3TAGE-9

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Hauptseite Die 3 Tage im Tempel zu Jerusalem 3TAGE-9 Kapitel


Kapitel 9 - Jesu Verheissung an den römischen Richter und des Hochpriesters Zorn darüber. Wie der Mensch selbst zum lebendigen Worte Gottes, somit zum Gott werden kann. Die Widerlegung des Hochpriesters durch Jesus mit Hilfe des Volkskatechismus.

1. Ich aber sah den römischen Richter freundlichst an und sagte: »Du bist zwar ein Heide, aber du bist gerecht und guten Herzens, und wahrlich, wenn nun das wahre Gottesreich zu den Menschen auf Erden kommen wird, wirst du samt deinem ganzen Hause nicht als einer der Letzten in dasselbe aufgenommen werden! Wer aber darin aufgenommen wird, der wird selig sein und nicht sehen den Tod ewiglich!«

2. Sagte der Richter: »Wie magst denn du mir eine solche Verheissung machen?«

3. Sagte Ich: »Nichts leichter als das! Denn Ich sage es ja, dass Ich jenen Wunderknaben sehr wohl kenne und sein innigster Freund bin. So Ich zu Ihm komme, da werde Ich deiner nicht vergessen, und Er wird dich segnen, und sein Segen wird nicht ohne Folgen sein!«

4. Hier erhob sich zornig der Hochpriester und sprach: »Ist denn jener Knabe ein Gott, dass er segnen kann, als wäre er ein Gott?! Weisst du denn nicht, dass nur Gott allein segnen kann und sein Hoherpriester nach der Beheissung Gottes dreimal im Jahre?! Wie sprichst du von jenem Knaben, dass auch er einen Menschen und sein ganzes Haus sogar segnen könne?! Welche Lehrer müssen bei euch sein, dass ihre Schüler solch einen Unsinn schwätzen können!«

5. Sagte Ich: »Fürs erste habt ihr selbst uns solche Lehrer gegeben, und so die Schüler einen Unsinn daherschwätzen, so fällt dieser auf euch selbst zurück, und so erzeugt ein Unsinn den andern! Wenn aber das ein Unsinn ist, was Ich von dem Wunderknaben ausgesagt habe, dass Er die segne, die ihm wahre Freunde sind, warum lehret dann ihr, dass die Eltern ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern allzeit segnen sollen?

6. Noah war doch kein Gott und segnete höchst fruchtbringend seine beiden Söhne, die seine Scham bedeckten! Ebenso war auch der alte, blinde Isaak kein Gott, als er den Jakob segnete und ihm gab den Beinamen ,Israel', was soviel heisst als: ,Aus dir gehe hervor das Volk Gottes!' War solcher Segen etwa ein fruchtloser?!

7. So du aber sagst und fragst in deinen grossen Tempelhochmute, ob jener Knabe ein Gott sei, was kannst du Mir sagen, so Ich dir sage: Ja, Er ist es, und das mit offenbar mehr Recht, als es von euch geschrieben steht: Der Herr Jehova Zebaoth sprach zu seinen Göttern!« So ihr aber also in euerm Dünkel Götter seid, warum sollte denn jener mit so vielen wahrhaft göttlichen Eigenschaften begabte und erfüllte Knabe kein Gott sein, da er doch sogar von David abstammt in erster Linie?!

8. Wer aber Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist also im Geiste aus Gott! Wo aber das, wer kann da sagen, dass da der ganze Mensch nicht aus Gott wäre?! Ist ein Mensch aber dadurch, dass er in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Gottesworte geworden ist, voll erfüllt mit dem Geiste Gottes, ist er dann nicht ein Gott, da das vollwahre Göttliche überall, somit auch im Menschen um so mehr, als Gott angesehen werden muss?!«

9. Sagte der Hochpriester: »Was hast du da wieder für einen sträflichen, gotteslästerlichen Unsinn dahergeschwätzt? Also kann nur ein unsinniger Narr reden! Das ist ein hirnloses Gewäsch, darüber ein hellsehender Denker hellauf lachen muss!« - Darauf lachte der Hochpriester selbst hellauf.

10. Ich aber sagte: »Was heissest du das einen Unsinn? Ist das ein Unsinn, so seid ihr Hochpriester, Ältesten und Schriftgelehrten selbst Schöpfer und Ausbreiter desselben, was Ich sogleich auf das allerklarste beweisen kann!«

11. Der Hochpriester: »Wie willst du kecker Schweinehirte aus Galiläa uns das beweisen?«

12. Sagte Ich: »Bringet mir her den Volkskatechismus!«

13. Fragte der Hochpriester: »Und was willst du damit?«

14. Sagte Ich: »Das wirst du schon sehen! Vorderhand werde Mir das Buch hergeschafft!«

15. Es wurde das Buch herbeigeschafft, und der Hochpriester sprach: »Hier ist es! Was wirst du nun damit machen?«

16. Sagte Ich: »Das wirst du nun gleich sehen!« - Ich schlug das Buch auf und bat den römischen Richter, dass er die ihm von Mir angezeigte Stelle laut vorlesen möchte. Er tat das mit sichtlicher Freude.

17. (Der römische Richter:) «Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist also im Geiste aus Gott. Wo aber das, wer kann da sagen, dass nicht der ganze Mensch aus Gott wäre?! Ist aber ein Mensch dadurch, dass er in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Worte Gottes geworden ist, voll erfüllt mit dem Geiste Gottes, ist er dann nicht ein Gott, da das vollwahre Göttliche überall, somit auch im Menschen um so mehr, als Gott angesehen werden muss?!«

18. Hierauf sagte der römische Richter: »Nun, das sind ja auf ein Haar dieselben Worte, die ehedem der respektable Priester bei dir als einen Schweinehirtenunsinn erklärt hat! Nun, diese Geschichte - wie ich's merke - fängt stets heiterer zu werden an! Da bin ich denn doch selbst gar sehr neugierig darauf, was da nun herauswachsen wird!«


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