ich euch zu verstehen, dass ihr alle die Wahrheit erkennen würdet, obschon Ich euch sagen muss, dass Ich Mich der Entwicklung eines jeden Geistes entsprechend begrenzen werde. Doch wenn ihr auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit aufsteigt, werdet ihr Mich gewisslich in all meiner Herrlichkeit schauen.

28. Versucht jetzt nicht, Mich euch in irgendeiner Weise vorzustellen. Bedenkt: Wenn euer Geist, obwohl er begrenzt ist, Essenz ist, Licht ist – welche Gestalt könnte dann der Universelle Geist eures Herrn haben, der weder Anfang noch Ende hat? Lasst das Unergründliche im Innern meines Buches der Göttlichen Weisheit. (314, 69 - 70)

29. In meinem Wort der "Zweiten Zeit" liess Ich euch wissen, dass Ich aufs neue zu euch kommen würde, dass meine geistigen Heerscharen mit Mir hernieder kommen würden. Aber die Menschheit hat den Sinn meines Wortes nicht richtig verstanden und ausgelegt.

30. Daher erwartet Mich jede Religionsgemeinschaft in ihrer Mitte, daher erwarten sie, Mich mit ihren sterblichen Augen zu schauen; doch die Mich jetzt auf diese Weise erwarten sind dieselben, die einst leugneten, dass Jesus der Messias war, und ihn für einen Träumer hielten.

31. Heute sage Ich euch, meinen Jüngern: Der Augenblick wird kommen, in dem ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schauen werdet. Zu dieser Zeit werden die Erde und ihre Bewohner gereinigt sein, und die Tugend und Schönheit des Geistes wiederhergestellt. Der Schmerz wird verschwinden, und alles wird Glückseligkeit, wird ein unendlicher "Tag" sein, ohne Ende für euch. Wollt ihr nicht diese Wunder schauen? Wollt ihr nicht, dass eure Kinder mit meinem Geiste Zwiesprache halten und frei von Sünde eine Welt des Friedens bilden können? (181, 74 , 81)

32. Wenn die Menschheit die Prophetien der "Ersten" und der "Zweiten Zeit" zu ergründen verstanden hätte, wäre sie angesichts der Verwirklichung derselben nicht verwirrt. Das gleiche geschah in der "Zweiten Zeit", als der Messias unter den Menschen geboren wurde, ebenso wie es jetzt geschieht, wo Ich im Geiste gekommen bin.

33. Der Sinngehalt meiner Unterweisung ist in beiden Zeiten derselbe. Sie bereitet euch zu, damit ihr aus diesem Leben ein liebevolles, wenn auch vergängliches Heim macht, wo die Menschen sich als Geschwister betrachten und behandeln und einander die Wärme wahrer Brüderlichkeit entgegenbringen.

34. Bereitet auch den Geist darauf vor, nach diesem Leben jene Welten oder Heimstätten zu betreten, die der Herr für seine Kinder bereithält. Mein Wunsch ist, dass ihr, wenn ihr zu ihnen gelangt, euch nicht fremd fühlt, sondern eure Vergeistigung und eure innere Erkenntnis euch alles schauen lassen, was ihr antrefft - so, als ob ihr bereits früher dort gewesen wäret. Daran wird viel Wahres sein, wenn ihr schon hier mit dem Geistigen in Verbindung steht mittels des Gebetes. (82, 9 - 10)

35. Ich bin der Wanderer, der an die Türen eurer Herzen klopft. Ich klopfe, und ihr wisst nicht, wer es ist; ihr öffnet und erkennt mich nicht. Ich bin wie der Wanderer, der in ein Dorf kommt und niemanden hat, der ihn kennt, wie der Ausländer, der ein fremdes Land betritt und in seiner Sprache nicht verstanden wird. So fühle Ich Mich unter euch. Wann werdet ihr meine Gegenwart fühlen? O Menschen, wann werdet ihr Mich erkennen, so wie zu seiner Zeit Josef von seinen Brüdern in Ägypten erkannt wurde? (90, 1)


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